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Mel, ein bekannter Dieb mit großer Schnauze,
und seine Freundin Sid nehmen ein drogenabhängiges
junges Paar unter ihre Fittiche. Aber Bobbie und
Rosie sind dem Lebensstil ihrer kriminellen Mentoren
nicht gewachsen. Und nachdem ein von Mel geplanter
Coup aus dem Ruder gelaufen ist, geht es mit dem
Quartett stetig bergab.
Als Fotograf hatte Larry Clark jahrzehntelang Amerikas
Subkulturen - die Stricher-, Drogen- und kriminelle
Jugendszene - dokumentiert, bevor er mit seinem
Spielfilmdebüt "Kids" 1995 in Cannes
buchstäblich ins Kino platzte.
Auch "Ein neuer Tag im Paradies" belegt
Clarks einzigartiges Talent für drastisch-sarkastischen
Realismus in einem Kino ohne moralischen Zeigefinger.
Seine Authentizität kommt nicht von ungefähr:
Clark hat in seiner Jugend und in seiner Vietnam-Zeit
eigene Erfahrungen in der Drogenszene gemacht. "Ein
neuer Tag im Paradies" ist ein fulminanter
Mix aus Genre-Elementen und Techniken des "direct
cinema", atmosphärisch dicht, explosiv,
aber immer nah an den Charakteren, denen James Woods,
Melanie Griffith, Natasha Gregson Wagner und die
Entdeckung Vincent Kartheiser ("Ein Indianer
im Küchenschrank") ein unverwechselbares
Profil geben.
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