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Die Kunststudentin Sonja liebt den Medizinstudenten
Dieter; Maurer Edy "geht" mit "seiner
kleinen Siegi". Bei einem Faschingsball verguckt
sich Dieter in Siegi, infolgedessen finden auch
Sonja und Edy zueinander. Doch die geplante Doppelhochzeit
findet dann doch in anderer Zusammensetzung statt.
"Wahlverwandtschaften" á la DDR
1959. Slatan Dudows spielerisch-sinnenfreudige Komödie
erzählt von jungen Leuten jener Zeit, ihrem
Lebensgefühl, ihrer Lebensfreude. Für
die einen war es die gelungene Ausnahme von den
propagandageschwängerten Jugendfilmen, sie
liefen in Scharen im Kino; die anderen schrieben
u.a. in der "Jungen Welt": "Doch
das ist nicht unser Verhalten, das ist nicht unser
Leben, das sind wir nicht", kritisierten den
Schluss, dass der Student wieder zur Studentin findet
oder machten moralische Bedenken geltend.
Aber noch ein anderer Fakt spricht für den
Film wie den Regisseur: Angelica Domröse spielt
ihre erste Rolle. Sie, die nie zuvor auf der Bühne
oder vor der Kamera stand, bewies bereits bei ihrem
Debüt ihr großes schauspielerisches Talent.
Ihre Siegi, aber auch Annekathrin Bürgers Sonja
wirken erstaunlich modern und lebendig.
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