Der unsichtbare Aufstand

Deutsch-französisch-italienischer Spielfilm von 1972
Regie Constantin Costa-Gavras
Drehbuch Constantin Costa-Gavras und Franco Solinas
Musik Mikis Theodorakis
Kamera Pierre-William Glenn und Silvio Caiozzi
Darsteller Philip Michael Santore - Yves Montand
Carlos Ducas - O. E. Hasse
Captain Lopez - Renato Salvatori
Außenminister - Harald Wolff
Hugo - Jacques Weber
Este - Jean-Luc Bideau
Innenminister - Maurice Teynac
Santores Frau - Evangeline Peterson
und andere

Philip Michael Santore ist ein US-Bürger, der zusammen mit seiner Frau in Montevideo lebt. Der einflussreiche Diplomat gilt als Verkehrsexperte. Als Santore von den Tupamaros entführt wird, reagiert das Militärregime mit massiven Repressionen. Der Journalist Carlos Ducas recherchiert den Fall und findet heraus, dass der entführte Amerikaner kein harmloser Geschäftsmann ist. Santore ist ein hochkarätiger Militärberater, der zuvor schon in Brasilien und Kolumbien tätig war. Unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe unterstützt und optimiert der F.B.I.-Agent den Polizeiapparat des uruguayischen Militärregimes.

Mit der Entführung Santores bezwecken die Tupamaros die Freilassung der politischen Gefangenen in Uruguay. Als die Kernmannschaft der Entführer von der Polizei aufgespürt wird, und die Regierung einen Austausch der Gefangenen ablehnt, stimmen die restlichen Mitglieder der Tupamaros darüber ab, ob Santore getötet werden soll ...

"Der unsichtbare Aufstand" ist ein bewegender Klassiker des Politkrimis von Constantin Costa-Gavras, der mit "Z" und "Music Box" das Genre stilbildend beeinflusst hat. Mit beklemmender Eindringlichkeit schildert der Film soziale Missstände, Korruption und den grausamem Polizei-Terror in Lateinamerika. Wie schon bei "Z" spielt auch in "Der unsichtbare Aufstand" Yves Montand eine der Hauptrollen. Für den politisch engagierten Schauspieler und Chansonnier, der gestern 85 Jahre alt geworden wäre, war diese Zusammenarbeit mit Costa-Gavras von großer Wichtigkeit.

Obwohl Yves Montand als Ivo Livi in der Toskana geboren wurde, verkörperte er später den typischen Franzosen. Seine Eltern flohen vor dem aufkeimenden Faschismus in Italien nach Marseille, wo die Familie in ärmlichen Verhältnissen lebte. Mit 18 Jahren trat Montand zum ersten Mal in einer Bar auf, sechs Jahre später wagte er den Sprung nach Paris. Im "Moulin Rouge" entdeckte ihn Edith Piaf, seine Karriere als Chansonnier und Entertainer begann.

An Piafs Seite gab er 1946 in "Étoile sans lumière"("Chanson der Liebe"/"Stern ohne Namen") sein Filmdebüt. Als Schauspieler wurde er mit der Hauptrolle in "Lohn der Angst" (1953), Henri-Georges Clouzots packendem Abenteuerfilm, berühmt. 1951 heiratete er die Schauspielerin Simone Signoret, gemeinsam drehten sie in der Folgezeit Filme wie "Die Hexen von Salem" (1957), eine Koproduktion mit der DEFA, "Mord im Fahrpreis inbegriffen" (1964) und "Das Geständnis" (1969).

Gemeinsam engagierten sie sich auch in der französischen Linken. Natürlich spielte der Star mit dem großen Charme und der melancholischen Stimme auch immer wieder den leidenschaftlichen Liebhaber, seine Partnerinnen waren Gina Lollobrigida, Marilyn Monroe und Romy Schneider. Louis Malle nannte ihn eine der romantischsten Persönlichkeiten im französischen Film. Mit 70 Jahren starb Yves Montand 1991 in Paris, von der Nation betrauert wie nur wenige vor ihm.
   

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