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Während Lise Tanquerelles Profession als resolute
Kriminalkommissarin ihrer Beziehung zu Antoine Lemercier,
seines Zeichens Professor für Altgriechisch,
in "Ein verrücktes Huhn" immer in
die Quere kam, ist sie in der Fortsetzung der Komödie
überaus von Nutzen. Doch danach sieht es am
Anfang der Films gar nicht aus: Während nämlich
der künftige Ehemann gemeinsam mit den geladenen
Gästen pünktlich im Pariser Standesamt
erscheint, hebt die Braut noch rasch eine Lasterhöhle
samt einer Bande von Rauschgiftschmugglern aus -
überraschend und knallhart, so wie die Pariser
Unterwelt die Kommissarin fürchtet. In letzter
Minute schafft es Lise dennoch zur Trauung. Nun
endlich ein glückliches Ehepaar, reisen die
beiden sofort in die Flitterwochen nach Griechenland,
wild entschlossen, besinnliche Ferien zu erleben.
Antoine nutzt die Gelegenheit, nunmehr der Liebsten
seine Profession näherzubringen und doziert
über antike Ausgrabungen. Dabei treffen sie
auf Charles-Hubert Pochet, Franzose wie sie, Archäologe
und gerade glücklicher Ausgräber eines
offensichtlich wertvollen Torsos einer antiken Statue
- es könnte sich um einen Teil von Aphrodite
handeln, einer Statue aus dem fünften Jahrhundert
vor Christus. Während Pochet den einzigartigen
Fund dem Louvre vermachen will, denkt seine attraktive
Frau Agnès, die endlich ein Auto besitzen
will, über einen heimlichen Verkauf nach. Sie
beauftragt den Trödler Aristoteles, den Torso
zu stehlen und dem ominösen Kunsthändler
Hermann von Blankenberg anzubieten.
Eigentlich wollen sich Lise und Antoine da raushalten,
aber als Lise Aristoteles mit dem Torso auf einem
Boot entdeckt, geht die Kriminalistin mit ihr durch
und schon sind sie mittendrin in einer ebenso verrückten
wie gefährlichen Jagd nach dem Torso. Aristoteles
aber kann sich aus dem Staub machen. Als Charles-Hubert
und Antoine ihn wenig später finden, ist er
tot und der Torso verschwunden. Schon zwei Minuten
später trifft merkwürdigerweise die Polizei
ein und der griechische Kommissar Spiratos - der
Franzosen und alle anderen Ausländer nicht
leiden kann - verhaftet die beiden als Mörder
von Aristoteles. Als am nächsten Morgen eine
Tatortbesichtigung stattfinden soll, entführt
Agnès das Schiff mit den beiden Inhaftierten.
Lise, die nach Frankreich abgeschoben werden soll,
schließt sich den anderen an. Zu viert müssen
sie jetzt nicht nur den Torso, sondern auch den
Mörder von Aristoteles finden. Dass Lises einschlägige
Erfahrungen mit Dieben, Mördern und Verbrechern
dabei von höchstem Nutzen sind, steht außer
Frage. So wird aus den beiden Paaren ein ebenso
cleveres wie gut gelauntes Quartett, das nicht nur
das Polizeiauto samt griechischem Kommissar entführt,
sondern schließlich auch in dem Felsenkloster
Agios Stefanos landet, wo die Kunsträuber zu
ihrer letzten Schandtat ansetzen.
Komödienspezialist Philippe de Broca knüpft
mit "Wer hat den Schenkel von Jupiter geklaut?"
an die Geschichte und den Erfolg seiner Kriminalkomödie
"Ein verrücktes Huhn" an. Die vergnügliche
Verfolgungsjagd spielt sich vor der traumhaften
landschaftlichen Kulisse Griechenlands ab: an sonnigen
Stränden, in felsigem Gebirge und auf bunten
Marktplätzen. Sie ist gewürzt mit reichlich
Situationskomik, Gags und Pointen und baut auf dieselben
Hauptdarsteller: Annie Girardot und Philippe Noiret,
assistiert von Francis Perrin und der attraktiven
Catherine Alric als Ehepaar Pochet. Ein ebenso ungewöhnliches
wie munteres Quartett, das dieses Filmspektakel
zum genüsslichen Filmvergnügen werden
lässt.
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