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1942 in Nazideutschland: Den Jungen Heinrich Meißner,
ein deutsches Kind, verbindet mit dem jüdischen
Nachbarsjungen David Silberstein eine enge Freundschaft.
Als die Deportation der Familie Silberstein bevorsteht,
lässt Heinrichs Mutter ihren Sohn glauben,
dass sein Freund mit der Familie ins "Spielzeugland"
reist. Heinrich fasst den Entschluss, seinem Freund
dorthin zu folgen und verschwindet über Nacht.
Fieberhaft sucht die in Panik geratene Mutter ihren
Sohn überall. Sie gelangt auf den Bahnhof,
wo ihr zwei SS-Männer helfen, den Jungen zu
suchen. Plötzlich steht sie vor dem Waggon,
in dem die Familie Silberstein eingepfercht ist.
Heinrich findet sie nicht, nur David schaut sie
mit seinen großen Augen an ....
Mit seinem Film "Spielzeugland" hat Jochen
Alexander Freydank den diesjährigen Oscar für
den besten Kurzfilm gewonnen. Im Ersten erlebt der
Film seine TV-Premiere. "Spielzeugland"
ist ein spannender und hochemotionaler Film über
Schuld, Verantwortung, große und kleine Lügen
im Nationalsozialismus.
Dem in Ostdeutschland aufgewachsenen Regisseur Jochen
Alexander Freydank, war der Film "ein absolutes
Herzensprojekt". In einem Interview sagte er:
"Solange es bei uns noch Nazi-Parteien gibt,
müssen wir versuchen, etwas dagegen zu tun".
Zwei Jahre hat er gebraucht, um das Geld für
sein Projekt zusammenzubekommen. Mit einem Mini-Budget
von 30.000 Euro drehte er fünf Tage an Originalschauplätzen
in Berlin und Brandenburg.
Nach 18 nationalen und internationalen Preisen,
die der Film in den vergangenen Monaten gewonnen
hatte, ist die Auszeichnung der Academy sein bisher
größter Erfolg. "Ich habe immer
davon geträumt, Filme zu machen. Aber ich habe
niemals auch nur im Ansatz gewagt mir vorzustellen,
je für einen Oscar nominiert zu werden, geschweige
denn ihn 2009 zu bekommen", freute sich Jochen
Alexander Freydank.
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