Die Schönen der Nacht

Französisch-italienischer Spielfilm von 1952
Regie René Clair
Drehbuch René Clair
Musik Georges Van Parys
Kamera Armand Thirard
Darsteller Claude - Gérard Philipe
Edmée - Martine Carol
Kassiererin/Leila - Gina Lollobrigida
Suzanne - Magali Vendeuil
Roger, Mechaniker - Raymond Bussières
Léon, Gendarm - Bernard La Jarrige
Paul, Apotheker - Jean Parédès
Vater von Suzanne - Raymond Cordy
Der alte Herr - Palau
Postbeamtin/Mme Bonacieux - Marilyn Buferd
und andere

Um 1950 in einer kleinen französischen Provinzstadt. Statt Zeit und Muse zum Komponieren zu haben, wird der junge Musiklehrer Claude von seinen Schülern und dem Lärm in seiner Umgebung genervt. Obwohl er in Roger, Léon und Paul gute Freunde hat, auf die die er zählen kann, hat er das Gefühl, dass sich alle und alles gegen ihn verschworen hat. So flüchtet er in den Schlaf als Tor zu einer wunderbaren Traumwelt, die ihn zum Helden werden lässt. Er ist Opernkomponist in der Belle Epoque, wo ihn Edmée liebt; als Offizier der französischen Afrika-Armee erobert er Algier und die schöne Haremsdame Leila. Und 1789 wird er zum Volkstribun während der Französischen Revolution an der Seite von Suzanne.

Doch auch in seinen Träumen komplizieren sich die Dinge, und so will er nicht mehr schlafen, um nicht mehr zu träumen. In der Zwischenzeit haben ihm seine Freunde aus mancher Krise geholfen, ohne dass Claude es ihnen gedankt hat. Doch als wahre Freunde stehen sie zu ihm - auch als plötzlich die Wirklichkeit für ihn zur neuen Zuflucht wird. Claude verliebt sich in Suzanne, die Tochter des Autowerkstattbesitzers, die er nie zuvor wahrgenommen hat, und ihn erreicht ein Brief vom Pariser Opernintendanten. Das Leben ist doch viel schöner als der Traum.

Eine poetische Komödie voller grotesker Einfälle, aber auch voller Eleganz, Charme, Witz und "mit ihrer geschickten Vermengung von Traum und Wirklichkeit eine typische René-Clair-Arbeit" (Cinema Filmlexikon). Ein Kritiker schrieb dazu: "Dieses Spiel mit den Zeiten, dieses Crescendo an klugem Einfall, Witz und Poesie, wird zugleich zu einer großartigen Leistung der Kinematographie. Und zum Schluss dieses wunderbaren Wirbels gibt uns René Clair gleichsam nebenbei noch die kleine und doch immer wieder neu zu beherzigende Lehre, dass jede Zeit, auch die unsrige, dem Menschen das Glück schenkt, wenn er es wachen Herzens zu ergreifen vermag."

Den verträumten Musiker Claude spielt Gerard Philipe (1922-1959), einst einer der gefragtesten Liebhaber des französischen Films, der mit 37 Jahren leider allzu früh verstarb.
   

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