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Der hagere Friseur Ed Crane lebt Ende der 40er Jahre
in einer verschlafenen kalifornischen Kleinstadt,
wo ein Tag wie der andere dahinplätschert.
Routiniert und leidenschaftslos schneidet er die
Haare seiner Kunden. Ed ist überaus schweigsam,
aber dafür redet sein Schwager Frank, dem der
Friseursalon gehört, umso mehr. Dass seine
Frau Doris ihn mit dem großkotzigen Kaufhausbesitzer
Big Dave betrügt, weiß Ed schon lange.
Doch das stört ihn nicht, denn die Ehe ist
so monoton wie sein Arbeitsleben. Eigentlich ist
Ed ein lebender Toter - bis eines Tages seine kriminelle
Leidenschaft entfacht wird. Ed lässt sich von
der vermeintlich genialen Geschäftsidee eines
zwielichtigen Kunden faszinieren, der den Markt
für Trockenreiniger erobern will.
Für 10.000 Dollar kann Ed an diesem todsicheren
Deal teilhaben. Um an das Geld zu kommen, erpresst
Ed kurzerhand den Liebhaber seiner Frau. Doch Big
Dave kommt ihm auf die Schliche, und so bringt Ed
ihn um. Dadurch setzt Ed eine Kette von Ereignissen
in Gang, die ebenso merkwürdig wie unaufhaltsam
sind: Denn nicht Ed, sondern ausgerechnet seine
Frau Doris wird wegen des Mordes an Big Dave angeklagt.
Ed engagiert einen zynischen Anwalt, der mit ziemlich
ausgefallenen Methoden einen Freispruch erreichen
will. Unterdessen verguckt sich Ed in die Klavier
spielende Teenager-Tochter seines Nachbarn. Er setzt
sich in den Kopf, aus dem mittelmäßig
begabten Mädchen eine Klaviervirtuosin zu machen
- was in einer Katastrophe endet. Am Ende wartet
auf Ed der elektrische Stuhl - natürlich für
einen Mord, den er nicht begangen hat.
"Der unauffällige Mr. Crane" ist
eine virtuos inszenierte Film-Noir-Parodie, in der
die renommierten Regie-Brüder Joel und Ethan
Coen all ihr Können aufblitzen lassen. Mit
feiner Ironie und brillant komponierten Schwarzweißbildern
führen die Coens das unspektakuläre Leben
eines kettenrauchenden Durchschnittsamerikaners
ad absurdum. Oscar-Preisträger Billy Bob Thornton
spielt diesen Mann ohne Eigenschaften mit kühler
Präzision.
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