Land der Gottlosen

Spielfilm aus den USA von 1940
Regie Michael Curtiz
Drehbuch Robert Buckner
Musik Max Steiner
Kamera Sol Polito
Darsteller Jeb Stuart - Errol Flynn
Kit Carson Holliday - Olivia de Havilland
John Brown - Raymond Massey
George Armstrong Custer - Ronald Reagan
Tex Bell - Alan Hale
Bob Holliday - William Lundigan
Carl Rader - Van Heflin
Jason Brown - Gene Reynolds
Cyrus Holliday - Henry Ò'Neill
Oliver Brown - Alan Baxter
und andere

1854, kurz vor Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs. An der Militärakademie von West Point bereitet sich ein Offiziersjahrgang auf den Abschluss vor. Ernsthafte Meinungsverschiedenheiten zwischen den angehenden Absolventen beschwören den Nord-Südstaaten-Konflikt und die Sklavenfrage herauf. Der Südstaatler Rader provoziert mit Propagandaschriften seine Kollegen und muss nach einem Streit mit Jeb Stuart und George Custer die Militärakademie verlassen. Die Streithähne werden wegen der Disziplinverletzung nach Kansas an die vorderste Front abkommandiert, wo der religiöse Fanatiker und erbitterte Gegner der Sklaverei John Brown mit einer Schar von Anhängern den Aufstand probt.

Stationiert in Fort Leavenworth, erhalten die frisch ausgebildeten Offiziere den ehrenvollen, aber gefährlichen Auftrag, eine Frachtkarawane zu begleiten. Stuart und Custer fällt die Mission besonders schwer, da sich beide in die hübsche Kit Holliday verliebt haben.

Unterwegs wird die Wagenkolonne von John Brown und seiner Bande angehalten und um eine Waffenladung beraubt. Aber dank eines raschen und tapferen Einsatzes gelingt es dem Begleitschutz, die Rebellen in die Flucht zu schlagen. Bei einer weiteren Aktion wird eine von Brown im Stich gelassene Gruppe von Schwarzen aus den Flammen gerettet. Als Stuart beim Militärball seine geliebte Kit endlich um ihre Hand bitten will, verhindert dies eine Schreckensnachricht: John Brown bläst zum Angriff auf das große Waffenarsenal von Harper's Ferry.

Zum gleichen Zeitpunkt taucht auch der Erzfeind und Verräter Rader auf, der nach seiner Relegation von der Akademie für John Browns Sache kämpft. Nun ist ihm jedoch das Schicksal des Vaterlandes wichtiger als Hass, und im entscheidenden Kampf gelingt den Militärs der Sieg über John Browns Truppe.

Michael Curtiz' "Land der Gottlosen" hält sich nur grob an die historischen Wahrheiten - er wollte einfach einen "großen, effektvollen Film" machen, was ihm auch erfolgreich gelang. Nicht zuletzt dank seiner Stars, zu denen neben Errol Flynn und Roland Reagan Olivia de Havilland gehört. Die "Königin der Kostümfilme", die seit Jahrzehnten in Paris lebt, feierte 2006 ihren 90. Geburtstag. Entdeckt hat sie der Regisseur Max Reinhardt, dann nahm sie Warner Brothers unter Vertrag, und sie wurde die ideale Partnerin Errol Flynns in seinen von Michael Curtiz inszenierten Mantel-und-Degen-Filmen ("Unter Piratenflagge", "Robin Hood - König der Vagabunden"). Pikanterweise hatte sie sich geweigert, mit Flynn ein weiteres Mal in "Land der Gottlosen" ein Liebespaar darzustellen, doch ohne Erfolg.
1939 spielte sie im Kriegsepos "Vom Winde verweht", danach sorgte sie mit einer Klage gegen Warner Brothers, die sie mit einem Sieben-Jahres-Vertrag fesselten, für Aufregung. Olivia de Havilland siegte, durfte aber drei Jahre nicht spielen. 1946 startete sie ein erfolgreiches Comeback, für "Mutterherz" erhielt sie den Oscar, sie begeisterte in der Doppelrolle der bösen und guten Schwester in "Der schwarze Spiegel" (1946) oder als Patientin einer Nervenheilanstalt in "Die Schlangengrube" (1948). Für die Hauptrolle in William Wylers "Die Erbin" bekam sie den zweiten Oscar. Nach ihrer zweiten Heirat 1955 spielte sie lieber am Broadway Theater.
   

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