Spielzeugland

Deutscher Kurzspielfilm von 2007
Regie Jochen Alexander Freydank
Drehbuch Johann A. Bunners und Jochen Alexander Freydank
Musik Ingo Ludwig Frenzel
Kamera Christoph "Cico" Nicolaisen
Darsteller Marianne Meißner - Julia Jäger
Heinrich Meißner - Cedric Eich
David Silberstein - Tamay Bulut Özvatan
Herr Silberstein - Torsten Michaelis
Frau Silberstein - Claudia Hübschmann
Obersturmführer - David C. Bunners
Scharführer - Gregor Weber
Schutzpolizist - Jürgen Trott
Blockwart - Klaus-Jürgen Steinmann
Nachbarin - Heike Reichenwallner
Gestapo-Mann - Matthias Paul

1942 in Nazideutschland: Den Jungen Heinrich Meißner, ein deutsches Kind, verbindet mit dem jüdischen Nachbarsjungen David Silberstein eine enge Freundschaft. Als die Deportation der Familie Silberstein bevorsteht, lässt Heinrichs Mutter ihren Sohn glauben, dass sein Freund mit der Familie ins "Spielzeugland" reist. Heinrich fasst den Entschluss, seinem Freund dorthin zu folgen und verschwindet über Nacht. Fieberhaft sucht die in Panik geratene Mutter ihren Sohn überall. Sie gelangt auf den Bahnhof, wo ihr zwei SS-Männer helfen, den Jungen zu suchen. Plötzlich steht sie vor dem Waggon, in dem die Familie Silberstein eingepfercht ist. Heinrich findet sie nicht, nur David schaut sie mit seinen großen Augen an ....

Mit seinem Film "Spielzeugland" hat Jochen Alexander Freydank den diesjährigen Oscar für den besten Kurzfilm gewonnen. Im Ersten erlebt der Film seine TV-Premiere. "Spielzeugland" ist ein spannender und hochemotionaler Film über Schuld, Verantwortung, große und kleine Lügen im Nationalsozialismus.

Dem in Ostdeutschland aufgewachsenen Regisseur Jochen Alexander Freydank, war der Film "ein absolutes Herzensprojekt". In einem Interview sagte er: "Solange es bei uns noch Nazi-Parteien gibt, müssen wir versuchen, etwas dagegen zu tun". Zwei Jahre hat er gebraucht, um das Geld für sein Projekt zusammenzubekommen. Mit einem Mini-Budget von 30.000 Euro drehte er fünf Tage an Originalschauplätzen in Berlin und Brandenburg.

Nach 18 nationalen und internationalen Preisen, die der Film in den vergangenen Monaten gewonnen hatte, ist die Auszeichnung der Academy sein bisher größter Erfolg. "Ich habe immer davon geträumt, Filme zu machen. Aber ich habe niemals auch nur im Ansatz gewagt mir vorzustellen, je für einen Oscar nominiert zu werden, geschweige denn ihn 2009 zu bekommen", freute sich Jochen Alexander Freydank.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved