Schatten der Liebe

Spielfilm Ungarn/BRD 2000
Regie Krisztina Deák
Drehbuch Krisztina Deák, nach einem Roman von Pál Závada
Musik György Selmeczi
Kamera Gábor Balog
Darsteller Jadviga - Ildikó Tóth
Ondris - Viktor Bodó
Franci - Roman Luknár
Mamovka - Mari Csomós
Gregor - Djoko Rossich
Bacovszky, Priester - Marián Labuda
Szilágyi - Dénes Ujlaky
Irmus - Eszter Ónodi
Miki Buchbinder - Béla Fesztbaum
Pali Rosza - Sándor Csányi
u. a.

Ungarn zwischen den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Es gibt keinen glücklicheren Menschen auf der Welt als Ondris, der sich vom Junggesellenleben verabschiedet, um die Frau seiner Träume zu heiraten. Jadviga kommt aus Deutschland und ist die Pflegetochter seines verstorbenen Vaters. Von je her übte die schöne, geheimnisvolle Jadviga eine magische Anziehungskraft auf ihn aus und Ondris ist erfüllt von leidenschaftlicher Sehnsucht nach ihr. Auch Jadviga schaut der Zukunft mit Ondris hoffnungsvoll entgegen und hat den aufrichtigen Wunsch, mit ihm eine glückliche Ehe zu führen. Doch schon bald fallen erste Schatten auf ihr junges Glück. Jadviga hat bereits eine unglückliche Liebesaffäre hinter sich und kann sich in ihren Gefühlen Ondris nicht öffnen. Unverhofft besucht Franci, ein Freund von Ondris, die Jungvermählten. Ondris hat keine Ahnung, dass er die erste Liebe seiner Frau war.

Zu dieser Zeit erhält Ondris einen Einberufungsbefehl. Jadviga beschwört ihn, sich als selbständiger Landwirt freistellen zu lassen. Nach kurzer Zeit ist er tatsächlich wieder zu Hause, doch fortan soll er als Informant für die örtlichen Behörden arbeiten und die slowakische Minderheit ausspionieren. Ein Kind scheint Ruhe in die Gefühlswelt beider zu bringen, doch in Wirklichkeit hat Jadviga erneut eine leidenschaftliche Beziehung mit Franci begonnen und gibt ihm, was sie Ondris verwehrt. Ab diesem Zeitpunkt leben sich Ondris und Jadviga immer mehr auseinander. Jadviga verkraftet es nicht, Ehefrau und Geliebte zu sein, zumal sie von Franci ein Kind erwartet. Ondris wiederum zerbricht an seiner unerfüllten Liebe und dem Verrat an seinen Freunden.

"Schatten der Liebe" erzählt die Geschichte einer zerstörerischen Liebe, qualvollen Ehe und zügellosen Leidenschaft. So zerrissen wie ihre Protagonisten, ist auch das Land, in dem die Geschichte spielt. Béla-Bálasz-Preisträgerin Krsztina Déak (Jahrgang 1953) drehte den Film nach einem Roman von Pál Závada. Auf dem Ungarischen Filmfestival 2000 erhielt "Schatten der Liebe" den Spezialpreis der Jury.
   

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