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Oxford, England, in den 90er-Jahren. Die berühmte
Schriftstellerin Iris Murdoch und ihr Mann, der
renommierte Literaturprofessor John Bayley, sind
als Ehrengäste zu einem festlichen Dinner eingeladen.
Während Iris eine ihrer amüsant-geistreichen
Dankesreden hält, schweifen Johns Gedanken
ab, zurück in die Vergangenheit - nach Oxford,
wo er und Iris sich vor 40 Jahren kennenlernten,
er ein junger Literaturprofessor, sie eine lebenshungrige
Studentin und ambitionierte Nachwuchsschriftstellerin.
Zunächst nur durch eine enge und vertrauensvolle
Freundschaft verbunden, entwickelt sich zwischen
den beiden eine innige Liebesbeziehung. Heute ist
Iris eine überaus angesehene Autorin - doch
während sie ihren neuesten Roman fertigstellt,
legt sie urplötzlich merkwürdige Verhaltensweisen
an den Tag. Alltägliche Geschehnisse versetzen
sie in Panik; ein Fernsehinterview in London bricht
sie vor laufenden Kameras scheinbar grundlos ab
und eilt nach Hause. Ärzte bestätigen
schließlich Johns und Iris' schlimmste Befürchtung:
Iris leidet an Alzheimer. In den kommenden Wochen
und Monaten verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand.
In ihrem Haus machen sich Chaos und Verwahrlosung
breit, denn auch John wird mit der Situation immer
schlechter fertig. Trotzdem hält er an einem
gemeinsamen Leben fest - zu groß ist die Liebe
zu seiner Frau. Doch als Iris eines Tages von zu
Hause davonläuft und völlig verwirrt aufgegriffen
wird, erkennt der alternde John allmählich,
dass er ihrem Krankheitszustand nicht mehr gerecht
werden kann.
Basierend auf der Lebensgeschichte der Schriftstellerin
Iris Murdoch erzählt "Iris" eine
überaus berührende Geschichte von Liebe,
Lebensmut und Vertrauen, von Krankheit und Trauer.
Neben einem hervorragenden Drehbuch sind es vor
allem die exzellenten Darsteller, die den Film zu
einem echten Ereignis machen: Oscar-Preisträgerin
Judi Dench als alte und Kate Winslet als junge Iris
sowie Hugh Bonneville und Jim Broadbent als junger
und alter John Bailey geben ihren Charakteren eine
große Vielschichtigkeit. Bei der Berlinale
2002 wurde Bonneville als bester "junger Schauspieler"
ausgezeichnet. Broadbent erhielt für seine
Leistung einen Oscar als bester Nebendarsteller.
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