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1854, kurz vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs.
An der Militärakademie von West Point bereitet
sich ein Offiziersjahrgang auf den Abschluss vor.
Ernsthafte Meinungsverschiedenheiten zwischen den
angehenden Absolventen beschwören den Nord-Südstaaten-Konflikt
und die Sklavenfrage herauf. Der Südstaatler
Rader provoziert mit Propagandaschriften seine Kollegen
und muss nach einem Streit mit Jeb Stuart und George
Custer die Militärakademie verlassen. Die Streithähne
werden wegen der Disziplinverletzung nach Kansas
an die vorderste Front abkommandiert, wo der religiöse
Fanatiker und erbitterte Gegner der Sklaverei John
Brown mit einer Schar von Anhängern den Aufstand
probt.
Stationiert in Fort Leavenworth, erhalten die frisch
ausgebildeten Offiziere den ehrenvollen, aber gefährlichen
Auftrag, eine Frachtkarawane zu begleiten. Stuart
und Custer fällt die Mission besonders schwer,
da sich beide in die hübsche Kit Holliday verliebt
haben.
Unterwegs wird die Wagenkolonne von John Brown und
seiner Bande angehalten und um eine Waffenladung
beraubt. Aber dank eines raschen und tapferen Einsatzes
gelingt es dem Begleitschutz, die Rebellen in die
Flucht zu schlagen. Bei einer weiteren Aktion wird
eine von Brown im Stich gelassene Gruppe von Schwarzen
aus den Flammen gerettet. Als Stuart beim Militärball
seine geliebte Kit endlich um ihre Hand bitten will,
verhindert dies eine Schreckensnachricht: John Brown
bläst zum Angriff auf das große Waffenarsenal
von Harper's Ferry.
Zum gleichen Zeitpunkt taucht auch der Erzfeind
und Verräter Rader auf, der nach seiner Relegation
von der Akademie für John Browns Sache kämpft.
Nun ist ihm jedoch das Schicksal des Vaterlandes
wichtiger als Hass, und im entscheidenden Kampf
gelingt den Militärs der Sieg über John
Browns Truppe.
Michael Curtiz' "Land der Gottlosen" hält
sich nur grob an die historischen Wahrheiten - er
wollte einfach einen "großen, effektvollen
Film" machen, was ihm auch erfolgreich gelang.
Nicht zuletzt dank seiner Stars, zu denen neben
Errol Flynn und Roland Reagan Olivia de Havilland
gehört. Die "Königin der Kostümfilme",
die seit Jahrzehnten in Paris lebt, feierte 2006
ihren 90. Geburtstag. Entdeckt hat sie der Regisseur
Max Reinhardt, dann nahm sie Warner Brothers unter
Vertrag, und sie wurde die ideale Partnerin Errol
Flynns in seinen von Michael Curtiz inszenierten
Mantel-und-Degen-Filmen ("Unter Piratenflagge",
"Robin Hood - König der Vagabunden").
Pikanterweise hatte sie sich geweigert, mit Flynn
ein weiteres Mal in "Land der Gottlosen"
ein Liebespaar darzustellen, doch ohne Erfolg.
1939 spielte sie im Kriegsepos "Vom Winde verweht",
danach sorgte sie mit einer Klage gegen Warner Brothers,
die sie mit einem Sieben-Jahres-Vertrag fesselten,
für Aufregung. Olivia de Havilland siegte,
durfte aber drei Jahre nicht spielen. 1946 startete
sie ein erfolgreiches Comeback, für "Mutterherz"
erhielt sie den Oscar, sie begeisterte in der Doppelrolle
der bösen und guten Schwester in "Der
schwarze Spiegel" (1946) oder als Patientin
einer Nervenheilanstalt in "Die Schlangengrube"
(1948). Für die Hauptrolle in William Wylers
"Die Erbin" bekam sie den zweiten Oscar.
Nach ihrer zweiten Heirat 1955 spielte sie lieber
am Broadway Theater.
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