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Der verwitwete Gutsbesitzer Jochen Petersen hat
zwei Söhne von verschiedenen Frauen. Klaus,
ein impulsiver Naturbursche, kann hart anpacken
und verbringt seine Feierabende gerne im Wirtshaus.
Er ist ein Mann nach seines Vaters Geschmack, und
als älterer Sohn ist er traditionsgemäß
dazu bestimmt, eines Tages den Hof zu übernehmen.
Sein jüngerer Stiefbruder Rolf hingegen ist
das, was man einen Schöngeist nennen würde.
Anstatt auf dem Feld mitzuarbeiten, verbringt er
seine Zeit am Klavier und träumt davon, als
Musiker und Komponist Karriere zu machen. Immer
wieder führt dies zu Streitereien zwischen
den ungleichen Brüdern. Als es eines Abends
im Wirtshaus wieder einmal zu einer bösen Auseinandersetzung
kommt, fasst Rolf den Entschluss, seine Heimat für
immer zu verlassen. In Amerika will er seinen Traum
von einer Musikkarriere verwirklichen. Am kommenden
Morgen findet man Klaus erschossen im Wald auf.
Natürlich fällt der Verdacht sofort auf
Rolf, dessen plötzliches Verschwinden für
viele Dorfbewohner einem Schuldeingeständnis
gleichkommt. In Wahrheit ahnt Rolf nicht einmal,
was zu Hause vorgefallen ist.
Die Briefe, die er in den kommenden Jahren aus New
York an seinen verbitterten Vater schreibt, bleiben
unbeantwortet. So vergehen zehn Jahre, bis Rolf
überraschend eine Nachricht erhält, dass
es seinem Vater gesundheitlich sehr schlecht geht.
Erst jetzt, bei seiner Rückkehr auf den väterlichen
Hof, erfährt er vom tragischen Schicksal seines
Bruders. Doch obwohl Rolf sich mit seinem Vater,
der nie an den Brudermord geglaubt hat, aussöhnt,
gibt es im Dorf noch immer genug Leute, die von
seiner Schuld überzeugt sind. Unter denen,
die zu ihm halten, ist auch Anne, die hübsche
Tochter des Försters Harkort. Immer wieder
nehmen sie und ihr Vater Rolf gegen Anfeindungen
in Schutz. Trotzdem will Rolf ein für allemal
seine Unschuld beweisen. Dann aber findet die Polizei
die Tatwaffe - eine Pistole, die früher Rolf
gehörte. Damit scheint seine Schuld endgültig
bewiesen.
Angelehnt an seinen Erfolgsfilm "Grün
ist die Heide" aus dem Jahr 1951 erzählt
Regisseur Hans Deppe in "Wenn die Heide blüht"
erneut die Geschichte eines Mannes, der seinen Heimatort
verlässt und unschuldig des Mordes verdächtigt
wird. Das Ergebnis ist eine ungewöhnliche Mischung
aus Heimat- und Kriminalfilm. Dabei lebt "Wenn
die Heide blüht" nicht zuletzt von seinen
Darstellern: Neben Frauenliebling Joachim Hansen,
der damals auf die Rolle des sensiblen Einzelgängers
abonniert war, sind der einstige NDR-"Tatort"-Kommissar
Walter Richter und die große Theaterschauspielerin
Veronika Bayer zu sehen.
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