Severino

Spielfilm aus der DDR von 1978
Regie Claus Dobberke
Drehbuch Claus Dobberke, nach dem Roman "Severino von den Inseln" von Eduard Klein
Musik Günther Fischer
Kamera Hans Heinrich
Darsteller Severino - Gojko Mitic
Maruja - Violeta Andrei
Blas - Constantin Fugasin
Nicolas - Mircea Anghelescu
Domingo - Emanoil Petrut
Sergeant - Leon Niemczyk
Juan Cortinez - Helmut Schreiber
Luis Cortinez - Thomas Wolff
Schimmelreiter - Jon Dichiseanu
Chef der Gesellschaft - Jurie Darie
u.a.

Auf Anraten seines Vaters Raymondo zog Severino vor zehn Jahren aus seinem Andendorf in die Städte der Weißen, um dort etwas zu lernen und Geld zu verdienen. Nun kehrt er mit dem Ersparten in der Tasche zurück, um mit seinem Bruder Blas in den Norden zu ziehen und seinen Traum von einer Pfirsichplantage zu verwirklichen. Doch daraus wird nichts. Severino erfährt, dass sein Vater vor einem halben Jahr tot aufgefunden wurde und die weißen Siedler behaupten, er wäre ein Viehdieb gewesen. Doch auch die Indios sind überzeugt, dass ihnen die Siedler ihrerseits die Rinder stehlen. Nicolas, der Häuptling der Indios, ruft zum Kampf gegen die weißen Siedler auf. Severino beschließt, in dieser angespannten Situation zu bleiben und die ominösen Viehdiebstähle aufzuklären.

Dabei steht ihm der weiße Sergeant zur Seite. Er ist es auch, der ihn darüber aufklärt, dass die Siedler ihr Land verlieren, wenn ihr Vieh gestohlen wird. Das fruchtbare Land wird dann von der Schafzuchtgesellschaft billig aufgekauft. Severino entdeckt hoch in den Anden Überreste von Rinderherden. Nicht die Indios haben die Tiere dorthin getrieben, sondern von der Schafzuchtgesellschaft angeheuerten Banditen. Bevor Severino seine Entdeckung vermitteln kann, überfällt der hasserfüllte Häuptling Nicolas eine Rinderherde der Siedler. Beide Seiten stehen sich unversöhnlich gegenüber. Fast sieht es so aus, als wäre die Schafzuchtgesellschaft der lachende Dritte. Doch Severino, der sich in Maruja, die Enkelin des Häuptlings, verliebt hat und der mit seinem Ersparten Indioland zurückgekauft hat, kann das Vertrauen seines Stammes gewinnen.

"Severino", 1978 gedreht, war der erste Indianerfilm der DEFA, der in Südamerika angesiedelt war. Gojko Mitic durfte wieder als Held brillieren, diesmal mit etwas psychologischem Tiefgang. Gedreht wurde in Rumänien und in der Hohen Tatra, Kameramann Hans Heinrich gelangen eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen, Günther Fischer steuerte eine spannungsgeladene Filmmusik bei.
   

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