Julius Caesar

Zweiteiliger Spielfilm aus Deutschland/USA/Italien von 2002
Regie Uli Edel
Drehbuch Peter Pruce und Craig Warner
Musik Carlo Siliotto
Kamera Fabio Cianchetti
Darsteller Gaius Julius Caesar - Jeremy Sisto
Lucius Cornelius Sulla - Richard Harris
Marcus Portius Cato - Christopher Walken
Gnaeus Pompeius Magnus - Chris Noth
Calpurnia - Valeria Golino
Vercingetorix - Heino Ferch
Gaius Cassius Longinus - Tobias Moretti
Marcus Aemilius Lepidus - Christian Kohlund
Marcus Iunius Brutus - Ian Duncan
Marcus Antonius - Jay Rodan
Kleopatra - Samuela Sardo
Julia - Nicole Grimaudo
Labienus - Sean Pertwee
und andere

Teil 1
Rom, im Jahr 82 vor Christus: Der Feldherr Lucius Cornelius Sulla marschiert mit seinen Legionen in die Stadt ein und entmachtet den Senat. Seine Kritiker lässt er auf Todeslisten setzen, darunter auch den Vater von Cornelia, der Frau von Julius Caesar. Als Caesar seinem Schwiegervater zur Flucht verhilft, landet er im Kerker.

Er wird Sulla vorgeführt und hat es der Unterstützung von Pompeius, Sullas General, zu verdanken, dass er nicht ermordet wird, sondern nach Kleinasien entkommen kann. Nach dem Tod des Diktators Sulla kehrt Caesar verändert nach Rom zurück: Er strebt nach politischer Macht. Mit seiner ersten großen öffentlichen Rede nach dem tragischen Tod seiner Ehefrau Cornelia gewinnt er die Liebe des Volkes. Trotz Widerständen aus dem Senat, allen voran Cato, ist Caesars politischer Aufstieg nicht mehr aufzuhalten. Als Pompeius um Caesars Tochter Julia anhält, verlangt Caesar im Gegenzug militärische Macht. Sein Gallien-Feldzug gipfelt in der entscheidenden Schlacht gegen Vercingetorix bei Alesia ...

Der Monumental-Film erlebt eine Renaissance: Gemeinsam haben ARD Degeto, DeAngelis Group, Victory Media Group, Five Mile River Films und Turner Network Television ein insgesamt dreistündiges Filmepos geschaffen, das den Rahmen von üblichen TV-Produktionen sprengt. Opulente Schlachtenszenen, die detailgenaue, aufwändige Rekonstruktion einer fernen Epoche sowie eine Top-Besetzung bis in die Nebenrollen mit internationalen Stars, das sind die Zutaten, die "Julius Caesar" zu einem unvergesslichen Fernseherlebnis machen. Neben aller Opulenz und Bildgewalt überzeugt der Zweiteiler auch durch seine gelungene Aufbereitung des historischen Kontextes.

Regisseur Uli Edel wollte die Titelfigur weder als Lichtgestalt noch als Dämon auf die Leinwand bannen, sondern ein möglichst authentisches, facettenreiches Bild des Imperators schaffen. Dabei wurde er von einem internationalen Star-Aufgebot unterstützt: In einer seiner letzten Rollen ist Richard Harris als Diktator Sulla zu sehen, Oscar-Preisträger Christopher Walken spielt den intriganten Senator Cato. Jeremy Sisto stand für die Titelrolle und Chris Noth als Feldherr Pompeius vor der Kamera.

Teil 2
Julius Caesar ist es nach vielen erfolgreichen Schlachten gegen die Gallier gelungen, deren Anführer Vercingetorix in Alesia einzukesseln. Dabei bedient er sich einer ebenso einfachen wie genialen Strategie: Statt die uneinnehmbare Festung zu stürmen, lässt Caesar einen doppelten Belagerungsring bauen und zwingt die dem Hungertod nahen Gallier zur Kapitulation.

Damit findet der Gallische Krieg sein Ende. Caesar hat jedoch kaum Gelegenheit, sich über diesen Sieg zu freuen: Seine geliebte Tochter Julia ist im Kindbett gestorben. Caesars Rückkehr nach Rom wird zum Triumph - und führt zum endgültigen Bruch mit dem Senat. Entgegen dem heiligen Gesetz Roms hat Caesar mit seinem Heer den Rubikon überschritten: Alea iacta est!

In den Augen Catos und der meisten anderen Senatsmitglieder ist Caesar ein weiterer Heerführer, der wie einst Sulla die Macht für immer an sich reißen will. Caesars ehemaliger Freund Pompeius, der vergeblich versucht, den siegreichen Feldherrn vor den Toren Roms aufzuhalten, flieht nach Ägypten, wo ihn ein grausamer Tod erwartet.
Caesar, der ihm nachgesetzt hat, lernt in Ägypten die verführerische Kleopatra kennen, die ihm einen strategisch interessanten Handel vorschlägt: Caesar soll ihr auf den ägyptischen Thron helfen; sie schenkt ihm im Gegenzug die heimliche Herrschaft über Ägypten - und sich selbst. Caesars Gattin Calpurnia leidet unter dieser heftigen Liaison. Trotzdem versucht sie, ihren Mann an den Iden des März vor seinen Mördern zu warnen ?

Der zweite Teil des packenden Historiendramas schildert Caesars Aufstieg vom erfolgreichen Feldherrn zum Imperator Roms, seine Affären und die zahlreichen Intrigen, die letztlich zu seinem Untergang führen. In dem ambitionierten Werk sind neben Hollywood-Stars wie Christopher Walken und Chris Noth auch die erfolgreichen deutschsprachigen Schauspieler Heino Ferch, Tobias Moretti und Christian Kohlund zu sehen.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved