Dschungel im Sturm

Spielfilm USA 1932
Regie Victor Fleming
Drehbuch John Lee Mahin, nach dem Bühnenstück von Wilson Collison
Musik
Kamera Harold Rosson
Länge 79 Minuten
Darsteller Dennis Carson - Clark Gable
Vantine "Lily" - Jean Harlow
Barbara Willis - Mary Astor
Guidon - Donald Crisp
Gary Willis - Gene Raymond
McQuarg - Tully Marshall
Hoy - Willie Fung
Limey - Forrester Harvey
und andere

China, in den 1930er-Jahren: Dennis Carson, Besitzer einer großen Kautschuk-Plantage, ist schlecht gelaunt. Eigentlich ist er immer schlecht gelaunt. Falls es jemals eine Frau in seinem Leben gab, hat die schon längst die Flucht ergriffen. Die Plantage ist absolut frauenfreies Gebiet. Doch innerhalb nur weniger Tage ändert sich dies: Erst taucht die platinblonde Vantine auf, die aus der nächstgrößeren Stadt flüchten und ihre Karriere als Bardame frühzeitig beenden musste, dann kommt der neue Mitarbeiter Gary Willis, der seine anbetungswürdige Gattin Barbara mitbringt. Nachdem sich Dennis erst mal mit Vantine vergnügt, strebt er doch nach höheren Weihen und umwirbt die sittsame Barbara. Die kann dem animalischen Charme des rauen Burschen nicht lange widerstehen; und als Dennis mit einem geschickten Schachzug ihren Ehemann auf ein mehrwöchiges Projekt außerhalb der Plantage schickt, beginnen die beiden eine heiße Affäre. Dennis plant sogar, die Plantage zu verkaufen und mit Barbara ein neues Leben in der zivilisierten Welt anzufangen. Doch dazu müsste er über Leichen gehen - und dies nicht nur im übertragenen Sinne ...

"Dschungel im Sturm" basiert auf dem bekannten Bühnenstück von Wilson Collison und verbindet die knisternde erotische Atmosphäre gekonnt mit den tobenden Naturgewalten des asiatischen Dschungels. Clark Gable, unvergesslich als Rhett Butler in "Vom Winde verweht", und Jean Harlow trafen hier zum ersten Mal aufeinander. Als geprüftes Ehepaar sind Gene Raymond und Mary Astor zu sehen, die in den 1930er-Jahren zu den größten Leinwandlieblingen Hollywoods zählten. Als Regisseur war zunächst Howard Hawks vorgesehen, der aber nach Differenzen mit dem Studio durch Victor Fleming ersetzt wurde.

Jean Harlow, deren Geburtstag sich am 3. März 2011 zum 100. Mal jährte, spielte 1933 nicht nur in dem Film "Sexbombe"; sie ist die blonde Sexbombe Hollywoods der 1930er-Jahre. Sie ebnete damit den Weg für andere blonde Schauspielerinnen wie Lana Turner und Marilyn Monroe. Sie wird 1911 als Harlean Harlow Carpenter in Kansas City geboren. Mit 16 Jahren türmt sie aus dem Internat, um einen Studenten zu heiraten. Das junge Paar zieht nach Los Angeles, wo Jean Statistenrollen annimmt, u.a. in Kurzfilmen mit Stan Laurel und Oliver Hardy. Drei Jahre später spielt sie in Howard Hughes' "Höllenflieger" (1930) ihre erste Hauptrolle. Von da an setzt sie Maßstäbe in der Rolle des emanzipierten Vamps, der die Männerwelt mit eindeutigen Posen und zweideutigen Sätzen rasend macht. "Vor Blondinen wird gewarnt" (1930), "Lustige Sünder" (1936) oder "Seine Sekretärin" (1936) lauten einige Titel.

Frauenrechtlerinnen gehen auf die Barrikaden, doch ihr Platinblond findet viele Nachahmerinnen - wegen der giftigen Bleichmittel auch "Selbstmord-Blondinen" genannt. Privat hat sie wenig Glück, zwei weitere Ehen enden als Disaster. 1937 dreht sie mit der Rennbahn-Komödie "Saratoga" ihren 24. Film. Während der Dreharbeiten bricht sie plötzlich zusammen. Weil ihre Mutter einer christlichen Sekte angehört und jede Behandlung verweigert, stirbt Jean Harlow am 7. Juni 1937 an Nierenversagen. Sie wird nur 26 Jahre alt.
   

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