Edward, mein Sohn

Spielfilm aus Großbritannien von 1948
Regie George Cukor
Drehbuch Donald Ogden Stewart, nach einem Bühnenstück von Robert Morley und Noel Langley
Musik John Wooldridge
Kamera Freddie Young
Darsteller Arnold Boult - Spencer Tracy
Evelyn Boult - Deborah Kerr
Dr. Larry Woodhope - Ian Hunter
Bronton - James Donald
Harry Simpkin - Mervyn Johns
Eileen Perrin - Leueen MacGrath
Mr. Hanray - Felix Aylmer
Mr. Kedner - Walter Fitzgerald
Betty Foxlev - Tilsa Page
Walter Prothin - Ernest Jay
Phyllis Mayden - Harriette Johns
Ellerby - Colin Gordon
und andere

Arnold Boult und seine Frau Evelyn leben in bescheidenen Verhältnissen, als ihnen ein Sohn geboren wird. Der kleine Edward soll es einmal besser haben, schwört sich der stolze Vater. Mit sechs Jahren stellt sich bei dem Jungen ein schweres Hüftleiden ein. Dr. Woodhope verweist Boult an einen Spezialisten in der Schweiz, der Edward operieren könnte, der Eingriff sei aber sehr teuer. Um die Operation bezahlen zu können, lässt Boult sich zu einer Brandstiftung hinreißen und kassiert eine größere Versicherungssumme.

Das ist der Anfang einer großen geschäftlichen Karriere. Edwards künftiger Position zuliebe opfert Arnold rücksichtslos alte Freunde wie Harry Simpkin, aber der Junge entwickelt sich wenig erfreulich, woran
sein Vater nicht unschuldig ist. Von ihrem Mann enttäuscht und betrogen, beginnt Evelyn Boult zu trinken und wird zu einem physischen und psychischen Wrack. Am Ende hat Boult Sohn und Frau verloren und jagt einem Enkel nach, von dem er zunächst nichts wissen wollte.

Wie im zugrunde liegenden Bühnenstück ist der Sohn Edward, um den sich alles dreht, auch im Film nicht ein einziges Mal zu sehen. Dieser dramaturgische Kunstgriff lässt das skrupellose Treiben seines Vaters, der sich einredet, er tue alles nur seinem Sohn zuliebe, noch monströser erscheinen. Spencer Tracy muss hier gegen sein Image als sympathischer und väterlicher Partner anspielen; George Cukor inszenierte den Film in einer langen Rückblende, aus der sich der Zuschauer ein Urteil über Arnold Boult bilden soll.
   

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