Die zwölf Geschworenen

Spielfilm aus den USA von 1997
Regie William Friedkin
Drehbuch Reginald Rose
Musik Kenyon Hopkins
Kamera Fred Schuler
Darsteller Geschworener Nr. 1 - Courtney B. Vance
Geschworener Nr. 2 - Ossie Davis
Geschworener Nr. 3 - George C. Scott
Geschworener Nr. 4 - Armin Mueller-Stahl
Geschworener Nr. 5 - Dorian Harewood
Geschworener Nr. 6 - James Gandolfini
Geschworener Nr. 7 - Tony Danza
Geschworener Nr. 8 - Jack Lemmon
Geschworener Nr. 9 - Hume Cronyn
Geschworener Nr. 10 - Mykelti Williamson
Geschworener Nr. 11 - Edward James Olmos
Geschworener Nr. 12 - William Petersen
Richter - Mary McDonnell
und andere

Zwölf Männer, die sich zuvor nie gesehen haben, sind dazu berufen worden, über das Schicksal eines Menschen zu entscheiden. Als Geschworene müssen sie darüber befinden, ob ein wegen Vatermordes angeklagter junger Mann schuldig ist oder nicht. Auf Grund der Beweislage scheint der Fall klar. Alle Zeugen und Indizien sprechen gegen den jungen Burschen - obwohl dieser fortwährend seine Unschuld beteuert. Aber trotz der scheinbar erdrückenden Beweislast stimmen nur elf der Geschworenen für "schuldig". Der Geschworene Nummer acht nämlich ist ganz und gar nicht von der Täterschaft des Angeklagten überzeugt. Und er ist nicht bereit, im Zweifelsfall gegen einen Menschen zu entscheiden, dessen Leben auf dem Spiel steht.

Während seine Kollegen auf eine schnelle Beratung hoffen, verlangt Nummer acht, dass man den Fall noch einmal in Ruhe diskutieren solle. Es kommt zu einer aufwühlenden Debatte, in deren Verlauf die Geschworenen mit ihren eigenen Vorurteilen und Fehlentscheidungen konfrontiert werden. Als Folge schließen sich immer mehr Juroren der Haltung von Nummer acht an. Nur einer der Männer, der Geschworene Nummer drei, bleibt eisern bei seiner Meinung, dass der Angeklagte schuldig gesprochen werden müsse. Fast scheint es, als entwickle sich die erbitterte Diskussion zum persönlichen Kampf zweier Geschworener, die von grundverschiedenen Lebensauffassungen geprägt sind ...

Mit dem Gerichtsdrama "Die zwölf Geschworenen" hat Oscar-Preisträger William Friedkin ein packendes Remake des gleichnamigen Klassikers von Sidney Lumet aus dem Jahr 1957 inszeniert. Meisterhaft nutzt Friedkin die kammerspielartige Situation des Stoffs, um in dem begrenzten Raum des Geschworenenzimmers eine klaustrophobische, überaus dichte Atmosphäre zu erzeugen. Außerdem beweist Friedkin einmal mehr sein außerordentliches Talent für Schauspielerführung sowie seine Fähigkeit, die feinsten charakterlichen Nuancen der Figuren herauszuarbeiten. Zu dem hervorragenden Darsteller-Ensemble gehört neben Jack Lemmon und George C. Scott der Deutsche Armin Mueller-Stahl, der sich seit 1990 eine dritte erfolgreiche Karriere in den USA aufgebaut hat.
   

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