Bandido

Spielfilm aus den USA von 1956
Regie Richard Fleischer
Drehbuch Earl Felton
Musik Max Steiner
Kamera Ernest Laszlo
Darsteller Richard Wilson - Robert Mitchum
Lisa Kennedy - Ursula Thiess
Colonel Escobar - Gilbert Roland
Kennedy - Zachary Scott
Sebastian - Rodolfo Acosta
Gunther - Henry Brandon
Gonzales -José I. Torvay
McGhee - Douglas V. Fowley
Gen. Lorenzo - Víctor Junco
Gen. Brucero - Alfonso Sánchez Tello
und andere

Der Amerikaner Richard Wilson glaubt kräftig absahnen zu können, als er 1916 nach Mexiko kommt. Das Land ist politisch zerrissen, blutige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Revolutionären stehen an der Tagesordnung. Wilson weiß, dass die Rebellen dringend Waffen und Munition brauchen, zugleich hat er von einem Waffengeschäft erfahren, das sein Landsmann Kennedy mit den Regierungstruppen machen will. Kennedy ist ihm recht unsympathisch, umso mehr gefällt Wilson dessen attraktive Frau Lisa, die im Begriff ist, sich von ihrem Mann zu lösen. Der couragierte Glücksritter nimmt Kontakt auf mit Colonel Escobar, der mit seinen Männern auf Seiten der Revolution kämpft. Wilson bietet ihm an, ihm Kennedys Waffen gegen einen beträchtlichen Anteil an der Beute zuzuspielen. Die Revolutionäre bringen den Waffenhändler und seine Frau in ihre Gewalt. Lisa soll Wilson und ein Kommando der Rebellen zu dem Versteck der Waffen führen, während ihr Mann als Geisel bei Escobar bleiben muss. Als sich herausstellt, dass die Waffen nicht am angegebenen Ort sind, will der Colonel ihn und Wilson erschießen lassen. Beide entkommen mit knapper Not, aber Escobar und seine Männer bleiben ihnen hart auf den Fersen ...

"Brillant fotografierter und überzeugend gespielter Western mit eindrucksvollen Massenszenen", schreibt das Internationale Filmlexikon "Bandido". Die Figur des Richard Wilson ist ein typischer Robert-Mitchum-Charakter. Ein nomadisierender Glücksritter, der allem Zynismus und Egoismus zum Trotz sich schließlich auf die Seite des Guten schlägt und die Frau gewinnt, die er liebt. Robert Mitchum, "einer der besten Schauspieler der Welt", wie Charles Laughton meinte, wäre am 6. August 2007 90 Jahre alt geworden. Er spielte in mehr als 130 Filmen und ließ sich nie auf einen speziellen Typ festlegen. Sein Stil war minimalistisch und zurückhaltend, weltberühmt wurde er als "Mann mit dem müden Blick" wegen seiner hängenden Augenlider, Ergebnis schwerer Jugendarbeit. Sein Debüt in Hollywood gab Mitchum 1942, seinen Durchbruch erlebte er mit seiner Rolle als Leutnant Walker in dem Kriegsfilm "Schlachtgewitter am Monte Casino", für die er auch die einzige Oscar-Nominierung seines Lebens erhielt. Er wurde zur Ikone der Schwarzen Serie, u.a. in "Engelsgesicht" (1952), glänzte in Western wie "Fluss ohne Wiederkehr" (1954) sowie in Kriminalfilmen wie "Die Nacht des Jägers" (1955). Robert Mitchum arbeitete mit allen Regie-Größen Hollywoods, und es gab kaum einen Weltstar, der mit ihm nicht vor der Kamera stand. Als er am 1. Juli 1997 fast 80-jährig starb, schrieb die "Süddeutsche Zeitung": "Man darf das nicht gering schätzen, was einer wie er für uns getan hat (...). Er war alles, wofür wir das Kino lieben."
   

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