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Italien 1944. Das Land befindet sich im Belagerungszustand,
die Faschisten kämpfen ihre letzten Schlachten.
Auf Rom gehen die Bomben der Alliierten nieder und
inmitten des Chaos sorgt sich die verwitwete Cesira,
Besitzerin eines kleinen Lebensmittelladens, um
ihre zwölfjährige Tochter Rosetta. Als
die beiden wieder einmal knapp davongekommen sind,
beschließt die ebenso leidenschaftliche wie
unerschütterliche Cesira, das Ende des Krieges
auf dem Land abzuwarten, in dem Dorf, aus dem sie
stammt. Sie vertraut den Laden dem Kohlenhändler
Giovanni an, einem alten Freund ihres Mannes, mit
dem sie eine heimliche Leidenschaft verbindet. Mit
spärlichem Gepäck brechen Mutter und Tochter
gen Süden auf. Aber der Zug kommt nicht weit
und die beiden müssen den Rest des Weges zu
Fuß zurücklegen - ein beschwerlicher
Marsch, bei dem Cesira aufgeht, in welch desolatem
Zustand sich das Land befindet. In ihrem Geburtsort
San Eufemia findet Cesira von ihren nächsten
Verwandten niemanden mehr vor. Aber die Bauern geben
den Frauen Unterschlupf und der junge, politisch
desillusionierte Student Michele versucht, nicht
ganz ohne Hintergedanken, Cesira das Leben zu erleichtern.
Die Hoffnung, in San Eufemia "überwintern"
zu können, erfüllt sich allerdings nicht.
Deutsche Truppen, italienische Faschisten und englische
Spione kommen durch das Dorf. Schließlich
sind es ausgerechnet Truppen der Befreier, die Cesira
und Rosetta auf brutale Weise klarmachen, dass es
im Krieg keinen Rückzug und keine Sicherheit
geben kann.
"... und dennoch leben sie" hat vielleicht
nicht mehr die stilistische Stringenz der frühen
neorealistischen Filme von Vittorio De Sica, gilt
aber als eine der letzten großen Arbeiten
des einflussreichen italienischen Regisseurs: ein
durch und durch humanistischer, leidenschaftlicher
Blick auf den Krieg und seine ersten Opfer - Frauen
und Kinder. Sophia Loren bekam für ihre ungeheuer
vitale Darstellung der "barfüßigen
Bäuerin" Cesira einen "Oscar"
und einen Festivalpreis in Cannes. Der Film basiert
auf Alberto Moravias Roman "Cesira".
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