Unschuld im Kreuzverhör

Italienisch-französischer Spielfilm von 1959
Regie Damiano Damiani
Drehbuch Damiano Damiani und Cesare Zavattini
Musik Giovanni Fusco
Kamera Pier Ludovico Pavoni
Darsteller Gino Luciani - Pierre Brice
Silvana De Carli - Laura Vivaldi
Kommissar Fioresi - Pietro Germi
Lorella Severano - Giorgia Moll
Nora De Carli - Bella Darvi
Brigadiere der Polizei - Nino Marchetti
Dr. Mauri - Ivano Staccioli
Vincenzo - Renato Mambor
und andere

Eine Prostituierte ist in ihrer Wohnung ermordet worden. Die Polizei findet weder Spuren noch Hinweise auf das Tatmotiv. Doch ein junges Mädchen weiß mehr, als es zunächst zu sagen bereit ist ...

"Damianis Erstlingsfilm ist ein raffiniert konstruiertes Kriminaldrama, konsequent unspektakulär bei genauer Milieuzeichnung inszeniert und vorzüglich gespielt" (Lexikon des Internationalen Films).

Als "faszinierendes Zeitbild" wurde der Film in San Sebastian mit dem Preis der Filmkritik ausgezeichnet. Seit den Sechzigerjahren gilt Damiano Damiani neben Elio Petri und Francesco Rosi als einer der führenden Regisseure, die hochbrisante Mafia-Skandal- und Korruptionsaffären als spannende Actionfilme ins Kino bringen.

Pierre Brice spielt den jugendlichen Täter, der bekannte Regisseur Pietro Germi (u.a. "Scheidung auf italienisch") den untersuchenden Kommissar. Drei Jahre später begann der Aufstieg von Pierre Brice (Baron Pierre Louis de Bris) zum internationalen Star, als er das erste Mal als "Winnetou" in "Der Schatz im Silbersee" auf der Leinwand zu sehen war.
Es folgten bis 1968 zehn weitere Karl-May-Verfilmungen, die ihm zwar Ruhm und Preise einbrachten, aber ihn auch für immer mit der Rolle des ehrlichen Apachenhäuptlings verschweißten. "Winnetou ist mein Schicksal" - so Brice in einem Interview. Er spielte diese Rolle auch in Serien und auf Freilichtbühnen. Als nunmehr gefragten Darsteller spielte er darüber hinaus in Unterhaltungsfilmen und der anspruchsvollen Kriminalkomödie "Die Puppe des Gangsters".

Seit den Siebzigerjahren ist der Franzose vorrangig im Fernsehen zu sehen und konzentriert sich wieder auf das Theater, mit dem seine Karriere Anfang der Fünfzigerjahre begann.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved