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Mit der Aufführung seines jüngsten Spielfilms
in der sizilianischen Hauptstadt Palermo sorgt Giacomo
Solaris, ein italienischer Regisseur, für politisches
Aufsehen. Im Film wird ein Staatsanwalt ermordet,
der mit der Mafia zusammengearbeitet hat. Ein Mitarbeiter
des örtlichen Staatsanwalts erblickt in der
Filmstory eine unzulässige Anspielung auf seinen
Chef Traini und will den Spielfilm beschlagnahmen
lassen. Traini sieht sich den Film persönlich
an und spielt den Fall herunter. Er will nichts
gegen Solaris unternehmen. Im Gegenteil. Er lädt
Solaris sogar zu sich nach Hause ein, wo der Regisseur
führende Vertreter des öffentlichen Lebens
und einige Persönlichkeiten trifft, die im
Ruf stehen, Verbindungen zur Mafia zu haben.
Alle sind freundlich zu dem Filmemacher bis auf
Trainis schöne Frau Antonia, die Solaris ihre
Ablehnung offen zeigt. Obwohl Solaris keine Beweise
für Trainis Beziehungen zur Mafia findet, ist
er von der Verstrickung des Staatsanwalts in kriminelle
Machenschaften überzeugt. Als Solaris die Stadt
verlassen will, erfährt er die sensationelle
Nachricht des Tages: Traini wurde auf offener Straße
erschossen. Das Verbrechen schlägt hohe Wellen
und beschäftigt die Öffentlichkeit weit
über Sizilien hinaus. Solaris bleibt in der
Stadt und stellt eigene Ermittlungen an. Nach dem
Bekanntwerden eines Bauskandals und einiger zwielichtiger
Finanzgeschäfte, in die zwei wichtige Politiker
verwickelt sind, die beide gute Kontakte zu Traini
unterhalten haben, versucht Solaris, über Antonia
den Beweis anzutreten, dass der ermordete Staatsanwalt
korrupt gewesen sei. Doch seine Ermittlungen ergeben
eine überraschende Wende ...
Der Film beruht auf einem authentischen Fall aus
dem Jahre 1971. Für die Rolle des Regisseurs
dürften wohl Damiano Damianis (geb. 1922) eigene
Erfahrungen mit den Behörden und der Presse
Pate gestanden haben. Damiani, einer der bekanntesten
italienischen Filmregisseure, hat sich immer wieder
mit der Verflechtung von Politik und Mafia auseinandergesetzt
- so u.a. in "Der Tag der Eule" (1967)
und "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauerte"
(1970). Auch in diesen beiden Filmen spielt Franco
Nero die Hauptrolle. In der Zusammenarbeit mit Damiani
entwickelte sich Franco Nero zu einem der wichtigsten
Protagonisten des italienischen politischen Krimis.
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