Der Pate: Die Saga

Vierteiliger Spielfilm aus den USA von 1977
Regie Francis Ford Coppola
Drehbuch Francis Ford Coppola und Mario Puzo, nach seinem Roman "The Godfather"
Musik Nino Rota und Carmine Coppola
Kamera Gordon Willis
Darsteller Don Michael Corleone - Al Pacino
Don Vito Corleone - Marlon Brando
Vito Corleone (Ende 20) - Robert De Niro
Kay Adams - Diane Keaton
Tom Hagen - Robert Duvall
Virtil Sollozzo, "Der Türke" - Al Lettieri
Santino "Sonny" Corleone - James Caan
Capt. McCluskey - Sterling Hayden
Johnny Fontane - Al Martino
Fredo Corleone - John Cazale
Vito (als Junge) - Oreste Baldini
Vitos Mutter - Maria Carta
Peter Clemenza - Bruno Kirby
Don Fanucci - Gastone Moschin
Fredo Corleone - John Cazale
Apollonia Vitelli Corleone - Simonetta Stefanelli
Santino "Sonny" Corleone - James Caan
Carlo Rizzi - Gianni Russo
Connie Corleone Rizzi - Talia Shire
Senator Pat Geary - G.D. Spradlin
Hyman Roth - Lee Strasberg
Frank Pentangeli - Michael V. Gazzo
und andere

Teil 1
Sizilien, 1901: Der neunjährige Vito Andolini wird Zeuge, wie seine Mutter von Killern des Großgrundbesitzers Don Ciccio ermordet wird. Don Ciccio hat bereits beide Brüder Vitos auf dem Gewissen und trachtet nun aus Angst vor Blutrache auch nach dem Leben des Jungen. Mit Hilfe der Dorfbewohner gelingt Vito die Flucht nach Amerika, wo er aufgrund eines Missverständnisses den Namen seines sizilianischen Dorfes trägt: Corleone. 19 Jahre später schlägt sich der Herangewachsene im italienischen Viertel New Yorks als Laufbursche durch. Erst die krummen Geschäfte, in die sein Nachbar Clemenza ihn einführt, bescheren Vito und seiner Frau einen bescheidenen Wohlstand. Damit scheint es wieder vorbei zu sein, als der Schutzgeld-Patron Don Fanucci seinen Tribut fordert. Vito ist nicht bereit, nachzugeben und unterbreitet Don Fanucci "ein Angebot, das er nicht ablehnen kann". Durch die Beseitigung des Blutsaugers avanciert Vito zu einer geachteten und gefürchteten Person. Auf seine Art sorgt er für Gerechtigkeit und ist in der Wahl der Mittel nicht zimperlich. Jahre später befindet sich Don Vito Corleone im Zenit seiner Macht. Einflussreiche Politiker und Polizisten werden von ihm geschmiert. An Vitos Seite stehen seine Söhne Fredo und der hitzköpfige Sonny. Der adoptierte Tom Hagen fungiert als "Consiliere" der Familie. Don Vitos Lieblingssohn Michael, dekorierter Kriegsheld, will mit den dubiosen Geschäften seiner Familie nichts zu tun haben. Während Don Vito die pompöse Hochzeit seiner Tochter Connie feiert, beginnt es hinter den Kulissen zu brodeln. Ein blutiger Machtkampf um die Vorherrschaft in der Unterwelt bahnt sich an.

Francis Ford Coppolas Kino-Klassiker "Der Pate" gehört zu den größten Kassenerfolgen aller Zeiten und erhielt drei Oscars: für den besten Film, den besten Hauptdarsteller (Marlon Brando) und das beste Drehbuch (Francis Ford Coppola und Mario Puzo). Nachdem 1974 die Fortsetzung "Der Pate - Teil II" an diesen Erfolg anknüpfte, montierte Coppola 1977 mit bislang unverwendetem Material aus den ersten beiden Teilen seiner erfolgreichen Kinofilme eine vierteilige Fernsehfassung. Im ersten Teil dieser TV-Version, die ein völlig eigenständiges Werk darstellt, überzeugt der damals noch unbekannte Robert De Niro, der für die Darstellung des jungen Vito Corleone in der Kinofassung "Der Pate - Teil II" einen Oscar als bester Nebendarsteller erhalten hatte. Mit großem Aufwand und in epischer Breite schildert Coppolas fesselnd inszeniertes Gangsterepos das System der Mafia. Unvergessen wurde "Der Pate" u.a. durch den Dialogsatz "ein Angebot, das er nicht ablehnen kann", der in den allgemeinen Sprachschatz einging.

Teil 2
Der aufstrebende Gangster Sollozzo, genannt "der Türke", unterbreitet Don Vito Corleone das verlockende Angebot, in das aufkommende Drogengeschäft einzusteigen. Als Gegenleistung fordert Sollozzo, der die Gunst der rivalisierenden Familien genießt, Schutz durch den mächtigen Paten. Don Vito schlägt diese Offerte aus, weil er seinen Namen nicht mit Rauschgift in Verbindung bringen will. Die wichtigen Politiker auf seiner Lohnliste würden sonst abspringen, was eine erhebliche Schmälerung seiner Macht bedeuten würde. Wenig später wird Vito auf offener Straße niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Sein hitzköpfiger Sohn Sonny macht Sollozzo als Drahtzieher des Komplotts aus und will mit aller Macht zurückschlagen. Ausgerechnet Michael, der mit den Geschäften der Familie nie etwas zu tun haben wollte, hält ihn zurück. Durch puren Zufall hat Michael herausgefunden, dass Sollozzo in dem Polizisten Captain McCluskey über einen mächtigen Verbündeten verfügt: Bei einem Besuch im Krankenhaus hat Michael bestürzt festgestellt, dass McCluskey alle Wachen hat abziehen lassen, damit Sollozzos Killer den wehrlosen Don Vito endgültig erledigen können. Nur mit knapper Not konnte Michael seinem Vater das Leben retten und greift nun selbst in die Geschäfte der Familie ein. Er trifft sich mit Sollozzo und McCluskey, um zum Schein einen Waffenstillstand auszuhandeln. Dabei tötet er Sollozzo und den Polizisten, dessen Verbindungen zur Drogenmafia anschließend durch die Presse gehen. Michael muss nun für lange Zeit untertauchen.

"Der Pate: Die Saga, 2. Teil" ist die bewegende Fortsetzung der vierteiligen TV-Fassung, die Francis Ford Coppola 1977 aus den ersten beiden Teilen seines aufwendig inszenierten und mehrfach Oscar-prämierten Mafiadramas "Der Pate" und "Der Pate - Teil II" montierte. Der Begriff "Mafia" wird allerdings fast vollständig vermieden, was auf die Initiative der Italian-American Civil Rights League zurückzuführen ist, bei der angeblich selbst ein mächtiger Mafioso den Vorsitz hatte. Die Nebenfigur des von Al Martino gespielten Sängers Johnny, dem der Pate zur Hollywoodkarriere verhilft, ist eine Anspielung auf Frank Sinatra, dem Mafiakontakte nachgesagt wurden.

Teil 3
Nach dem Polizistenmord muss Michael Corleone nach Sizilien fliehen. In der Heimat seines Vaters lernt er die hübsche Apollonia kennen und heiratet sie. Das Glück der beiden währt nur kurz, denn Apollonia stirbt bei einem Anschlag, der eigentlich Michael galt. Zu Hause in New York erholt sich Michaels Vater Don Vito nur langsam von seinen schweren Verletzungen. Sein ältester Sohn Sonny führt nun die Familiengeschäfte, doch er hat kein Geschick. Als Sonny in einen Hinterhalt gerät und erschossen wird, ruft Don Vito alle Familien des Landes zusammen und verzichtet, um weiteres Blutvergießen zu verhindern, in aller Form auf Rache. Michael kommt aus Sizilien zurück und übernimmt die Familiengeschäfte. Nach außen hin strebt Michael die Legalisierung an - sogar seine frühere Freundin Kay glaubt ihm und kehrt zu ihm zurück. Doch hinter den Kulissen organisiert er einen blutigen Feldzug, mit dem die Oberhäupter jener Familien beseitigt werden, die sich gegen die Corleones verschworen haben. Selbst seinen Schwiegersohn Carlo - der Sonny verraten hat - lässt Michael umbringen. Als Don Vito an einem Herzanfall stirbt, ist sein skrupelloser Sohn der neue Don und unumschränkte Herrscher. Doch er wird dadurch auch immer einsamer.

