Die grausame Schöne - Messalina

Französisch-italienisch-spanischer Spielfilm von 1951
Regie Carmine Gallone
Drehbuch Carmine Gallone, Pierre Laroche, Cesare Ludovici, Vittorio, Nino Novarese und Albert Valentin
Musik Renzo Rossellini
Kamera Anchise Brizzi
Darsteller Messalina - María Félix
Caius Silius - Georges Marchal
Kaiser Claudius - Memo Benassi
Menester - Jean Tissier
Valerius Asiaticus - Jean Chevrier
Cinzia - Delia Scala
Divo - Erno Crisa
Narcissus - Michel Vitold
Pallante - Giuseppe Varni
Taurus - Carlo Ninchi
und andere

Von den vier Frauen des römischen Kaisers Claudius hat seine dritte Frau besondere Bedeutung erlangt: Valeria Messalina (25 - 48 n.Chr.). Sie wurde zu einem berüchtigten Symbol für ein ausschweifendes Leben, galt als ungewöhnlich herrschsüchtig, intrigant, grausam und überaus schön. An den Namen der Messalina knüpfen sich eine ganze Reihe von Skandalgeschichten.

Nicht nur, dass sie Günstlingswirtschaft betrieb und über Claudius Hinrichtungsbefehle für ihre persönlichen Gegner erwirkte, sie ging sogar so weit, in der Abwesenheit von Claudius mit ihrem Liebhaber, dem jungen Senator Caius Silius, in aller Öffentlichkeit Hochzeit zu feiern. Aber sie wusste ihre Schmählichkeiten und Schandtaten auch geschickt zu tarnen.

"Indes dürfte doch das Folgende allen Glauben übersteigen, dass nämlich Claudius sogar den Ehevertrag der Messalina mit ihrem Buhlen Silius selbst mitunterzeichnet habe, wozu man ihn durch die Vorstellung bewogen habe, das Ganze sei eine absichtlich vorgenommene Scheinzeremonie, um von seinem Haupte das Unheil, das, wie man sagte, durch allerhand Vorzeichen ihm drohend verkündet ward, abzuwenden und auf ein anderes zu übertragen." (Sueton). Aber damit war Messalina zu weit gegangen. Die Unterschrift auf dem Hochzeitsvertrag war zugleich die Unterzeichnung ihres Todesurteils.

Ein abenteuerlicher Monumentalfilm um Messalina, eine der herausragenden Frauengestalten des Römischen Reiches, von deren Leben u.a. Tacitus und Seneca berichteten. Carmine Gallone hat ihre nie zu stillende Herrsch- und Sexsucht unterhaltsam und aufwändig inszeniert. In María Félix (1914 - 2002), der mexikanischen Filmdiva, die für ihre Schönheit und scharfzüngigen Bemerkungen berühmt war, fand er eine ideale Messalina-Darstellerin.
   

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