Die 7 Kleider der Katrin

Deutscher Spielfilm von 1954
Regie Hans Deppe
Drehbuch Johanna Sibelius, Eberhard Keindorff und Walter F. Fichelscher
Musik Heinrich Riethmüller
Kamera Herbert Körner und Karl Wellert
Darsteller Katrin - Sonja Ziemann
Dr. Schörg - Paul Klinger
Franzi - Doris Kirchner
Graf Hohenstein - Georg Thomalla
Frau Dubeck - Grethe Weiser
Pall, Schriftsteller - Wolf Albach-Retty
Hans, Pilot - Gunnar Möller
Tante Theres - Käthe Haack
Onkel Philipp Hensel - Kurt Vespermann
Mödel, Theaterdirektor - Leonard Steckel
Dr. Heyse - Herbert Hübner
und andere

Katrin ist nach dem Tode ihrer Eltern bei ihrer Tante Theres und Onkel Philipp aufgewachsen. An ihrem 18. Geburtstag schenken die beiden Katrin ein Dirndlkleid. Das trägt sie auch bei ihrer ersten Verabredung mit dem Piloten Hans. Als Katrin von ihm einen Abschiedsbrief erhält, zieht sie das Kleid nie wieder an. Dafür erregt sie in ihrem schönen Abendkleid die Aufmerksamkeit des charmanten Reiseschriftstellers Pall. Aber auch er wird eine Enttäuschung und damit ist ihr auch dieses Kleid verleidet. Als die Tante stirbt, bestimmt ein Trauerkleid Katrins Alltag, kurz darauf ist es die Schwesterntracht.

Im Sanatorium begegnet Katrin in Dr. Schörg der großen Liebe. Ein Missverständnis führt zum Zerwürfnis der beiden. Enttäuscht flieht Katrin zu einer Wanderbühne und schlüpft in das Kostüm einer Primaballerina. Aber auch darin ist die junge Frau nicht glücklich. Schließlich landet sie im Modesalon von Frau Dubeck. Als Katrin eines Tages ein wunderschönes Brautkleid vorzuführen hat, weiß sie nicht, dass es bald ihr eigenes sein wird.

Neben Sonja Ziemann, Grethe Weiser und Wolf Albach-Retty ist Paul Klinger bei diesem Film mit von der Partie. Er wäre am 14. Juni 2007 100 Jahre alt geworden. Sein Schulkamerad, der spätere Regisseur Helmut Käutner, bewegte ihn dazu, Theaterwissenschaften zu studieren. Sein Debüt gab er als "schwerer Held" an der Bayerischen Landesbühne. Nach Lehr- und Wanderjahren kam er ans Deutsche Theater nach Berlin. Seinen ersten Film "Du sollst nicht begehren" drehte er 1933, ein Vertrag gleichzeitig mit den drei Filmgesellschaften Ufa, Terra und Tobis folgte. In den 1930er und 1940er Jahren ist er der jungenhafte Liebhaber und gute Kumpel an der Seite u.a. von Olga Tschechowa, Irene von Meyendorff und Magda Schneider.

Aber er spielte auch in zwei Blut-und-Boden-Dramen von Veit Harlan mit. Nach dem Krieg übernahm er neben Ilse Steppat die Hauptrolle in Kurt Maetzigs Debütfilm "Ehe im Schatten". Später wurde er der Publikumsliebling in väterlichen Rollen, so u.a. in Arthur Maria Rabenalts "Morgen ist alles besser" (1948) und den der Immenhof-Filmen Mitte der 1950er Jahre. In den 1960er Jahren war er vor allem in Kriminalfilmen des Fernsehens zu sehen. Paul Klinger starb am 14. November 1971 im Alter von nur 64 Jahren.
   

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