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Nordafrika, 1942. Das deutsche Afrikakorps unter
Feldmarschall Rommel steht mit italienischen Verbänden
bei El Alamein. Um die Faschisten strategisch zu
schwächen, wird ein amerikanisches Kommando
zusammengestellt, das hinter die feindlichen Linien
vordringen soll. Es besteht aus Italo-Amerikanern,
die fließend Italienisch sprechen. Unter dem
Kommando von Captain Valli und Sergeant Sullivan
sollen die Soldaten eine von Italienern gehaltene
Oase besetzen, ohne den Verdacht der Deutschen zu
erregen. Getarnt durch italienische Uniformen sollen
sie sich als Verbündete der Deutschen ausgeben.
Zunächst scheint alles nach Plan zu laufen
- doch als Valli gegen seinen eigenen Befehl überlebende
Italiener als Gefangene nimmt, statt sie zu töten,
zieht er sich den Zorn des brutalen Sullivan zu.
Wenig später stattet der deutsche Oberleutnant
Heitzel mit seiner Panzereinheit der Oase einen
Besuch ab - der Beginn des gefährlichen Täuschungsmanövers.
Obwohl Heitzels misstrauischer Oberleutnant Rudi
immer wieder Verdacht schöpft, gelingt die
Scharade der Amerikaner: Nach einer feuchtfröhlichen
Feier ziehen die Deutschen wieder ab. Kurz darauf
aber eskaliert die Situation, als den italienischen
Gefangenen die Flucht gelingt. Es kommt zu einer
dramatischen Verfolgungsjagd durch die Wüste.
Zwar kann Sullivan die Italiener in ein Minenfeld
treiben und ausschalten - doch bei seiner Rückkehr
in die Oase beginnt er, offen gegen Valli zu rebellieren.
Damit nicht genug, haben die Amerikaner inzwischen
die Nachricht erhalten, dass ihre Mission abgebrochen
werden soll. Frustration und Zorn machen sich breit.
Als dann überraschend Heitzel auftaucht, spitzt
sich die Lage zu - denn zur gleichen Zeit hat Rudi
von einem überlebenden Italiener die Wahrheit
über die vermeintlichen Verbündeten erfahren.
Die deutschen Panzer greifen die Oase an - es kommt
zu einer erbitterten Schlacht, die kaum einer der
Männer überlebt.
"Himmelfahrtskommando El Alamein" ist
ein packender, actionreicher Kriegsfilm. Vor dem
Hintergrund des nordafrikanischen Wüstenfeldzugs
macht der Film bei aller Spannung zugleich auch
die Absurdität und den Wahnsinn des Krieges
deutlich. In den Hauptrollen glänzen Lee Van
Cleef und Joachim Fuchsberger. In einer Nebenrolle
ist der junge Götz George zu sehen.
Lee Van Cleef, dessen Geburtstag sich am 9.11.2009
zum 85. Mal jährte, wurde als Sohn holländischer
Auswanderer auf einer Farm in New Jersey geboren.
Mit 18 ging er zur Marine, danach arbeitete er in
verschiedenen Berufen, u.a. als Journalist. Ohne
die Absicht Schauspieler zu werden, trat er in einer
Reihe von Amateurgruppen auf. Stanley Kramer entdeckte
ihn für den Film und engagierte ihn für
die Rolle des Banditen Jack Colby in "Zwölf
Uhr mittags" (1952). Danach spielte Lee Van
Cleef lange Zeit Nebenrollen in Hollywood. Das änderte
sich über Nacht, als Sergio Leone ihn neben
dem noch weniger bekannten Clint Eastwood in dem
Italo-Western "Für ein paar Dollar mehr"
(1965) besetzte. Aus dem Mann mit dem scharf geschnittenen,
Wetter gegerbten Gesicht, dem finsteren Blick, der
Hakennase und dem tief ins Gesicht gezogenen Hut
wurde ein Star. Als Leone 1966 seinen meisterhaften
Western "Zwei glorreiche Halunken" drehte,
war Lee Van Cleef wieder dabei und etablierte sich
in der Folge zu einem der populärsten Stars
des Italowesterns. Meist spielte er abgebrühte,
clevere Kopfgeldjäger oder desillusionierte
Revolverhelden, dazu gehört auch "Der
Gehetzte der Sierra Madre" (1966, Regie: Sergio
Leone). Ein weiterer Höhepunkt seiner Italowestern-Karriere
wurde auch "Sabata" (1970) und "Sabata
kehrt zurück" (1971), im dritten Teil
"Adios Sabata" musste er die Rolle dann
allerdings an Yul Brynner abgeben. Nach dem Abebben
der Italowestern-Welle blieben interessante Rollenangebote
aus, ihm fehlte - im Gegensatz z. B. zu Clint Eastwood
- das Charisma eines Vollblutschauspielers. Trotzdem
drehte er eine Vielzahl von TV-Filmen und -Serien.
Lee Van Cleef starb im Dezember 1989 an einem Herzanfall.
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