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Ungarn zwischen den ersten zwei Jahrzehnten des
20. Jahrhunderts. Es gibt keinen glücklicheren
Menschen auf der Welt als Ondris, der sich vom Junggesellenleben
verabschiedet, um die Frau seiner Träume zu
heiraten. Jadviga kommt aus Deutschland und ist
die Pflegetochter seines verstorbenen Vaters. Von
je her übte die schöne, geheimnisvolle
Jadviga eine magische Anziehungskraft auf ihn aus
und Ondris ist erfüllt von leidenschaftlicher
Sehnsucht nach ihr. Auch Jadviga schaut der Zukunft
mit Ondris hoffnungsvoll entgegen und hat den aufrichtigen
Wunsch, mit ihm eine glückliche Ehe zu führen.
Doch schon bald fallen erste Schatten auf ihr junges
Glück. Jadviga hat bereits eine unglückliche
Liebesaffäre hinter sich und kann sich in ihren
Gefühlen Ondris nicht öffnen. Unverhofft
besucht Franci, ein Freund von Ondris, die Jungvermählten.
Ondris hat keine Ahnung, dass er die erste Liebe
seiner Frau war.
Zu dieser Zeit erhält Ondris einen Einberufungsbefehl.
Jadviga beschwört ihn, sich als selbständiger
Landwirt freistellen zu lassen. Nach kurzer Zeit
ist er tatsächlich wieder zu Hause, doch fortan
soll er als Informant für die örtlichen
Behörden arbeiten und die slowakische Minderheit
ausspionieren. Ein Kind scheint Ruhe in die Gefühlswelt
beider zu bringen, doch in Wirklichkeit hat Jadviga
erneut eine leidenschaftliche Beziehung mit Franci
begonnen und gibt ihm, was sie Ondris verwehrt.
Ab diesem Zeitpunkt leben sich Ondris und Jadviga
immer mehr auseinander. Jadviga verkraftet es nicht,
Ehefrau und Geliebte zu sein, zumal sie von Franci
ein Kind erwartet. Ondris wiederum zerbricht an
seiner unerfüllten Liebe und dem Verrat an
seinen Freunden.
"Schatten der Liebe" erzählt die
Geschichte einer zerstörerischen Liebe, qualvollen
Ehe und zügellosen Leidenschaft. So zerrissen
wie ihre Protagonisten, ist auch das Land, in dem
die Geschichte spielt. Béla-Bálasz-Preisträgerin
Krsztina Déak (Jahrgang 1953) drehte den
Film nach einem Roman von Pál Závada.
Auf dem Ungarischen Filmfestival 2000 erhielt "Schatten
der Liebe" den Spezialpreis der Jury.
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