Die Französische Revolution

Zweiteiliger Spielfilm aus FRA/D/ITA/CAN 1989
Regie Robert Enrico und Richard Heffron
Drehbuch David Ambrose, Daniel Boulanger, Robert Enrico und Richard, Heffron
Musik Georges Delerue
Kamera Francois Catonné und Bernard Zitzermann
Darsteller Georges-Jacques Danton - Klaus Maria Brandauer
Königin Marie-Antoinette - Jane Seymour
Camille Desmoulins - Francois Cluzet
König Louis XVI - Jean-Francois Balmer
Maximilien de Robespierre - Andrzej Seweryn
Gabrielle Danton - Marianne Basler
Vicomte de Mirabeau - Peter Ustinov
Herzogin von Polignac - Claudia Cardinale
Marquis de La Fayette - Sam Neill
und andere

Teil 1
Frankreich im Jahre 1789. Die feudale Gesellschaft und das absolute Königtum befinden sich in einer schweren Krise. Jahrhundertelange Ausbeutung, akute Hungersnot und die Arroganz eines Hofes, der das Geld nur so verschleudert, haben im Volk die Bereitschaft zur Revolte geweckt. Besonders das von den Ideen der Aufklärer infizierte Bürgertum zeigt zunehmend politisches Selbstbewusstsein; es sieht eine Chance für Reformen gekommen, als der drohende Staatsbankrott den schwachen König Louis XVI. (Jean-Francois Balmer) zwingt, eine Ständeversammlung einzuberufen. Am 5. Mai 1789 treten in Versailles die Repräsentanten von Adel, Klerus und Bürgertum zusammen und es kommt sofort zur Konfrontation. Die Bürgerlichen sperren sich gegen das übliche Abstimmungssystem, bei dem sie von vornherein unterlegen wären. Dass Louis die "Aufrührer" von den Verhandlungen ausschließt, ist kein cleverer Schachzug: Im Ballhaus von Versailles erklärt sich der Dritte Stand zur Nationalversammlung und schwört, Frankreich eine neue Verfassung zu geben.

In Paris hat sich unterdessen das Zentrum der Opposition gebildet. Eine aufstrebende politische Klasse, zu der auch der Anwalt Georges Danton (Klaus Maria Brandauer) und der Journalist Camille Desmoulins (Francois Cluzet) gehören, versteht es, die Massen zu mobilisieren. Es ist die städtische Volksbewegung, die schließlich den Sturz der alten Ordnung erzwingt. Die unpopuläre Königin Marie-Antoinette (Jane Seymour) veranstaltet in den Gärten des Schlosses noch Schäferspiele - da wird in Paris die Bastille gestürmt. Mitgerissen vom Elan der Straße, verkündet eine Koalition aus Bürgertum, Adel und Klerus die Erklärung der Menschenrechte. Freiheit und Gleichheit scheinen in greifbare Nähe gerückt. Aber schon deuten sich neue Konfliktlinien an. Während Gemäßigte wie der Vicomte de Mirabeau (Peter Ustinov) und der Marquis de La Fayette (Sam Neill) eine konstitutionelle Monarchie anstreben, gehen die Pläne der revolutionären Avantgarde weiter ...

Teil 2
Der Prozess der revolutionären Neuordnung scheint in überschaubare Bahnen gelenkt. Der König (Jean-Francois Balmer) ist nach Paris übersiedelt und hat einen Eid auf die Verfassung geschworen; Mirabeau (Peter Ustinov) und La Fayette (Sam Neill) glauben, die Monarchie retten zu können. Aber an der Basis, in den Stadtteilverwaltungen und Klubs von Paris, gärt es nach wie vor. Fortschrittliche Strategen wie Maximilien de Robespierre (Andrzej Seweryn) und Jean-Paul Marat (Vittorio Mezzogiorno) betrachten das neue System, das dem König noch immer erhebliche Machtbefugnis einräumt, mit Misstrauen. Und in der Nationalversammlung tut sich Georges Danton (Klaus Maria Brandauer) mit radikalen Reden hervor. Es zeigt sich, dass die revolutionären Kräfte die Lage realistisch einschätzen, denn Louis XVI. sucht beharrlich Verbündete im Ausland.

Im Juni 1791 unternehmen Louis und die unpopuläre Königin Marie-Antoinette (Jane Seymour) einen Fluchtversuch, werden aber in Varennes gefasst. Ein Unternehmen, das zu einer Zuspitzung der politischen Lage führt: Im Inneren gewinnt die Konterrevolution an Boden, an den Grenzen ziehen der österreichische Kaiser und die adligen Emigranten ein Heer zusammen. Während Robespierre zur Vorsicht mahnt und Danton laviert, entschließen sich der König und Teile der Nationalversammlung - vor allem die Abgeordneten der Gironde - zum Krieg. Aber Frankreich ist geschwächt und gerät schnell in die Defensive. In dieser prekären Situation geben erneut die Pariser Massen den Ausschlag. Mit der Unterstützung eines revolutionären Regiments aus Marseille werden im August die Tuilerien gestürmt, und Louis muss bei der Nationalversammlung Zuflucht suchen: "Von diesem Moment an gibt es in Frankreich keinen König mehr".
   

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