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Berlin, Weihnachten 1985. Drei alte Herren - Jochen
Epstein und die Brüder Karl und Adam Rose -
teilen eine grausame Vergangenheit, die sie nur
zu gern vergessen würden, die sich aber nicht
abschütteln lässt: Die drei waren als
Juden im Konzentrationslager Birkenau (Auschwitz
II) und haben den Holocaust überlebt, während
die Menschen um sie herum an Hunger und Folter starben
oder in den Gaskammern verschwanden. Zum ersten
Mal feiern sie Weihnachten, wie es die Christen
um sie herum tun - mit einem Weihnachtsbaum, Bescherung
und einem Festessen. Paula, Adams Haushaltshilfe,
hat zugesagt, am Heiligabend zu helfen - gegen das
Versprechen, ihre Tochter Katharina in die Christmette
nach Spandau zu bringen. Denn die Kleine singt dort
im Chor. Epstein begleitet Freund Adam und Katharina
zur Kirche. Als Pfarrer Groll die Gläubigen
willkommen heißt, reagieren Adam Rose und
Jochen Epstein verstört.
Aber erst zuhause in der Bibliothek spricht Epstein
den fürchterlichen Verdacht aus. "Er war
es: der Priester in der Kirche. Es war SS-Hauptsturmführer
Giesser" - der Mann, der sein, Adams und Karls
Leben zerstört, im KZ Birkenau unmenschliche
Grausamkeiten verübt, ihre Familien getötet
hat und Epsteins große Liebe Hannah auf dem
Gewissen haben könnte. Karl will das nicht
glauben, hat er doch den Namen Giesser auf einer
Totenliste gesehen. Während Karl und Adam Rose
bei der Weihnachtsfeier, wenn auch gezwungen, fröhliche
Gesichter machen, ist Epstein wie abwesend. Wortlos
schüttet er ein Bier nach dem anderen in sich
hinein. Am nächsten Morgen wird er schon in
der Frühe unsanft geweckt. Karl berichtet ihm
aufgeregt, dass Adam verschwunden ist - und mit
ihm seine Pistole. Sie eilen zur Kirche. Dort bedroht
Adam Groll mit der Waffe, um ihn zum Geständnis
zu zwingen. Epstein und Karl greifen ein, verwickeln
Groll in eine Diskussion. Eine Fangfrage von Karl
bringt den Priester dazu, seine wahre Identität
zu gestehen. Plötzlich fallen Schüsse.
Der Schweizer Regisseur Urs Egger inszenierte ein
"ergreifendes Drama über Freundschaft,
Schuld und Sühne" (Kino.de) und über
die schiere Unmöglichkeit, auch 50 Jahre nach
Auschwitz ein normales Leben zu führen. Er
engagierte eine Riege hervorragender Schauspieler
- in der Hauptrolle Mario Adorf.
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