"Der Pate: Die Saga, 3. Teil" ist die Fortsetzung der TV-Fassung, die Francis Ford Coppola 1977 aus seinen Kinohits "Der Pate" und "Der Pate - Teil II" mit bislang unveröffentlichtem Material zu einem eigenständigen Werk zusammenfügte. Mit großem Aufwand und in epischer Breite schildert der fesselnd inszenierte Gangsterfilm das System der Mafia. Die von der Jahrhundertwende bis in die 50er-Jahre reichende Familiensaga spiegelt ein Stück amerikanischer Zeit- und Wirtschaftsgeschichte wider.

Teil 4
Unter der Führung von Don Michael übersiedelt die Familie Corleone von New York nach Nevada, um ins Glücksspiel von Las Vegas einzusteigen. Für die Erteilung der erforderlichen Lizenzen will Senator Geary hohe Schmiergelder kassieren. Doch Michael und seine Leute arrangieren eine verfängliche Situation mit einer Prostituierten, die den Politiker erpressbar macht. Die Geschäfte laufen gut, bis Michael und seine Frau Kay im eigenen Schlafzimmer nur knapp einem Anschlag entgehen. Als Drahtzieher macht Michael seinen jüdischen Geschäftspartner Hyman Roth aus, mit dem er von Kuba aus ein weltweites Glücksspielimperium errichten wollte. Michael lässt sich nichts anmerken und versucht, Roth während eines Festes in Havanna zu beseitigen - doch in den Wirren der ausbrechenden kubanischen Revolution misslingt der Anschlag. Trotz schwerer Krankheit ist Roth quicklebendig und holt zu einem von langer Hand eingefädelten Gegenschlag aus. Frank Pentangeli, Mitglied des Corleone-Clans, wähnt sich nach einem von Roths Leuten geschickt inszenierten Mordversuch von Michael verraten und will sich den Strafverfolgungsbehörden als Kronzeuge gegen den Paten zur Verfügung stellen. Zu einem Prozess kommt es nicht, da Michael eine wirksame Möglichkeit findet, Pentangeli einzuschüchtern. Nach Roths Beseitigung ist Michael endlich wieder unangefochtener Herrscher, muss jedoch privat eine schwere Niederlage hinnehmen: Als Kay erklärt, sie habe ein Kind von Michael abgetrieben, kommt es zum endgültigen Bruch. Nach dem Tod seiner Mutter lässt Michael sogar seinen Bruder Fredo umbringen, weil der mit Roth kooperierte. Die Feinde sind tot, die Geschäfte laufen gut, doch am Ende ist Michael verbittert und einsam.

"Der Pate: Die Saga, 4. Teil" ist das krönende Finale des komplexen Mafiadramas, das Francis Ford Coppola 1977 aus seinen Kinoerfolgen "Der Pate" und "Der Pate - Teil II" mit bis dato unveröffentlichtem Material zu einem eigenständigen Werk zusammenfügte. Mit großem Aufwand und in epischer Breite schildert der fesselnd inszenierte Gangsterfilm das System der Mafia. Von der Jahrhundertwende bis in die 50er-Jahre reicht die Familiensaga und spiegelt ein Stück amerikanischer Zeit- und Wirtschaftsgeschichte wider. Die von Lee Strasberg verkörperte Figur des Hyman Roth ist eine Anspielung auf den jüdischen Gangster Mayer Lansky, der als "Bankier des organisierten Verbrechens" Schlagzeilen machte.
   

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