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Fünf junge Leute haben sich in dem kleinstädtischen
italienischen Badeort Pesaro an der Adria daran
gewöhnt, ihre Tage mit Nichtstun zu verbringen.
Sie liegen ihren Eltern und Verwandten auf der Tasche
und schlagen die Zeit mit kindischen Reden und albernen
Streichen tot. Alberto ist auf seine Mutter fixiert,
Riccardo pflegt seinen Bauch, Leopoldo fühlt
sich als verkanntes Genie, Fausto spielt den Don
Juan. Als Fausto eines Tages Sandra, die Schwester
von Moraldo, heiraten muss, weil sie ein Kind von
ihm erwartet, sieht er sich gezwungen, eine Stellung
anzunehmen. Nach wie vor ist er jedoch zum Leidwesen
seiner jungen Frau auf Liebesabenteuer aus, und
als er es auch bei der Frau seines Chefs versucht,
fliegt er. So kann er wieder zu den anderen Tagedieben
stoßen. Ob eine Tracht Prügel, die ihm
sein Vater schließlich verabreicht, fruchten
wird, bleibt offen.
Meisterregisseur Federico Fellini, der am 20. Januar
seinen 85. Geburtstag gefeiert hätte,
gelang mit seinem stimmungsvollen und oft komischen
Porträt von "Die Müßiggänger"
gleich zu Beginn seiner Karriere ein spektakulärer
Erfolg, der ihm den Silbernen Löwen von Venedig
einbrachte. Fellini, der 1993 verstarb, war einer
der größten Regisseure der Filmgeschichte.
Wie kein anderer verstand er es, seine ganz persönlichen
Träume und Visionen auf die Leinwand zu bringen
und dennoch ein Millionenpublikum zu erreichen.
In seiner 40 Jahre andauernden Regie-Karriere inszenierte
er zwanzig Spielfilme - darunter mit "Ginger
und Fred", "Die Nächte der Cabiria",
"La Strada", "Das süße
Leben", "Achteinhalb", "Fellinis
Roma", "Fellinis Casanova" und zuletzt
1990 "Die Stimme des Mondes" - Kinohöhepunkte,
die ihren Regisseur unsterblich machen. Die Liste
der Preise, die Federico Fellini im Lauf seiner
unglaublichen Karriere einheimste, ist endlos.
Dass er - ein Italiener - 12 Oscar-Nominierungen
als Regisseur und/oder Autor auf sich vereinigen
konnte, ist sensationell, doch noch erstaunlicher
ist, dass der Jury immer der Mut zum letzten Schritt
fehlte. Es blieb bei den Nominierungen, dafür
wurde Fellini 1993 immerhin mit dem Ehren-Oscar
ausgezeichnet. Hinzu kommen zwei "Auslands"-Oscars
für "La Strada" und "Achteinhalb".
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