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Der Amerikaner Richard Wilson glaubt kräftig
absahnen zu können, als er 1916 nach Mexiko
kommt. Das Land ist politisch zerrissen, blutige
Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Revolutionären
stehen an der Tagesordnung. Wilson weiß, dass
die Rebellen dringend Waffen und Munition brauchen,
zugleich hat er von einem Waffengeschäft erfahren,
das sein Landsmann Kennedy mit den Regierungstruppen
machen will. Kennedy ist ihm recht unsympathisch,
umso mehr gefällt Wilson dessen attraktive
Frau Lisa, die im Begriff ist, sich von ihrem Mann
zu lösen. Der couragierte Glücksritter
nimmt Kontakt auf mit Colonel Escobar, der mit seinen
Männern auf Seiten der Revolution kämpft.
Wilson bietet ihm an, ihm Kennedys Waffen gegen
einen beträchtlichen Anteil an der Beute zuzuspielen.
Die Revolutionäre bringen den Waffenhändler
und seine Frau in ihre Gewalt. Lisa soll Wilson
und ein Kommando der Rebellen zu dem Versteck der
Waffen führen, während ihr Mann als Geisel
bei Escobar bleiben muss. Als sich herausstellt, dass die Waffen nicht am
angegebenen Ort sind, will der Colonel ihn und Wilson
erschießen lassen. Beide entkommen mit knapper
Not, aber Escobar und seine Männer bleiben
ihnen hart auf den Fersen ...
"Brillant fotografierter und überzeugend
gespielter Western mit eindrucksvollen Massenszenen",
schreibt das Internationale Filmlexikon "Bandido".
Die Figur des Richard Wilson ist ein typischer Robert-Mitchum-Charakter.
Ein nomadisierender Glücksritter, der allem
Zynismus und Egoismus zum Trotz sich schließlich
auf die Seite des Guten schlägt und die Frau
gewinnt, die er liebt. Robert Mitchum, "einer
der besten Schauspieler der Welt", wie Charles
Laughton meinte, wäre am 6. August 2007 90
Jahre alt geworden. Er spielte in mehr als 130 Filmen
und ließ sich nie auf einen speziellen Typ
festlegen. Sein Stil war minimalistisch und zurückhaltend,
weltberühmt wurde er als "Mann mit dem
müden Blick" wegen seiner hängenden
Augenlider, Ergebnis schwerer Jugendarbeit. Sein
Debüt in Hollywood gab Mitchum 1942, seinen
Durchbruch erlebte er mit seiner Rolle als Leutnant
Walker in dem Kriegsfilm "Schlachtgewitter
am Monte Casino", für die er auch die
einzige Oscar-Nominierung seines Lebens erhielt.
Er wurde zur Ikone der Schwarzen Serie, u.a. in
"Engelsgesicht" (1952), glänzte in
Western wie "Fluss ohne Wiederkehr" (1954)
sowie in Kriminalfilmen wie "Die Nacht des
Jägers" (1955). Robert Mitchum arbeitete
mit allen Regie-Größen Hollywoods, und
es gab kaum einen Weltstar, der mit ihm nicht vor
der Kamera stand. Als er am 1. Juli 1997 fast 80-jährig
starb, schrieb die "Süddeutsche Zeitung":
"Man darf das nicht gering schätzen, was
einer wie er für uns getan hat (...). Er war
alles, wofür wir das Kino lieben."
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