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Wien, in einer Novembernacht des Jahres 1823. Vergebens
versucht ein alter Mann, der einst berühmte
Komponist Antonio Salieri, sich das Leben zu nehmen.
Im Krankenhaus beichtet er einem Kaplan, dass er
der Mörder des berühmten Komponisten Wolfgang
Amadeus Mozart sei. In Rückblenden erzählt
der Film nun, wie Salieri den sagenhaften Aufstieg
des jungen Mozart damals um 1780 miterlebte. Trotz
seiner flegelhaften Art erlangt das Wunderkind sehr
schnell die Gunst Kaiser Josephs II., der ihn sogar
seiner Nichte als Musiklehrer vorschlägt -
was von Salieri vereitelt wird.
Als Mozarts Ehefrau Constanze bei Salieri vorspricht
und ihm die Kompositionen ihres Gatten zeigt, erkennt
Salieri voller Entsetzen das ganze Ausmaß
seiner Genialität. Mozarts göttliches
Talent führt ihm seine eigene Mittelmäßigkeit
vor Augen - eine Erkenntnis, die der nach Anerkennung
hungernde Hofkomponist kaum erträgt.
Voller Neid auf Mozarts Erfolg und voller Abscheu
vor dessen Respektlosigkeiten gegenüber sämtlichen
Autoritäten, setzt er alles daran, seinen Rivalen
auszubooten - ohne Erfolg. Von dem quirligen Exzentriker
und Frauenheld Amadeus gedemütigt und verspottet,
steigert sich Salieris Frustration schließlich
zu blankem Hass. Er versucht, seinen Rivalen beim
König und der Kirche in Misskredit zu bringen
- und wünscht am Ende sogar Mozarts Tod herbei.
Mozart, der Komponist von einzigartiger Universalität,
starb sehr früh mit 35 Jahren. Filmisch hat
ihm Milos Forman mit "Amadeus" ein Denkmal
gesetzt und gleichzeitig einen der großen
Kinoerfolge der Achtzigerjahre geschaffen. Von der
Kritik gefeiert und bei den "Academy Awards"
mit acht Oscars ausgezeichnet, darunter die Preise
für den "Besten Film" und die "Beste
Regie", gilt der Film mittlerweile als Klassiker.
Neben einer opulenten Ausstattung, der kunstvollen
Kameraarbeit und den geschliffenen Dialogen lebt
"Amadeus" vor allem von seinen Darstellern.
Der brillante Tom Hulce gibt den exaltierten Komponisten
als kindliches Genie, das selbst nicht so genau
zu wissen scheint, woher seine musikalischen Geistesblitze
kommen. Nicht minder beeindruckend ist F. Murray
Abraham als sein Widersacher Salieri - er wurde
für seine Leistung mit dem Oscar als "Bester
Nebendarsteller" ausgezeichnet.
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