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Im Gegensatz zu seinem berühmten Namensvetter
ist Friedrich Schiller kein Dichter. Der gut situierte
Bäcker- und Konditormeister aus dem niedersächsischen
Einbeck backt eher kleine Brötchen - manchmal
aber auch Pasteten, was ihn prompt in arge Bedrängnis
bringt. Auf dem Nachhauseweg von einer Sitzung der
Handwerkskammer, wo der glückliche neunfache
Vater vor den frisch gebackenen Gesellen über
den Segen des Familienlebens gesprochen hat, begegnet
Friedrich der leichtlebigen Konzernchef-Gattin Lollo
Küppers. Galant wie er nun einmal ist, chauffiert
er die vornehme Dame in ihr Jagdhaus und wird zum
Dank auf einen Cognac eingeladen. An viel mehr kann
sich der verkaterte Friedrich am nächsten Tag
nicht mehr erinnern - denn eigentlich ist ja auch
nichts weiter passiert, außer dass er der
verführerischen Lollo Pastetchen gebacken hat.
Trotzdem plagt den bienenfleißigen Bäcker
das schlechte Gewissen, und er fürchtet, dass
seine gütig-gestrenge Ehefrau Martha von dem
vermeintlichen Seitensprung erfahren könnte.
Schließlich wollen die beiden demnächst
ihre silberne Hochzeit feiern. Als überraschend
das geheime Tagebuch der Lollo Küppers auftaucht,
in dem sie pikante Details über ihr Liebesleben
berichtet, kommt Friedrich mächtig ins Schwitzen.
Denn ausgerechnet seine Tochter Thea, ehrgeizige
Volontärin bei einer Tageszeitung, will ihre
erste große Artikelserie über das Lotterleben
der Lollo Küppers schreiben.
"Vater, Mutter und neun Kinder" ist eine
amüsante Familienkomödie, in der Heinz
Erhardt einmal mehr die Rolle des typischen Haustyrannen
der Fünfzigerjahre auf liebenswürdige
Weise unterwandert. Neben witzigen Tanz- und Gesangseinlagen
brilliert der Starkomiker wieder mit seinen unwiderstehlichen
Kalauern.
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