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Einen wahren Marathon muss Übersetzer Andrej
Busykin im täglichen Leben laufen: Er eilt
von der Gattin zur Geliebten, hetzt zwischen Schreibtisch
und Lehrstuhl hin und her, joggt in der Frühe
mit dem ausländischen Kollegen. Er kann einfach
nicht "nein" sagen und kommt deshalb nie
an.
Der russische Regisseur Georgi Danelija zeichnet
mit Andrej Busykin eine Gestalt, wie sie uns aus
der Literatur seines Landes gut vertraut ist. Es
ist der Schlendrian, der sich treiben lässt,
der Angst vor der Auseinandersetzung hat und sich
in Lebenslügen verstrickt. "Offen mit
der Unmoral der Hauptfigur kokettierend, bietet
der Film ein hintersinnig unprätentiös
inszeniertes Vergnügen", urteilt das Internationale
Filmlexikon. Danelija gelang damit eine liebenswert-scharfsichtige
Komödie, die wenig an Aktualität verloren
hat.
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