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Mit 18 Jahren kommt der junge Fellini zum ersten
Mal nach Rom und beginnt, die Stadt für sich
zu entdecken. Das vollzieht sich auf mehreren Zeitebenen
unter wechselnden Perspektiven. Das Rom der kleinen
Leute präsentiert sich mit bombastischen Mietskasernen
und überfüllten Straßenrestaurants,
an deren brechend vollen Tischen die Straßenbahn
quietschend vorbeifährt. Im Andrang zur käuflichen
Liebe trennen sich die sozialen Milieus - die feineren
Herren frequentieren feinere Etablissements. Die
Parade der Huren mit ihren freizügig dargebotenen
Proportionen und animierenden Derbheiten wechselt
ab mit einer "kirchlichen Modenschau"
für einen leutseligen Kardinal und anderes
illustres Publikum, gipfelnd in einer gespenstischen
Papsterscheinung. In einem Bautunnel der U-Bahn
begegnen sich Gegenwart und Vergangenheit Roms,
als man auf eine über 2.000 Jahre alte Villa
stößt; die eindringende Luft zerstört
ihre Fresken vor den Augen der Entdecker. Nur noch
hektische Gegenwart ist der infernalische Verkehr
auf der römischen Ringstraße, dort tritt
Fellini mit seinem Team selber in Erscheinung. Beim
beklemmenden Finale kreisen schwarz gekleidete Rocker
auf ihren Motorrädern durch die verlassene
nächtliche Stadt - moderne Kentauren, Symbol
für den Einfall neuer Barbaren?
Fellinis Film bildet Rom nicht ab, sondern gestaltet
es aus seiner subjektiven Sicht in barock übersteigerten
Episoden.
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