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Als Dr. Klinger erkrankt, vertritt ihn Fräulein
Hansen in seiner Prima. Die 18-Jährigen schließen
die junge Lehrerin auf Anhieb in ihr Herz und nennen
sie nur noch "Unser Fräulein Doktor".
Doch Dr. Klinger, der von Frauen in seinem Beruf
wenig hält, provoziert nach seiner Rückkehr
einen handfesten Streit im Lehrerkollegium. Nun
ist die Phantasie der Schüler, der großen
wie auch der kleinen, gefragt...
Mit "Unser Fräulein Doktor" inszenierte
Regisseur Erich Engel eine "erstaunlich zeitlos
wirkende Komödie ..., in der vor allem Jenny
Jugo durch ihr modernes, burschikoses Spiel überzeugt"
(Lexikon des Internationalen Films). Die gebürtige
Österreicherin begann 1924 als Tragödin,
doch erst, als man ihre komödiantische Begabung
entdeckte, wurde sie zum Star. Vor allem unter der
Regie von Erich Engel, mit dem sie insgesamt elf
Filme drehte, konnte sie ihren burschikosen Charme,
ihre Natürlichkeit und Fröhlichkeit als
temperamentvolles Fräulein mit Sexappeal entfalten.
Schon ihr erster gemeinsamer Film "Wer nimmt
die Liebe ernst" (1930) wurde ein Erfolg, eine
Glanzrolle hatte sie als Eliza Doolittle in "Pygmalion"
(1935) an der Seite von Gustaf Gründgens, weitere
Triumphe waren die britische Königin Victoria
in "Mädchenjahre einer Königin"
(1936) und der Willi-Forst-Film "Allotria"
(1936).
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie keinen Anschluss
an ihre bisherigen Erfolge finden und so zog sich
Jenny Jugo nach zwei Filmen 1949 in das Privatleben
auf ihren Bauernhof nach Oberbayern zurück.
Sie starb am 30.9.2001 - im schönen Alter von
97 Jahren.
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