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Philip Michael Santore ist ein US-Bürger, der
zusammen mit seiner Frau in Montevideo lebt. Der
einflussreiche Diplomat gilt als Verkehrsexperte.
Als Santore von den Tupamaros entführt wird,
reagiert das Militärregime mit massiven Repressionen.
Der Journalist Carlos Ducas recherchiert den Fall
und findet heraus, dass der entführte Amerikaner
kein harmloser Geschäftsmann ist. Santore ist
ein hochkarätiger Militärberater, der
zuvor schon in Brasilien und Kolumbien tätig
war. Unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe
unterstützt und optimiert der F.B.I.-Agent
den Polizeiapparat des uruguayischen Militärregimes.
Mit der Entführung Santores bezwecken die Tupamaros
die Freilassung der politischen Gefangenen in Uruguay.
Als die Kernmannschaft der Entführer von der
Polizei aufgespürt wird, und die Regierung
einen Austausch der Gefangenen ablehnt, stimmen
die restlichen Mitglieder der Tupamaros darüber
ab, ob Santore getötet werden soll ...
"Der unsichtbare Aufstand" ist ein bewegender
Klassiker des Politkrimis von Constantin Costa-Gavras,
der mit "Z" und "Music Box"
das Genre stilbildend beeinflusst hat. Mit beklemmender
Eindringlichkeit schildert der Film soziale Missstände,
Korruption und den grausamem Polizei-Terror in Lateinamerika.
Wie schon bei "Z" spielt auch in "Der
unsichtbare Aufstand" Yves Montand eine der
Hauptrollen. Für den politisch engagierten
Schauspieler und Chansonnier, der gestern 85 Jahre
alt geworden wäre, war diese Zusammenarbeit
mit Costa-Gavras von großer Wichtigkeit.
Obwohl Yves Montand als Ivo Livi in der Toskana
geboren wurde, verkörperte er später den
typischen Franzosen. Seine Eltern flohen vor dem
aufkeimenden Faschismus in Italien nach Marseille,
wo die Familie in ärmlichen Verhältnissen
lebte. Mit 18 Jahren trat Montand zum ersten Mal
in einer Bar auf, sechs Jahre später wagte
er den Sprung nach Paris. Im "Moulin Rouge"
entdeckte ihn Edith Piaf, seine Karriere als Chansonnier
und Entertainer begann.
An Piafs Seite gab er 1946 in "Étoile
sans lumière"("Chanson der Liebe"/"Stern
ohne Namen") sein Filmdebüt. Als Schauspieler
wurde er mit der Hauptrolle in "Lohn der Angst"
(1953), Henri-Georges Clouzots packendem Abenteuerfilm,
berühmt. 1951 heiratete er die Schauspielerin
Simone Signoret, gemeinsam drehten sie in der Folgezeit
Filme wie "Die Hexen von Salem" (1957),
eine Koproduktion mit der DEFA, "Mord im Fahrpreis
inbegriffen" (1964) und "Das Geständnis"
(1969).
Gemeinsam engagierten sie sich auch in der französischen
Linken. Natürlich spielte der Star mit dem
großen Charme und der melancholischen Stimme
auch immer wieder den leidenschaftlichen Liebhaber,
seine Partnerinnen waren Gina Lollobrigida, Marilyn
Monroe und Romy Schneider. Louis Malle nannte ihn
eine der romantischsten Persönlichkeiten im
französischen Film. Mit 70 Jahren starb Yves
Montand 1991 in Paris, von der Nation betrauert
wie nur wenige vor ihm.
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