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Das große Abenteuer des Kaspar Schmeck
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Dreiteiliger
Fernsehfilm DDR 1981
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| Regie |
Gunter
Friedrich |
| Drehbuch |
Manfred Richter |
| Musik |
Gunther
Erdmann |
| Kamera |
Peter
Süring |
| Darsteller |
Kaspar
Schmeck - Peter Janott
Hauptmann Emmerich - Volkmar Kleinert
Gastwirt Hempel - Kurt Böwe
Frau Hempel - Heide Kipp
Rübenkönig - Dietrich Körner
Säbisch - Klaus Piontek
Schmelzel - Martin Trettau
Anselm - Henry Hübchen
Frau Schmeck - Karin Gregorek
Graf von der Lippe - Alfred Struwe
Oberst Faucitt - Herbert Köfer
Frau Dietzel - Uta Schorn
und andere |
Teil 1 Der Freund
Man schreibt das Jahr 1776. In Hessen tönt
die Kriegstrommel. Landgraf Friedrich verkauft seine
Untertanen für den Krieg der englischen Krone
gegen die Befreiungsbewegung ihrer amerikanischen
Kolonien. Kaspar, ein Sohn der Flickschusterfamilie
Schmeck, ist bei Gastwirt Hempel als Küchenjunge
angestellt und führt dort ein erbarmungswürdiges
Dasein. Seinen Freund Emmerich, einen ehemaligen
Offizier, versorgt er mit gestohlenen Leckerbissen
aus der Gastwirtsküche. Als die englische Armee
nach Hessen kommt rührt sich bei Emmerich die
Soldatenseele. Er weckt bei Kaspar den Traum vom
fernen Amerika, wo es alles gibt, was das Herz begehrt.
So überredet er ihn, sich als Freiwilliger
zu melden. Kaspar weiß allerdings nicht, dass
sein Freund Emmerich, mit dem er von gemeinsamen
großen Abenteuern träumt, ihn für
sieben Dollar verkauft hat. Von diesem Geld kauft
er sich seine Uniform zurück, die Gastwirt
Hempel als Pfand einbehalten hat. Gemeinsam entfliehen
sie ihrem elenden Dasein. Emmerich wird Kaspars
Hauptmann. Kaspar betrachtet ihn noch immer als
seinen Freund und vertraut ihm. Deshalb kann ihn
Emmerich dazu bringen, bei seinen ihm noch fremden
Kameraden Spitzeldienste zu leisten. Von der Festung
Ziegenhain aus soll die große Fahrt nach Amerika
beginnen. Auf dem langen und strapaziösen Fußmarsch
dorthin versucht der Student Anselm zu fliehen.
Kaspar verrät ihn. Zu den Kameraden gesellt
sich ein neuer Freiwilliger: Ambrosius Schmelzel,
ein schon etwas älterer Barbier und Arzt, der
die medizinische Betreuung der Soldaten übernehmen
will.
Nach dem gleichnamigen Buch von Alex Wedding wird
die Geschichte des Küchenjungen Kaspar Schmeck
erzählt, der in Amerika sein großes Glück
sucht.
Teil 2 Söldner
Die Soldaten werden einem menschenentwürdigenden
militärischen Drill ausgesetzt, der beim Rübenkönig
bis zum Kollaps führt. Kaspar wird als Spitzel
des Hauptmanns geächtet. Von Frau Festungskommandant
Dietzel als Küchenjunge ausgewählt, wird
er Zeuge, wie ihr Mopshündchen mit Fleisch
verwöhnt wird, während die Soldaten hungern.
Kaspar empfiehlt, den Mops zu fangen und zu verspeisen.
Bei der Durchsuchung der Soldatenlager wird beim
Rübenkönig das Hundehalsband gefunden.
Frau Festungskommandant befiehlt daraufhin, ihn
zu hängen. Der schwindsüchtige alte Kutz
nimmt die Tat auf sich und wird abgeführt.
Kaspar bittet bei seinem vermeintlichen Freund Emmerich
um Gnade für Kutz. Der Hauptmann befiehlt daraufhin,
auch Kaspar in den Kerker zu werfen.
Kaspars Mutter teilt Graf von der Lippe in einem
Schreiben mit, dass Kaspar seinerzeit von Emmerich
verkauft worden ist und sie persönlich beim
Regiment vorsprechen wird. Der Graf befiehlt Emmerich,
das Problem zu lösen, da sonst sein Majorspatent
auf dem Spiel steht. Als die Mutter eintrifft, erpresst
Emmerich sie damit, dass Kaspar wegen schweren Raubes
gehängt werden soll, wenn sie nicht eine Freiwilligkeitserklärung
unterschreibt. Die Mutter tut das aus Angst und
Kaspar wird aus dem Kerker geholt. Emmerich gelingt
es, Kaspar mit seinen Träumen von Amerika und
dem Versprechen, dass ihm als Regimentstrommler
nichts passieren wird, wieder für sich einzunehmen.
Sein erster Auftritt als Trommler ist die Hinrichtung
des alten Kutz wegen des Hundemordes. Daraufhin
schwört Kaspar, Emmerich bis in alle Ewigkeit
zu verachten und sich zu rächen. Nach einem
weiten, strapaziösen Fußmarsch gelangen
die Kameraden endlich ans Meer und begeben sich
auf die große Reise nach Amerika. Auf dem
Schiff verliebt sich Kaspar in das Mädchen
Gundel. An Bord macht sich Skorbut breit und viele
Kameraden fallen dieser Seuche zum Opfer. Auch Gundel
wird davon befallen. Um ihr das Leben zu retten,
meldet sich Kaspar als Diener bei Hauptmann Emmerich,
um so an Nahrungsmittel und Obst für Gundel
zu kommen. Er schwört sich jedoch, kein Wort
mit ihm zu wechseln. Der Plan gelingt und Gundel
wird wieder gesund.
Teil 3 Die Rebellen
Vieles musste geschehen, ehe Kaspar in Emmerich
den Feind erkennt. Der Rübenkönig, Anselm
und Schmelzel sind aber inzwischen gute Freunde
für ihn geworden. Nach der Ankunft der Soldaten
im fremden Amerika wird das Lager der Hessen von
den Rebellen überfallen. Kaspar glaubt, dass
in einem der Wagen Gundel entführt wird und
verfolgt die Rebellen. Sie haben einen Mordanschlag
auf Emmerich, der inzwischen Major geworden ist,
verübt. Ungewollt wird Kaspar so zum Retter
des Majors, und zur Belohnung stellt ihm Emmerich
den gefangenen Rebellen zur Verfügung. Der
Gefangene ist ein Deutscher aus Arnstadt. Major
Emmerich befiehlt, vor Abmarsch des Regiments alle
Gefangenen zu erschießen. Kaspar lässt
seinen Gefangenen fliehen und berichtet dem Major,
dass er ihn im Wasser erschossen hat. Zwischen den
Rebellen und dem hessischen Regiment findet ein
erbitterter Kampf statt. Anselm kann in der Schlacht
nicht mithalten und wird von Emmerich kaltblütig
erstochen. Während dieser drei Tage stirbt
Schmelzel, und Kaspar wird von einer schweren Ohnmacht
befallen.
Nach
seiner Genesung festigt sich sein Entschluss,
zu General Washington überzulaufen, immer
mehr. In der Silvesternacht brechen sie zu sechst
auf, um den Delaware zu überqueren, auf dem
das Eis bereits zu brechen beginnt. Ihre Flucht
wird entdeckt, Major Emmerich verfolgt sie. Nachdem
er auf Gundel geschossen hat, kommt es zu einem
Kampf zwischen Kaspar und Emmerich. Der Major
bricht ein und Kaspar sieht tatenlos zu, wie er
ertrinkt. Als sie ihr Ziel endlich erreicht haben
und bei den Rebellen eintreffen, erliegt Gundel
ihrer Schussverletzung. Kaspar stürzt sich
in grenzenloser Wut auf den Major. Als Strafe
soll er drei Tage eingegraben werden. Schmelzel
bittet den Major, Kaspar bei ihm zu lassen, weil
er ihm bei der Versorgung der Verwundeten hilft.
Wegen Fraternisierung verhängt der Major
die gleiche Strafe über ihn.
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