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Der Münchner Ethiklehrer Leo Andresen ist mit
seiner Frau Hannah und seinem neun Monate alten
Töchterchen Theresa in ein neues Haus gezogen.
Sein Rektor Thomas Reuter, ein alter Freund, fördert
ihn, und Leo steht kurz vor einem Karrieresprung.
Eigentlich müsste er vollkommen glücklich
sein. Trotzdem blickt er mit einem gewissen Neid
auf seinen Freund Arthur Steurer, der ein Single-Leben
ohne die geringsten Verpflichtungen führt,
nach dem Motto: "Locker im Hier und Jetzt".
Als die beiden zu einer Tagung nach Verona fahren,
auf der Leo einen wichtigen Vortrag halten und die
Vertreterin des Kultusministeriums von seinen Qualitäten
überzeugen soll, kommt es zu Irritationen.
Während einer Sightseeing-Tour durch die Stadt
macht die schöne Reiseleiterin Elsa dem biederen
Familienvater Avancen - und der kann sich dem Einfluss
der leidenschaftlichen jungen Frau, die den unabhängigen
Geist einer Katze zu haben scheint, nicht entziehen.
Leo lässt sich auf eine Liebesnacht ein, vernachlässigt
seinen Job und kehrt schließlich völlig
verstört nach München zurück. Obwohl
Arthur bereit ist, ihn zu decken, macht Leo seiner
Frau ein Geständnis - schließlich war
der Sex mit Elsa ein einmaliges Abenteuer. Sein
Versuch, sich mit Hannah zu verständigen, scheitert
jedoch, als plötzlich Elsa vor der Tür
steht. Leos ganze Existenz fällt in Trümmer.
Der Lehrer für Ethik muss sich fragen, wie
es mit seiner eigenen Moral bestellt ist, und was
er eigentlich will: ein bürgerliches Leben
und Bausparvertrag oder die Liebe der "Katzenfrau".
Der intelligent geschriebene, bis in den Schluss
hinein aufregend uneindeutige erotische Thriller
wurde von dem Frankfurter Regisseur Martin Enlen
suggestiv und, vor allem in den italienischen Passagen,
wunderbar stimmungsvoll inszeniert. Ulrich Reinthaller,
beliebt als Kinderchirurg aus der Serie "Hallo,
Onkel Doc!", spielt mit beeindruckendem Differenzierungsvermögen
einen Mann, der immer nur "funktioniert"
hat - und plötzlich merkt, dass in seinem Leben
die Leidenschaft fehlt. In der Titelrolle zeigt
die ungarische Newcomerin Erika Marozsán,
die ihr Kinodebüt in Rolf Schübels Melodram
"Ein Lied von Liebe und Tod" gab, erneut
ihr Star-Potenzial.
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