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Opernsänger Ludwig Löwenhaupt liebt das
Federvieh - knusprig braun, mit Äpfeln, Rotkraut
und Klößen. Die traditionelle Weihnachtsgans
besorgt er gewöhnlich frisch vom Lande. Nur
diesmal überredet ihn Peter, der jüngste
Spross der Löwenhaupts, bereits einige Wochen
vorher ein lebendes Exemplar mitzunehmen.
Je näher das Fest rückt, umso mehr schließt
die Familie Peters schnatternde Freundin ins Herz.
Man glaubt sogar, gelegentlich zu hören, was
das verständige und musikalische Tier zu sagen
hat. Aller Fürsprache zum Trotz besteht Ludwig
Löwenhaupt darauf, die Gans Auguste ohne Sentimentalität
ihrer ursprünglichen Bestimmung zuzuführen.
Doch bevor Auguste als Festtagsbraten in der Pfanne
brutzeln kann, muss das energische Familienoberhaupt
schon selbst Hand anlegen. Unter den stummen Vorwürfen
seiner Lieben und der immer lauter werdenden Stimme
seines Gewissens schickt sich Ludwig Löwenhaupt
an, das Unvermeidliche zu vollbringen. Auf wunderbare
Weise entgeht Auguste schließlich ihrem Schicksal,
auch wenn sie dabei arg Federn lassen muss.
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