Carrie - Des Satans jüngste Tochter

Spielfilm USA 1976
Regie Brian de Palma
Drehbuch Lawrence D. Cohen, nach dem Roman "Carrie" von Stephen King
Musik Pino Donaggio
Kamera Mario Tosi
Darsteller Carrie White - Sissy Spacek
Margaret White - Piper Laurie
Billy Nolan - John Travolta
Sue Snell - Amy Irving
Tommy Ross - William Katt
Chris Hargensen - Nancy Allen
Mrs. Eleanor Snell - Priscilla Pointer
Miss Collins - Betty Buckley
Norma Watson - P. J. Soles
Mr. Fromm - Sydney Lassick
Mr. Henry Morton - Stefan Gierash
und andere

Carrie White ist von ihrer frömmelnden Mutter, für die alles Sexuelle sündhaft und teuflisch ist, niemals aufgeklärt worden. So reagiert das junge Mädchen mit einem Schock, als es nach einer Sportstunde unter der Dusche in der Schule seine erste Monatsblutung bekommt. Carries Mitschülerinnen verhöhnen die ohnehin Ungeliebte erbarmungslos. Miss Collins, die Sportlehrerin, möchte Carrie helfen, begeht aber einen schweren Fehler, als sie die anderen Mädchen der Klasse für deren Gemeinheiten hart bestraft. Um sich an Carrie zu rächen, schmiedet Chris mit ihrem Freund Billy ein grausames Komplott: Tommy Ross muss die völlig überraschte Carrie zum Jahresabschlussball einladen. Dort erlebt sie im Augenblick ihres scheinbar ersten Triumphs eine neue, schreckliche Demütigung. In dieser unerträglichen Situation setzt das gepeinigte Mädchen seine telekinetischen Kräfte ein, die es in der Pubertät entwickelt hat, und verwandelt den Saal in ein Inferno.

Zwei Männer, heute weltberühmt, aber damals noch unbekannte Anfänger, taten sich 1976 zusammen und schufen einen der besten Gruselthriller: Stephen King und Brian de Palma. Beim Schreiben soll sich der Schriftsteller entsetzlich gequält haben, und die Story soll fast im Müll gelandet sein. Heute ist der "Herr des Horrors" einer der bekanntesten Autoren der Welt und viele seiner Romane wurden verfilmt ("Shining", "Christine", "Friedhof der Kuscheltiere" u. a.). Doch keiner ist so brillant inszeniert wie Brian de Palmas erster großer Kinoerfolg.

Hervorhebenswert de Palmas Einsatz von Musik (Pino Donaggio) und die suggestive Fotografie seines Kameramanns Mario Tosi. Den technischen Leistungen ebenbürtig sind die Darsteller: Die damals 27-jährige Sissy Spacek ist als 15-jähriger Teenager ebenso überzeugend wie Piper Laurie nach 15 Jahren Filmabstinenz als von religiösem Wahn beseelte Mutter. Beiden wurde eine Oscar-Nominierung zuteil. Betty Buckley und Amy Irving gaben hier ihr Filmdebüt.
   

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