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Auf Anraten seines Vaters Raymondo zog Severino
vor zehn Jahren aus seinem Andendorf in die Städte
der Weißen, um dort etwas zu lernen und Geld
zu verdienen. Nun kehrt er mit dem Ersparten in
der Tasche zurück, um mit seinem Bruder Blas
in den Norden zu ziehen und seinen Traum von einer
Pfirsichplantage zu verwirklichen. Doch daraus wird
nichts. Severino erfährt, dass sein Vater vor
einem halben Jahr tot aufgefunden wurde und die
weißen Siedler behaupten, er wäre ein
Viehdieb gewesen. Doch auch die Indios sind überzeugt,
dass ihnen die Siedler ihrerseits die Rinder stehlen.
Nicolas, der Häuptling der Indios, ruft zum
Kampf gegen die weißen Siedler auf. Severino
beschließt, in dieser angespannten Situation
zu bleiben und die ominösen Viehdiebstähle
aufzuklären.
Dabei steht ihm der weiße Sergeant zur Seite.
Er ist es auch, der ihn darüber aufklärt,
dass die Siedler ihr Land verlieren, wenn ihr Vieh
gestohlen wird. Das fruchtbare Land wird dann von
der Schafzuchtgesellschaft billig aufgekauft. Severino
entdeckt hoch in den Anden Überreste von Rinderherden.
Nicht die Indios haben die Tiere dorthin getrieben,
sondern von der Schafzuchtgesellschaft angeheuerten
Banditen. Bevor Severino seine Entdeckung vermitteln
kann, überfällt der hasserfüllte
Häuptling Nicolas eine Rinderherde der Siedler.
Beide Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber.
Fast sieht es so aus, als wäre die Schafzuchtgesellschaft
der lachende Dritte. Doch Severino, der sich in
Maruja, die Enkelin des Häuptlings, verliebt
hat und der mit seinem Ersparten Indioland zurückgekauft
hat, kann das Vertrauen seines Stammes gewinnen.
"Severino", 1978 gedreht, war der erste
Indianerfilm der DEFA, der in Südamerika angesiedelt
war. Gojko Mitic durfte wieder als Held brillieren,
diesmal mit etwas psychologischem Tiefgang. Gedreht
wurde in Rumänien und in der Hohen Tatra, Kameramann
Hans Heinrich gelangen eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen,
Günther Fischer steuerte eine spannungsgeladene
Filmmusik bei.
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