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Die bildhübsche Postangestellte Gina Frigeni
und der Busfahrer Riccardo Starani leben seit längerem
zusammen, haben gemeinsam den vierjährigen
Sohn Enrico. Alles läuft in geregelter, friedlicher
Bahn, einziger Störenfried ist Riccardos Noch-Ehefrau
Paola, die ihn immer wieder mit Geldforderungen
quält und die Scheidung verweigert. Eines Tages
erhält Gina den poetischen Brief eines Unbekannten,
der sich Saverio nennt, es ist der Beginn einer
Kette von Briefen und Geschenken. Riccardo ist eifersüchtig,
doch Gina gelingt es, ihn von ihrer Unschuld zu
überzeugen. Doch als Saverio persönlich
auftaucht, spitzt sich die Situation zu. Der junge
manisch-depressive Mann, der bei seiner Mutter Amalia
Rovetti lebt, investiert all seine Gefühle
in das Objekt seiner Begierde.
Riccardo versucht, Saverio aus dem gemeinsamen Leben
mit Gina zu entfernen, das bis jetzt eine sichere
Zuflucht für ihn war. Doch Saverio ist hartnäckig.
Zunächst erweckt er nur Ginas Mitleid, aber
je mehr Riccardo gegen die Bedrohung durch den Rivalen
ankämpft, desto mehr fühlt sie sich von
Saverios sensiblem Charakter angezogen. Die Höhen
und Tiefen zwischen jubelnder Fröhlichkeit
und dunkler Verzweiflung, Symptome der psychischen
Erkrankung, seine leidenschaftliche Verehrung, ziehen
sie an. Dennoch verbietet sie ihm, sie weiterhin
mit Blumen und Briefen zu überschütten.
Saverio reagiert auf die Zurückweisung seiner
Liebe mit aggressiver Verzweiflung.
Alessandro D'Alatri, Jahrgang 1955, arbeitete als
Assistent der berühmtesten Werbefilmer der
Welt, bevor er 1984 seine ersten Werbespots selbst
produzierte. 1991 drehte er mit "Der rote Amerikaner"
seinen ersten Spielfilm, der ihm den Donatello-Preis
für das beste Regiedebüt des Jahres und
den Golden Globe für die beste Kamera einbrachte.
Mit "Ohne Haut" drehte D'Alatri ein einfühlsam
gespieltes, melancholisches und anrührendes
Drama, in dem das alltägliche Leben plötzlich
in Frage gestellt wird. Zugleich ist "Ohne
Haut" eine sensible Reflexion über die
gesellschaftliche Definition der Begriffe "gesund"
und "krank".
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