|
Von
den vier Frauen des römischen Kaisers Claudius
hat seine dritte Frau besondere Bedeutung erlangt:
Valeria Messalina (25 - 48 n.Chr.). Sie wurde zu
einem berüchtigten Symbol für ein ausschweifendes
Leben, galt als ungewöhnlich herrschsüchtig,
intrigant, grausam und überaus schön.
An den Namen der Messalina knüpfen sich eine
ganze Reihe von Skandalgeschichten.
Nicht nur, dass sie Günstlingswirtschaft betrieb
und über Claudius Hinrichtungsbefehle für
ihre persönlichen Gegner erwirkte, sie ging
sogar so weit, in der Abwesenheit von Claudius mit
ihrem Liebhaber, dem jungen Senator Caius Silius,
in aller Öffentlichkeit Hochzeit zu feiern.
Aber sie wusste ihre Schmählichkeiten und Schandtaten
auch geschickt zu tarnen.
"Indes dürfte doch das Folgende allen
Glauben übersteigen, dass nämlich Claudius
sogar den Ehevertrag der Messalina mit ihrem Buhlen
Silius selbst mitunterzeichnet habe, wozu man ihn
durch die Vorstellung bewogen habe, das Ganze sei
eine absichtlich vorgenommene Scheinzeremonie, um
von seinem Haupte das Unheil, das, wie man sagte,
durch allerhand Vorzeichen ihm drohend verkündet
ward, abzuwenden und auf ein anderes zu übertragen."
(Sueton). Aber damit war Messalina zu weit gegangen.
Die Unterschrift auf dem Hochzeitsvertrag war zugleich
die Unterzeichnung ihres Todesurteils.
Ein abenteuerlicher Monumentalfilm um Messalina,
eine der herausragenden Frauengestalten des Römischen
Reiches, von deren Leben u.a. Tacitus und Seneca
berichteten. Carmine Gallone hat ihre nie zu stillende
Herrsch- und Sexsucht unterhaltsam und aufwändig
inszeniert. In María Félix (1914 -
2002), der mexikanischen Filmdiva, die für
ihre Schönheit und scharfzüngigen Bemerkungen
berühmt war, fand er eine ideale Messalina-Darstellerin.
|