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In einem kleinen Dorf in der Po-Ebene Norditaliens
leben zwei Männer in trauter Zwietracht: Hochwürden
Don Camillo der temperamentvolle Pfarrer mit den
lockeren Fäusten, und sein nicht weniger streitbarer
Erzfeind Peppone, Bürgermeister und Anführer
der "Roten". Beide Männer verfolgen
das gleiche Ziel: das Dorf und seine Bewohner glücklich
zu machen. Nur sind ihre Vorstellungen vom Glück
leider grundverschieden. Aber ihre Feindschaft,
geboren aus weltanschaulichem Gegensatz, kennt auch
die Freundschaft.
Meist jedoch liegen Don Camillo und Peppone sich
in den Haaren. Als Peppone und seine Mannen zum
Beispiel nach ihrem Wahlsieg einen feierlichen Umzug
veranstalten, eilt Don Camillo zum Glockenturm und
übertönt mit seinem heftigen Geläut
Peppones Festansprache. Der Kern seiner Rede dringt
trotzdem durch: Peppone hat vor, ein prachtvolles
"Haus des Volkes" zu errichten. Das passt
Don Camillo gar nicht, denn der kämpft schon
lange für einen Kindergarten, für dessen
Bau ihm allerdings das nötige Kleingeld fehlt.
Als Don Camillo jedoch herausbekommt, woher Peppones
Geldsegen für das "Haus des Volkes"
stammt, finden die beiden Männer schnell zu
einer Einigung.
Aber natürlich lässt der nächste
Streit nicht lange auf sich warten. Als Peppone
zum Streik der Landarbeiter aufruft, drohen auf
dem Hof eines Großbauern Hunderte von Kühen
zu Grunde zu gehen. Des Nachts dringt Don Camillo
schwer bewaffnet in die Stallungen ein - wo er auf
Peppone trifft, der drohend seinen Karabiner schwingt.
Auf ein kurzes Wortgefecht folgt die Einsicht. Und
so sorgen die Streithähne gemeinsam für
das Wohl der hungrigen Rindviecher. Auch bei anderen
Gelegenheiten halten Don Camillo und Peppone zusammen.
Wenn es etwa darum geht, ein junges Liebespaar vor
dem Zorn seiner verfeindeten Familien zu schützen.
Oder wenn ein altes, im Sterben liegendes Mütterchen
den letzten Wunsch äußert, unter der
Fahne der verhassten Monarchie zu Grabe getragen
zu werden. Eines Tages aber geht Don Camillo zu
weit: Vor den Augen des Bischofs zettelt er ausgerechnet
bei der Einweihung des Kindergartens und des "Hauses
des Volkes" eine zünftige Schlägerei
an.
Der Komödienklassiker "Don Camillo und
Peppone" war der Auftakt für eine der
erfolgreichsten Filmreihen der 50er-Jahre. Mit liebevoll-satirischem
Humor nimmt Julien Duviviers Film italienische Eigenarten
aufs Korn. Heute sind die "Don Camillo-Filme"
längst "Kult", nicht zuletzt dank
der großartigen Verkörperung durch den
Starkomiker Fernandel. In dem bärbeißigen
Gino Cervi als überzeugtem Kommunisten Peppone
fand der quirlige Fernandel den idealen Gegenspieler.
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