|
China, in den 1930er-Jahren: Dennis Carson, Besitzer
einer großen Kautschuk-Plantage, ist schlecht
gelaunt. Eigentlich ist er immer schlecht gelaunt.
Falls es jemals eine Frau in seinem Leben gab, hat
die schon längst die Flucht ergriffen. Die
Plantage ist absolut frauenfreies Gebiet. Doch innerhalb
nur weniger Tage ändert sich dies: Erst taucht
die platinblonde Vantine auf, die aus der nächstgrößeren
Stadt flüchten und ihre Karriere als Bardame
frühzeitig beenden musste, dann kommt der neue
Mitarbeiter Gary Willis, der seine anbetungswürdige
Gattin Barbara mitbringt. Nachdem sich Dennis erst
mal mit Vantine vergnügt, strebt er doch nach
höheren Weihen und umwirbt die sittsame Barbara.
Die kann dem animalischen Charme des rauen Burschen
nicht lange widerstehen; und als Dennis mit einem
geschickten Schachzug ihren Ehemann auf ein mehrwöchiges
Projekt außerhalb der Plantage schickt, beginnen
die beiden eine heiße Affäre. Dennis
plant sogar, die Plantage zu verkaufen und mit Barbara
ein neues Leben in der zivilisierten Welt anzufangen.
Doch dazu müsste er über Leichen gehen
- und dies nicht nur im übertragenen Sinne
...
"Dschungel im Sturm" basiert auf dem bekannten
Bühnenstück von Wilson Collison und verbindet
die knisternde erotische Atmosphäre gekonnt
mit den tobenden Naturgewalten des asiatischen Dschungels.
Clark Gable, unvergesslich als Rhett Butler in "Vom
Winde verweht", und Jean Harlow trafen hier
zum ersten Mal aufeinander. Als geprüftes Ehepaar
sind Gene Raymond und Mary Astor zu sehen, die in
den 1930er-Jahren zu den größten Leinwandlieblingen
Hollywoods zählten. Als Regisseur war zunächst
Howard Hawks vorgesehen, der aber nach Differenzen
mit dem Studio durch Victor Fleming ersetzt wurde.
Jean Harlow, deren Geburtstag sich am 3. März
2011 zum 100. Mal jährte, spielte 1933 nicht
nur in dem Film "Sexbombe"; sie ist die
blonde Sexbombe Hollywoods der 1930er-Jahre. Sie
ebnete damit den Weg für andere blonde Schauspielerinnen
wie Lana Turner und Marilyn Monroe. Sie wird 1911
als Harlean Harlow Carpenter in Kansas City geboren.
Mit 16 Jahren türmt sie aus dem Internat, um
einen Studenten zu heiraten. Das junge Paar zieht
nach Los Angeles, wo Jean Statistenrollen annimmt,
u.a. in Kurzfilmen mit Stan Laurel und Oliver Hardy.
Drei Jahre später spielt sie in Howard Hughes'
"Höllenflieger" (1930) ihre erste
Hauptrolle. Von da an setzt sie Maßstäbe
in der Rolle des emanzipierten Vamps, der die Männerwelt
mit eindeutigen Posen und zweideutigen Sätzen
rasend macht. "Vor Blondinen wird gewarnt"
(1930), "Lustige Sünder" (1936) oder
"Seine Sekretärin" (1936) lauten
einige Titel.
Frauenrechtlerinnen gehen auf die Barrikaden, doch
ihr Platinblond findet viele Nachahmerinnen - wegen
der giftigen Bleichmittel auch "Selbstmord-Blondinen"
genannt. Privat hat sie wenig Glück, zwei weitere
Ehen enden als Disaster. 1937 dreht sie mit der
Rennbahn-Komödie "Saratoga" ihren
24. Film. Während der Dreharbeiten bricht sie
plötzlich zusammen. Weil ihre Mutter einer
christlichen Sekte angehört und jede Behandlung
verweigert, stirbt Jean Harlow am 7. Juni 1937 an
Nierenversagen. Sie wird nur 26 Jahre alt.
|