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Teil 1
Sizilien, 1901: Der neunjährige Vito Andolini
wird Zeuge, wie seine Mutter von Killern des Großgrundbesitzers
Don Ciccio ermordet wird. Don Ciccio hat bereits
beide Brüder Vitos auf dem Gewissen und trachtet
nun aus Angst vor Blutrache auch nach dem Leben
des Jungen. Mit Hilfe der Dorfbewohner gelingt Vito
die Flucht nach Amerika, wo er aufgrund eines Missverständnisses
den Namen seines sizilianischen Dorfes trägt:
Corleone. 19 Jahre später schlägt sich
der Herangewachsene im italienischen Viertel New
Yorks als Laufbursche durch. Erst die krummen Geschäfte,
in die sein Nachbar Clemenza ihn einführt,
bescheren Vito und seiner Frau einen bescheidenen
Wohlstand. Damit scheint es wieder vorbei zu sein,
als der Schutzgeld-Patron Don Fanucci seinen Tribut
fordert. Vito ist nicht bereit, nachzugeben und
unterbreitet Don Fanucci "ein Angebot, das
er nicht ablehnen kann". Durch die Beseitigung
des Blutsaugers avanciert Vito zu einer geachteten
und gefürchteten Person. Auf seine Art sorgt
er für Gerechtigkeit und ist in der Wahl der
Mittel nicht zimperlich. Jahre später befindet
sich Don Vito Corleone im Zenit seiner Macht. Einflussreiche
Politiker und Polizisten werden von ihm geschmiert.
An Vitos Seite stehen seine Söhne Fredo und
der hitzköpfige Sonny. Der adoptierte Tom Hagen
fungiert als "Consiliere" der Familie.
Don Vitos Lieblingssohn Michael, dekorierter Kriegsheld,
will mit den dubiosen Geschäften seiner Familie
nichts zu tun haben. Während Don Vito die pompöse
Hochzeit seiner Tochter Connie feiert, beginnt es
hinter den Kulissen zu brodeln. Ein blutiger Machtkampf
um die Vorherrschaft in der Unterwelt bahnt sich
an.
Francis Ford Coppolas Kino-Klassiker "Der Pate"
gehört zu den größten Kassenerfolgen
aller Zeiten und erhielt drei Oscars: für den
besten Film, den besten Hauptdarsteller (Marlon
Brando) und das beste Drehbuch (Francis Ford Coppola
und Mario Puzo). Nachdem 1974 die Fortsetzung "Der
Pate - Teil II" an diesen Erfolg anknüpfte,
montierte Coppola 1977 mit bislang unverwendetem
Material aus den ersten beiden Teilen seiner erfolgreichen
Kinofilme eine vierteilige Fernsehfassung. Im ersten
Teil dieser TV-Version, die ein völlig eigenständiges
Werk darstellt, überzeugt der damals noch unbekannte
Robert De Niro, der für die Darstellung des
jungen Vito Corleone in der Kinofassung "Der
Pate - Teil II" einen Oscar als bester Nebendarsteller
erhalten hatte. Mit großem Aufwand und in
epischer Breite schildert Coppolas fesselnd inszeniertes
Gangsterepos das System der Mafia. Unvergessen wurde
"Der Pate" u.a. durch den Dialogsatz "ein
Angebot, das er nicht ablehnen kann", der in
den allgemeinen Sprachschatz einging.
Teil 2
Der aufstrebende Gangster Sollozzo, genannt "der
Türke", unterbreitet Don Vito Corleone
das verlockende Angebot, in das aufkommende Drogengeschäft
einzusteigen. Als Gegenleistung fordert Sollozzo,
der die Gunst der rivalisierenden Familien genießt,
Schutz durch den mächtigen Paten. Don Vito
schlägt diese Offerte aus, weil er seinen Namen
nicht mit Rauschgift in Verbindung bringen will.
Die wichtigen Politiker auf seiner Lohnliste würden
sonst abspringen, was eine erhebliche Schmälerung
seiner Macht bedeuten würde. Wenig später
wird Vito auf offener Straße niedergeschossen
und lebensgefährlich verletzt. Sein hitzköpfiger
Sohn Sonny macht Sollozzo als Drahtzieher des Komplotts
aus und will mit aller Macht zurückschlagen.
Ausgerechnet Michael, der mit den Geschäften
der Familie nie etwas zu tun haben wollte, hält
ihn zurück. Durch puren Zufall hat Michael
herausgefunden, dass Sollozzo in dem Polizisten
Captain McCluskey über einen mächtigen
Verbündeten verfügt: Bei einem Besuch
im Krankenhaus hat Michael bestürzt festgestellt,
dass McCluskey alle Wachen hat abziehen lassen,
damit Sollozzos Killer den wehrlosen Don Vito endgültig
erledigen können. Nur mit knapper Not konnte
Michael seinem Vater das Leben retten und greift
nun selbst in die Geschäfte der Familie ein.
Er trifft sich mit Sollozzo und McCluskey, um zum
Schein einen Waffenstillstand auszuhandeln. Dabei
tötet er Sollozzo und den Polizisten, dessen
Verbindungen zur Drogenmafia anschließend
durch die Presse gehen. Michael muss nun für
lange Zeit untertauchen.
"Der Pate: Die Saga, 2. Teil" ist die
bewegende Fortsetzung der vierteiligen TV-Fassung,
die Francis Ford Coppola 1977 aus den ersten beiden
Teilen seines aufwendig inszenierten und mehrfach
Oscar-prämierten Mafiadramas "Der Pate"
und "Der Pate - Teil II" montierte. Der
Begriff "Mafia" wird allerdings fast vollständig
vermieden, was auf die Initiative der Italian-American
Civil Rights League zurückzuführen ist,
bei der angeblich selbst ein mächtiger Mafioso
den Vorsitz hatte. Die Nebenfigur des von Al Martino
gespielten Sängers Johnny, dem der Pate zur
Hollywoodkarriere verhilft, ist eine Anspielung
auf Frank Sinatra, dem Mafiakontakte nachgesagt
wurden.
Teil 3
Nach dem Polizistenmord muss Michael Corleone nach
Sizilien fliehen. In der Heimat seines Vaters lernt
er die hübsche Apollonia kennen und heiratet
sie. Das Glück der beiden währt nur kurz,
denn Apollonia stirbt bei einem Anschlag, der eigentlich
Michael galt. Zu Hause in New York erholt sich Michaels
Vater Don Vito nur langsam von seinen schweren Verletzungen.
Sein ältester Sohn Sonny führt nun die
Familiengeschäfte, doch er hat kein Geschick.
Als Sonny in einen Hinterhalt gerät und erschossen
wird, ruft Don Vito alle Familien des Landes zusammen
und verzichtet, um weiteres Blutvergießen
zu verhindern, in aller Form auf Rache. Michael
kommt aus Sizilien zurück und übernimmt
die Familiengeschäfte. Nach außen hin
strebt Michael die Legalisierung an - sogar seine
frühere Freundin Kay glaubt ihm und kehrt zu
ihm zurück. Doch hinter den Kulissen organisiert
er einen blutigen Feldzug, mit dem die Oberhäupter
jener Familien beseitigt werden, die sich gegen
die Corleones verschworen haben. Selbst seinen Schwiegersohn
Carlo - der Sonny verraten hat - lässt Michael
umbringen. Als Don Vito an einem Herzanfall stirbt,
ist sein skrupelloser Sohn der neue Don und unumschränkte
Herrscher. Doch er wird dadurch auch immer einsamer.
"Der Pate: Die Saga, 3. Teil" ist die
Fortsetzung der TV-Fassung, die Francis Ford Coppola
1977 aus seinen Kinohits "Der Pate" und
"Der Pate - Teil II" mit bislang unveröffentlichtem
Material zu einem eigenständigen Werk zusammenfügte.
Mit großem Aufwand und in epischer Breite
schildert der fesselnd inszenierte Gangsterfilm
das System der Mafia. Die von der Jahrhundertwende
bis in die 50er-Jahre reichende Familiensaga spiegelt
ein Stück amerikanischer Zeit- und Wirtschaftsgeschichte
wider.
Teil 4
Unter der Führung von Don Michael übersiedelt
die Familie Corleone von New York nach Nevada, um
ins Glücksspiel von Las Vegas einzusteigen.
Für die Erteilung der erforderlichen Lizenzen
will Senator Geary hohe Schmiergelder kassieren.
Doch Michael und seine Leute arrangieren eine verfängliche
Situation mit einer Prostituierten, die den Politiker
erpressbar macht. Die Geschäfte laufen gut,
bis Michael und seine Frau Kay im eigenen Schlafzimmer
nur knapp einem Anschlag entgehen. Als Drahtzieher
macht Michael seinen jüdischen Geschäftspartner
Hyman Roth aus, mit dem er von Kuba aus ein weltweites
Glücksspielimperium errichten wollte. Michael
lässt sich nichts anmerken und versucht, Roth
während eines Festes in Havanna zu beseitigen
- doch in den Wirren der ausbrechenden kubanischen
Revolution misslingt der Anschlag. Trotz schwerer
Krankheit ist Roth quicklebendig und holt zu einem
von langer Hand eingefädelten Gegenschlag aus.
Frank Pentangeli, Mitglied des Corleone-Clans, wähnt
sich nach einem von Roths Leuten geschickt inszenierten
Mordversuch von Michael verraten und will sich den
Strafverfolgungsbehörden als Kronzeuge gegen
den Paten zur Verfügung stellen. Zu einem Prozess
kommt es nicht, da Michael eine wirksame Möglichkeit
findet, Pentangeli einzuschüchtern. Nach Roths
Beseitigung ist Michael endlich wieder unangefochtener
Herrscher, muss jedoch privat eine schwere Niederlage
hinnehmen: Als Kay erklärt, sie habe ein Kind
von Michael abgetrieben, kommt es zum endgültigen
Bruch. Nach dem Tod seiner Mutter lässt Michael
sogar seinen Bruder Fredo umbringen, weil der mit
Roth kooperierte. Die Feinde sind tot, die Geschäfte
laufen gut, doch am Ende ist Michael verbittert
und einsam.
"Der Pate: Die Saga, 4. Teil" ist das
krönende Finale des komplexen Mafiadramas,
das Francis Ford Coppola 1977 aus seinen Kinoerfolgen
"Der Pate" und "Der Pate - Teil II"
mit bis dato unveröffentlichtem Material zu
einem eigenständigen Werk zusammenfügte.
Mit großem Aufwand und in epischer Breite
schildert der fesselnd inszenierte Gangsterfilm
das System der Mafia. Von der Jahrhundertwende bis
in die 50er-Jahre reicht die Familiensaga und spiegelt
ein Stück amerikanischer Zeit- und Wirtschaftsgeschichte
wider. Die von Lee Strasberg verkörperte Figur
des Hyman Roth ist eine Anspielung auf den jüdischen
Gangster Mayer Lansky, der als "Bankier des
organisierten Verbrechens" Schlagzeilen machte.
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