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Zwölf Männer, die sich zuvor nie gesehen
haben, sind dazu berufen worden, über das Schicksal
eines Menschen zu entscheiden. Als Geschworene müssen
sie darüber befinden, ob ein wegen Vatermordes
angeklagter junger Mann schuldig ist oder nicht.
Auf Grund der Beweislage scheint der Fall klar.
Alle Zeugen und Indizien sprechen gegen den jungen
Burschen - obwohl dieser fortwährend seine
Unschuld beteuert. Aber trotz der scheinbar erdrückenden
Beweislast stimmen nur elf der Geschworenen für
"schuldig". Der Geschworene Nummer acht
nämlich ist ganz und gar nicht von der Täterschaft
des Angeklagten überzeugt. Und er ist nicht
bereit, im Zweifelsfall gegen einen Menschen zu
entscheiden, dessen Leben auf dem Spiel steht.
Während seine Kollegen auf eine schnelle Beratung
hoffen, verlangt Nummer acht, dass man den Fall
noch einmal in Ruhe diskutieren solle. Es kommt
zu einer aufwühlenden Debatte, in deren Verlauf
die Geschworenen mit ihren eigenen Vorurteilen und
Fehlentscheidungen konfrontiert werden. Als Folge
schließen sich immer mehr Juroren der Haltung
von Nummer acht an. Nur einer der Männer, der
Geschworene Nummer drei, bleibt eisern bei seiner
Meinung, dass der Angeklagte schuldig gesprochen
werden müsse. Fast scheint es, als entwickle
sich die erbitterte Diskussion zum persönlichen
Kampf zweier Geschworener, die von grundverschiedenen
Lebensauffassungen geprägt sind ...
Mit dem Gerichtsdrama "Die zwölf Geschworenen"
hat Oscar-Preisträger William Friedkin ein
packendes Remake des gleichnamigen Klassikers von
Sidney Lumet aus dem Jahr 1957 inszeniert. Meisterhaft
nutzt Friedkin die kammerspielartige Situation des
Stoffs, um in dem begrenzten Raum des Geschworenenzimmers
eine klaustrophobische, überaus dichte Atmosphäre
zu erzeugen. Außerdem beweist Friedkin einmal
mehr sein außerordentliches Talent für
Schauspielerführung sowie seine Fähigkeit,
die feinsten charakterlichen Nuancen der Figuren
herauszuarbeiten. Zu dem hervorragenden Darsteller-Ensemble
gehört neben Jack Lemmon und George C. Scott
der Deutsche Armin Mueller-Stahl, der sich seit
1990 eine dritte erfolgreiche Karriere in den USA
aufgebaut hat.
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