Der Kurier des Zaren

Zweiteiliger deutsch-italienischer Spielfilm von 1999
Regie Fabrizio Costa
Drehbuch Enrico Medioli und Patrizia Pistagnesi, nach dem Roman "Michael Strogoff" von Jules Verne
Musik Marco Frisina
Kamera Giancarlo Ferrando
Darsteller Michael Strogoff - Paolo Seganti
Nadja - Lea Bosco
Iwan Ogareff - Hardy Krüger jr.
Sangarra - Esther Schweins
Jules Vermont - Heio von Stetten
Graf Krasow - Daniel Ceccaldi
Feofar Khan - Giovanni Lombardo Radice
Zarewitsch Boris - Lorenzo Mattei
Zar Alexander II - Siegfried Rauch
Peter - Juraj Rasla
und andere

Teil 1
Hauptmann Michael Strogoff, der beste Offizier von Zar Alexander II., wird für seinen Mut im Kampf gegen die Tataren mit dem Andreasorden ausgezeichnet. Strogoff hat den Verräter Iwan Ogareff enttarnt, der sich bitter rächt, indem er Strogoffs Frau Olga tötet. Für Strogoff bricht eine Welt zusammen. Nur mühsam kann der innerlich Gebrochene seine Kräfte sammeln, um sich als Kurier des Zaren auf eine gefährliche Reise in das von den Tataren besetzte ostsibirische Territorium zu begeben.

Tataren haben die Familie des Zarenbruders entführt und nur der kleine Boris, der einmal den Platz des Zaren einnehmen soll, konnte entkommen. Er hält sich auf dem Anwesen des zarentreuen Grafen Krasow und dessen Tochter Nadja versteckt. Strogoff, mit der schwierigen Mission betraut, den Zarewitsch Boris in Sicherheit zu bringen, sucht verzweifelt nach dem Jungen.

Doch auch die Feinde sind auf der Suche nach dem verschwundenen Thronfolger und Tatarenfürst Feofar Khan, der die Macht in Russland an sich reißen will, hat Ogareff befohlen, den Zarewitsch zu töten. Bevor Ogareff durch seine Spione die Zuflucht des Jungen ausfindig machen kann, lässt Graf Krasow Boris in Sicherheit bringen.

Ogareff zwingt den Grafen, das neue Versteck des Jungen preiszugeben, doch der Graf weigert sich. Um das Leben ihres Vaters zu retten, unterbreitet Nadja Ogareff das Angebot, den unter falschem Namen anreisenden Kurier des Zaren zu enttarnen. Als sie herausfindet, dass Strogoff der Kurier ist, verliebt sie sich in ihn. Um ihn nicht zu verraten, heckt sie einen geschickten Plan aus, um Ogareff zu täuschen. Der Verräter ist von Nadja fasziniert und will sie zu seiner Geliebten machen. Obwohl Ogareffs Begleiterin, die Zigeunerin Sangarra, eifersüchtig ist, hilft sie der Rivalin, Ogareff zu entkommen.

Teil 2
Hauptmann Strogoff ist es gelungen, den Thronfolger Boris in einem Kloster im fernen Irkutsk zu verstecken. Nun folgt der zweite Teil seiner Mission: Strogoff soll den Verräter Ogareff verhaften, der in den Diensten von Feofar Khan steht. Als Strogoff sich an das Lager des Tatarenfürsten heranpirscht, ahnt er nicht, dass Nadja ihn aufgesucht hat, um die Freilassung ihres Vaters, Graf Krasow, zu erbitten. Feofar Khan ist beeindruckt von Nadja, verweigert jedoch die Freilassung des Grafen, worauf Nadja mithilfe der Zigeunerin Sangarra ihren Vater aus dem Kerker befreien kann. Doch die Flucht misslingt, der Graf wird erschossen und Strogoff fällt in die Hände Feofar Khans. Der Tatarenfürst will den russischen Offizier zur Kooperation bewegen und bietet ihm sogar an, sich an seinem Erzrivalen Ogareff zu rächen.
Als Strogoff ablehnt, lässt Feofar Kahn ihn mit einem glühenden Schwert blenden. Mit Entsetzen hat Nadja dem grausigen Spektakel beigewohnt und nimmt sich jetzt des hilflosen Strogoff an. Nadja gesteht Strogoff ihre Liebe. Den beiden gelingt die Flucht, worauf sie sich besorgt nach Irkutsk aufmachen, nicht wissend, dass Ogareff und seine Schergen ihnen heimlich folgen. Als Nadja und Strogoff das Kloster betreten, in dem sich der Zarewitsch versteckt hält, hat Ogareff dort längst ein Massaker angerichtet. Um seinen Triumph voll auszukosten, schreckt Ogareff nicht davor zurück, den blinden Strogoff zu einem ungleichen Duell herauszufordern ...

Ein weltbekanntes Abenteuer vor der Kulisse des zaristischen Russlands und Sibiriens, eine prachtvolle Ausstattung und eine Besetzung, die es in sich hat - all das vereint die aufwändige Neuverfilmung von Jules Vernes' Erfolgsroman.
   

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