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Paris 1944, wenige Tage vor der Befreiung durch
die alliierten Streitkräfte. Oberst von Waldheim
ist zwar kein Freund der "entarteten Kunst",
doch er weiß, dass die Gemälde in den
Pariser Museen ein Vermögen wert sind. Von
Waldheim lässt die wertvollsten Kunstschätze
des Landes auf einen Zug nach Deutschland verfrachten.
Verzweifelt wendet sich die Museumsdirektorin Villard
an den Stationsvorsteher Paul Labiche. Sie erklärt
dem Widerstandskämpfer, dass die Kunstschätze
unbedingt gerettet werden müssen, da sie die
kulturelle Identität Frankreichs bedeuten.
Doch Labiche verweigert ihr die Hilfe. Zu viele
Kämpfer aus seinen Reihen mussten bereits ihr
Leben lassen.
Allein der für den Transport eingeteilte Lokführer
Papa Boule fasst sich ein Herz. Doch sein Sabotageversuch
wird entdeckt. Von Waldheim lässt den alten
Mann auf der Stelle erschießen. Jetzt erkennt
Labiche, dass dieser Zug Deutschland niemals erreichen
darf. In wenigen Tagen werden die alliierten Streitkräfte
Paris befreien. So lange muss der Zug aufgehalten
werden. Mit über 100 Männern gelingt es
Labiche, die Stationsschilder der Bahnhöfe
entlang der Strecke zu fingieren. Während der
deutsche Offizier, der die Fahrt begleitet, bei
jedem Halt die ordnungsgemäße Position
entlang der Strecke Paris-Metz telefonisch durchgibt,
befindet sich der Zug auf einem Rundkurs. Als von
Waldheim das Spiel durchschaut, will er Labiche
hinrichten lassen. Doch Labiche kann sich zunächst
bei der Hotelbesitzerin Christine verstecken ...
"Der Zug" ist mit Jeanne Moreau, Paul
Scofield und Burt Lancaster sowie dem französischen
Filmveteran Michel Simon hochkarätig besetzt.
Regisseur John Frankenheimer beweist ein besonderes
Gespür für Actiondramaturgie. Der Film
entstand nahezu ausschließlich an Originalschauplätzen.
Die atmosphärisch genaue Wiedergabe der Eisenbahnszenerie,
aus der der Film seine Spannung bezieht, erzielte
Frankenheimer durch den simultanen Einsatz zahlreicher
Kameras. Sogar die aufwändige Crash-Szene wurde
mit echten Dampflokomotiven gedreht, wobei es beinahe
zu einer Katastrophe gekommen wäre. Der Kollisionszug
fuhr mit einem viel zu hohen Tempo auf den anderen
Waggon auf, sodass von den sechs installierten Kameras
fünf zerstört wurden. Lediglich eine kleine,
in der Erde vergrabene Handkamera überstand
die Kollision.
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