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Eine kleine Stadt in der Normandie im Jahr 1962.
Seit 15 Jahren ist Mina mit dem gutmütigen
Handwerker Georges verheiratet. Die beiden haben
einen 15-jährigen Sohn namens Tommy. Auf den
ersten Blick scheinen sie ein zufriedenes Familienleben
zu führen. Doch Mina ist unglücklich:
mit ihrer Ehe, mit ihrem Hausfrauendasein, mit ihrer
Perspektivlosigkeit. Um den tristen Alltag wenigstens
zeitweise zu vergessen, flüchtet sie ins Kino.
In Filmen wie "Jules & Jim" oder "West
Side Story" träumt sie sich in jene Lebenswelten
hinein, die sie selbst wohl nie kennenlernen wird.
Bei einem dieser Kinobesuche macht sie die Bekanntschaft
des Pariser Ingenieurs Matthias. Vom ersten Moment
an fühlt Mina sich zu dem jüngeren Mann,
der so ganz anders ist als der etwas einfach gestrickte
Georges, hingezogen. Schließlich lässt
sie sich auf eine leidenschaftliche Affäre
mit Matthias ein.
Zur gleichen Zeit bekommt Georges nach einer bedrückenden
Phase der Arbeitslosigkeit eine Stelle: beim Bau
einer großen Seine-Brücke, der ausgerechnet
unter der Leitung von Matthias steht. Da Georges
durch die Arbeit nur noch am Wochenende zu Hause
ist, können Mina und Matthias sich ungestört
treffen. Tommy, vor dem Mina ihren Seitensprung
kaum verheimlicht, wird durch seine Mitwisserschaft
in einen schweren Gewissenskonflikt gestürzt,
stellt sich aber hinter seine Mutter, als er erkennt,
wie sehr sie durch ihr neu gewonnenes Liebesglück
auflebt. Es ist natürlich nur eine Frage der
Zeit, bis auch Georges hinter das Geheimnis seiner
Frau kommt. Trotz der Demütigung reagiert er
besonnen und sogar verständnisvoll. Er hofft,
dass die Affäre bald von selbst ein Ende findet.
Doch Mina ist fest entschlossen, mit Matthias ein
neues Leben zu beginnen.
Die meisten Kinogänger kennen Gérard
Depardieu vor allem als vielseitigen und imposanten
Schauspieler. Mit dem Liebesmelodram "Die Brücken
von Ambreville" nach dem Bestseller von Alain
Leblanc beweist der Charakterdarsteller, dass er
auch als Regisseur ein gutes Händchen hat.
In der Tradition von Clint Eastwoods "Die Brücken
am Fluss" erzählt der Film von einer verheirateten
Frau, die durch die Liebe zu einem anderen Mann
jene Erfüllung findet, die ihre Ehe ihr nicht
geben konnte. Ironie des Schicksals: Hauptdarstellerin
Carole Bouquet, Depardieus Lebensgefährtin
im Film und im Leben, trennte sich 2005 von ihm.
Die Rolle des charmanten Liebhabers Matthias spielt
Charles Berling.
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