Fellinis Roma

Spielfilm, Italien/Frankreich 1971
Regie Federico Fellini
Drehbuch Federico Fellini, Bernardino Zapponi, Giuseppe Rotunno
Musik Nino Rota
Kamera Giuseppe Rotunno
Länge 115 Min.
Darsteller Fellini (18 Jahre) - Peter Gonzales
Dolores, Prostituierte - Fiona Florence
Katakombenführerin - Marne Maitland
Federico Fellini - Federico Fellini
Prinzessin - Pia De Doses

Mit 18 Jahren kommt der junge Fellini zum ersten Mal nach Rom und beginnt, die Stadt für sich zu entdecken. Das vollzieht sich auf mehreren Zeitebenen unter wechselnden Perspektiven. Das Rom der kleinen Leute präsentiert sich mit bombastischen Mietskasernen und überfüllten Straßenrestaurants, an deren brechend vollen Tischen die Straßenbahn quietschend vorbeifährt. Im Andrang zur käuflichen Liebe trennen sich die sozialen Milieus - die feineren Herren frequentieren feinere Etablissements. Die Parade der Huren mit ihren freizügig dargebotenen Proportionen und animierenden Derbheiten wechselt ab mit einer "kirchlichen Modenschau" für einen leutseligen Kardinal und anderes illustres Publikum, gipfelnd in einer gespenstischen Papsterscheinung. In einem Bautunnel der U-Bahn begegnen sich Gegenwart und Vergangenheit Roms, als man auf eine über 2.000 Jahre alte Villa stößt; die eindringende Luft zerstört ihre Fresken vor den Augen der Entdecker. Nur noch hektische Gegenwart ist der infernalische Verkehr auf der römischen Ringstraße, dort tritt Fellini mit seinem Team selber in Erscheinung. Beim beklemmenden Finale kreisen schwarz gekleidete Rocker auf ihren Motorrädern durch die verlassene nächtliche Stadt - moderne Kentauren, Symbol für den Einfall neuer Barbaren?
Fellinis Film bildet Rom nicht ab, sondern gestaltet es aus seiner subjektiven Sicht in barock übersteigerten Episoden.
   

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