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London 1887. Der renommierte Nervenarzt Dr. Jekyll
entwickelt ein persönlichkeitsveränderndes
Serum, mit dem er das Böse aus der menschlichen
Seele verbannen will. Sein Selbstversuch hat verheerende
Folgen. Er verwandelt sich in den dämonischen
Mr. Hyde und tyrannisiert das Barmädchen Ivy.
Verzweifelt forscht Jekyll nach einem Gegenserum,
um seine Heirat mit der schönen Beatrix nicht
zu gefährden. Doch er hat längst die Kontrolle
über sich verloren ...
Spencer Tracy, der die reizvolle Doppelrolle spielte,
war zu jener Zeit bereits zweifacher Oscar-Preisträger
("Manuel", 1937; "Teufelskerle"
1938), obwohl seine Hollywoodkarriere erst 1930
begann. Anfangs auf den Bösewicht festgelegt,
jähzornig, launisch und streitbar, zeigte sich
schnell seine Verwandlungsfähigkeit. "Spencer
Tracy entwickelte sich zu einem Spitzenstar, der
es schaffte, mit äußerst sparsamen Mitteln
viel von seiner eigenen Persönlichkeit auf
die Leinwand zu übertragen. Laurence Olivier
bewunderte ihn - andere meinten, dass Spencer überhaupt
nicht spielte, sondern er selbst blieb" (Cinema
Star-Lexikon).
1942 spielte er in "Die Frau, von der man spricht"
an der Seite von Katharine Hepburn. Es war der Beginn
einer lebenslangen Freundschaft zweier eigenwilliger
Schauspieler privat wie auf der Leinwand. Insgesamt
drehten sie neun Filme gemeinsam. Obwohl Spencer
Tracy verheiratet war, genossen beide so große
Hochachtung, dass sich die Klatschkolumnisten Hollywoods
über ihre Beziehung nie die Mäuler zerrissen.
Spencer Tracy starb am 10.6.1967.
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