Die Brücke von Ambreville

Spielfilm Frankreich 1999
Regie Gérard Depardieu und Frédéric Auburtin
Drehbuch Francois Dupeyron, nach dem Roman "Un pont entre deux rives" von Alain Leblanc
Musik Frédéric Auburtin
Kamera Pascal Ridao
Darsteller Mina - Carole Bouquet
Georges - Gérard Depardieu
Matthias - Charles Berling
Tommy - Stanislas Crevillén
Claire Daboval - Dominique Reymond
Lisbeth - Mélanie Laurent
Babet - Michèle Goddet
und andere

Eine kleine Stadt in der Normandie im Jahr 1962. Seit 15 Jahren ist Mina mit dem gutmütigen Handwerker Georges verheiratet. Die beiden haben einen 15-jährigen Sohn namens Tommy. Auf den ersten Blick scheinen sie ein zufriedenes Familienleben zu führen. Doch Mina ist unglücklich: mit ihrer Ehe, mit ihrem Hausfrauendasein, mit ihrer Perspektivlosigkeit. Um den tristen Alltag wenigstens zeitweise zu vergessen, flüchtet sie ins Kino. In Filmen wie "Jules & Jim" oder "West Side Story" träumt sie sich in jene Lebenswelten hinein, die sie selbst wohl nie kennenlernen wird. Bei einem dieser Kinobesuche macht sie die Bekanntschaft des Pariser Ingenieurs Matthias. Vom ersten Moment an fühlt Mina sich zu dem jüngeren Mann, der so ganz anders ist als der etwas einfach gestrickte Georges, hingezogen. Schließlich lässt sie sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit Matthias ein.

Zur gleichen Zeit bekommt Georges nach einer bedrückenden Phase der Arbeitslosigkeit eine Stelle: beim Bau einer großen Seine-Brücke, der ausgerechnet unter der Leitung von Matthias steht. Da Georges durch die Arbeit nur noch am Wochenende zu Hause ist, können Mina und Matthias sich ungestört treffen. Tommy, vor dem Mina ihren Seitensprung kaum verheimlicht, wird durch seine Mitwisserschaft in einen schweren Gewissenskonflikt gestürzt, stellt sich aber hinter seine Mutter, als er erkennt, wie sehr sie durch ihr neu gewonnenes Liebesglück auflebt. Es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis auch Georges hinter das Geheimnis seiner Frau kommt. Trotz der Demütigung reagiert er besonnen und sogar verständnisvoll. Er hofft, dass die Affäre bald von selbst ein Ende findet. Doch Mina ist fest entschlossen, mit Matthias ein neues Leben zu beginnen.

Die meisten Kinogänger kennen Gérard Depardieu vor allem als vielseitigen und imposanten Schauspieler. Mit dem Liebesmelodram "Die Brücken von Ambreville" nach dem Bestseller von Alain Leblanc beweist der Charakterdarsteller, dass er auch als Regisseur ein gutes Händchen hat. In der Tradition von Clint Eastwoods "Die Brücken am Fluss" erzählt der Film von einer verheirateten Frau, die durch die Liebe zu einem anderen Mann jene Erfüllung findet, die ihre Ehe ihr nicht geben konnte. Ironie des Schicksals: Hauptdarstellerin Carole Bouquet, Depardieus Lebensgefährtin im Film und im Leben, trennte sich 2005 von ihm. Die Rolle des charmanten Liebhabers Matthias spielt Charles Berling.
   

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