Coma

Spielfilm aus den USA von 1977
Regie Michael Crichton
Drehbuch Michael Crichton, nach einem Roman von Robin Cook
Musik Jerry Goldsmith
Kamera Victor J. Kemper
Darsteller Dr. Susan Wheeler - Geneviève Bujold
Dr. Mark Bellows - Michael Douglas
Dr. Harris - Richard Widmark
Mrs. Emerson - Elizabeth Ashley
Dr. George - Rip Torn
Nancy Greenly - Lois Chiles
Mr. Murphy - Tom Selleck
Dr. Morelind - Harry Rhodes
Computertechniker - Gary Barton
Kelly - Frank Downing
und andere

Die junge Medizinerin Dr. Susan Wheeler arbeitet als Chirurgin am Bostoner Memorial Hospital. Als ihre beste Freundin Nancy in dem Krankenhaus eine Abtreibung vornehmen lassen will und während dieses Routineeingriffs plötzlich in ein Koma fällt, will Susan die Gründe des tragischen Vorfalls klären. Obwohl sämtliche Ärzte, darunter ihr Freund Dr. Mark Bellows, ihr versichern, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt, beginnt Susan, auf eigene Faust zu recherchieren. Sie findet heraus, dass sich die Komafälle seit geraumer Zeit häufen - und diese sich stets im Operationssaal 8 ereigneten.

Obwohl sie für ihr eigenmächtiges Vorgehen vom Chef des Krankenhauses, Dr. George Harris, abgemahnt wird, lässt Susan nicht locker - zumal am nächsten Tag ein weiterer Patient während einer Operation ins Koma fällt und Nancy kurz darauf stirbt. Doch obwohl Susan nun fest davon überzeugt ist, einem Verbrechen auf der Spur zu sein, will nicht einmal ihr Freund Mark ihr glauben und versucht, ihr Misstrauen als Paranoia abzutun - sollte er gar selbst mit den Mördern unter einer Decke stecken?

Ein Krankenhaushandwerker, der Susan auf die richtige Spur führen will, wird ermordet, bevor er ihr seine Beobachtungen schildern kann. Trotzdem kommt sie schließlich dem Geheimnis von Operationssaal 8 auf die Spur: Mittels einer geheimen Mechanik kann man die Sauerstoffzufuhr der Patienten durch Kohlenmonoxid ersetzen und damit ein Koma herbeiführen. Endlich auf der richtigen Fährte, schleicht Susan sich wenig später im hochmodernen, streng überwachten "Jefferson Institute" ein, in das sämtliche Komapatienten der Region verlegt werden. Hier erfährt sie die ganze, grausame Wahrheit: Eine Mafia aus Medizinern betreibt einen großangelegten Organhandel, bei dem die Komapatienten als menschliche "Ersatzteillager" fungieren. Zurück im Memorial Hospital wendet sich die verzweifelte Susan hilfesuchend an Dr. Harris - nicht ahnend, dass es sich bei ihm um den Kopf der Verbrecherbande handelt.

Mit "Coma" hat der Bestsellerautor Michael Crichton einen packenden Thriller inszeniert. Ein raffiniertes Drehbuch, eine stimmungsvolle Kameraführung und hervorragende Darsteller verleihen dem überaus spannenden Film eine beklemmende Atmosphäre ständiger Bedrohung. In den Hauptrollen sind Geneviève Bujold und Oscar-Preisträger Michael Douglas zu sehen, der im Jahr 2009 seinen 65. Geburtstag feierte. Der Sohn des Regisseurs und Leinwandstars Kirk Douglas ist nicht nur einer der populärsten Schauspieler Hollywoods, sondern einer der erfolgreichsten Filmproduzenten der USA. Noch keine 20 Jahre alt, begann der Mann mit dem markant-typischen Douglas-Grübchen im Kinn seine Karriere als Regie-Assistent. Er ließ sich an mehreren Privatschulen zum Schauspieler und Regisseur ausbilden. 1969 gab er sein Kino-Debüt. Drei Jahre später kam sein Durchbruch in der weltweit bekannten Krimiserie "Die Straßen von San Francisco" (1972-1977) als Police-Officer Steve Keller. Neben seiner Schauspielerei baute er seine eigene Produktionsfirma auf. Durch seinen Vater kam Michael Douglas an die Filmrechte für den späteren Kassenknüller "Einer flog über das Kuckucksnest" (1975, fünf Oscars), den er produzierte. Nach diesem sensationellen Erfolg erhielt er sowohl als Produzent als auch als Schauspieler zahlreiche Filmangebote. Beide Fähigkeiten stellte er u. a. in den für vier Oscars nominierten Thriller "Das China-Syndrom" (1975) und dem Kassenschlager "Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil" (1985) unter Beweis. Zu einem Superstar wurde Douglas durch den psychologischen Thriller "Eine verhängnisvolle Affäre" (1987). Für die Verkörperung des Börsenhais Gordon Gekko in "Wall Street" (1987) wurde er mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet Anschließend galt er einige Jahre als bestbezahlter Schauspieler Hollywoods und spielte in einer Reihe von sehr erfolgreichen Blockbustern wie "Der Rosenkrieg" (1990) und "Basic Instinct" (1992). 2003 stand Michael Douglas für "Es bleibt in der Familie" erstmals gemeinsam mit seinem Vater vor der Kamera. Am 11. Juni 2009 wurde er vom American Filminstitute für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
   

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