Wenn die Heide blüht

Spielfilm Deutschland 1960
Regie Hans Deppe
Drehbuch Gustav Kampendonk, frei nach Erzählungen von Hermann Löns
Musik Raimund Rosenberger
Kamera Willi Sohm und Hannes Fuchs
Darsteller Jochen Petersen - Walter Richter
Klaus Petersen - Peter Carsten
Rolf Petersen - Joachim Hansen
Anne Harkort - Veronika Bayer
Förster Harkort - Heinz Engelmann
Peter, Musikant - Hans Richter
Vera, Sängerin - Rita Paul
Sonja, Kellnerin - Gardy Granass
Harms Brockdorf - Rainer Brandt
Dr. Erdmann, Tierarzt - Willy Fritsch
und andere

Der verwitwete Gutsbesitzer Jochen Petersen hat zwei Söhne von verschiedenen Frauen. Klaus, ein impulsiver Naturbursche, kann hart anpacken und verbringt seine Feierabende gerne im Wirtshaus. Er ist ein Mann nach seines Vaters Geschmack, und als älterer Sohn ist er traditionsgemäß dazu bestimmt, eines Tages den Hof zu übernehmen. Sein jüngerer Stiefbruder Rolf hingegen ist das, was man einen Schöngeist nennen würde. Anstatt auf dem Feld mitzuarbeiten, verbringt er seine Zeit am Klavier und träumt davon, als Musiker und Komponist Karriere zu machen. Immer wieder führt dies zu Streitereien zwischen den ungleichen Brüdern. Als es eines Abends im Wirtshaus wieder einmal zu einer bösen Auseinandersetzung kommt, fasst Rolf den Entschluss, seine Heimat für immer zu verlassen. In Amerika will er seinen Traum von einer Musikkarriere verwirklichen. Am kommenden Morgen findet man Klaus erschossen im Wald auf. Natürlich fällt der Verdacht sofort auf Rolf, dessen plötzliches Verschwinden für viele Dorfbewohner einem Schuldeingeständnis gleichkommt. In Wahrheit ahnt Rolf nicht einmal, was zu Hause vorgefallen ist.

Die Briefe, die er in den kommenden Jahren aus New York an seinen verbitterten Vater schreibt, bleiben unbeantwortet. So vergehen zehn Jahre, bis Rolf überraschend eine Nachricht erhält, dass es seinem Vater gesundheitlich sehr schlecht geht. Erst jetzt, bei seiner Rückkehr auf den väterlichen Hof, erfährt er vom tragischen Schicksal seines Bruders. Doch obwohl Rolf sich mit seinem Vater, der nie an den Brudermord geglaubt hat, aussöhnt, gibt es im Dorf noch immer genug Leute, die von seiner Schuld überzeugt sind. Unter denen, die zu ihm halten, ist auch Anne, die hübsche Tochter des Försters Harkort. Immer wieder nehmen sie und ihr Vater Rolf gegen Anfeindungen in Schutz. Trotzdem will Rolf ein für allemal seine Unschuld beweisen. Dann aber findet die Polizei die Tatwaffe - eine Pistole, die früher Rolf gehörte. Damit scheint seine Schuld endgültig bewiesen.

Angelehnt an seinen Erfolgsfilm "Grün ist die Heide" aus dem Jahr 1951 erzählt Regisseur Hans Deppe in "Wenn die Heide blüht" erneut die Geschichte eines Mannes, der seinen Heimatort verlässt und unschuldig des Mordes verdächtigt wird. Das Ergebnis ist eine ungewöhnliche Mischung aus Heimat- und Kriminalfilm. Dabei lebt "Wenn die Heide blüht" nicht zuletzt von seinen Darstellern: Neben Frauenliebling Joachim Hansen, der damals auf die Rolle des sensiblen Einzelgängers abonniert war, sind der einstige NDR-"Tatort"-Kommissar Walter Richter und die große Theaterschauspielerin Veronika Bayer zu sehen.
   

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