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Leutnant
Lobheimer vom 14. Dragonerregiment in Wien hat seit
einiger Zeit eine Affäre mit der schönen
Baronin Eggersdorf. Ihr bedeutet der junge Leutnant
viel, Lobheimer dagegen bereitet die Liaison wachsendes
Unbehagen. In dieser Situation begegnet er in einem
Grinzinger Heurigen-Lokal der reizenden Christine
Weiring. Sie ist die Tochter eines Cellisten und,
im Gegensatz zu ihrer leichtsinnigen Freundin Mizzie,
von Natur aus zurückhaltend und empfindsam.
Darin gleicht sie Lobheimer. Nach anfänglichem
Zögern entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung
zwischen Christine und dem jungen Leutnant. Doch
gerade als Lobheimer endgültig mit der Baronin
bricht, entdeckt deren Mann Beweise für ihre
Untreue. Er besteht auf einem Duell mit besonders
scharfen Bedingungen und tötet den Leutnant
mit dem ersten Schuss. Als Christine erfährt,
was geschehen ist, stürzt sie sich aus dem
Fenster.
Schon 1933 war Arthur Schnitzlers Bühnenstück
"Liebelei" sehr erfolgreich von Max Ophüls
verfilmt worden, damals mit Magda Schneider in der
Hauptrolle. 1958 spielt ihre Tochter Romy die Christine,
an ihrer Seite der damals noch wenig bekannte Alain
Delon. Aus dem Film-Liebespaar wurde ein echtes
- zum Entsetzen der deutschen Presse und Romys Familie.
Damals ist Romy Schneider gerade 20 Jahre alt, ein
Star in Deutschland und am Scheideweg ihrer Karriere.
Sie wäre am 23. September 2008 70 Jahre alt
geworden.
Ihre Filmkarriere beginnt sie mit 15 - auf Wunsch
ihrer Mutter und zusammen mit ihr spielt sie in
"Wenn der weiße Flieder wieder blüht".
Als "Sissi" wird sie 1956 berühmt,
doch das Image des reinen Mädchens und braven
Teenagers behagt ihr nicht. Und so nutzt sie die
Chance ihrer Verbindung zu Alain Delon und geht
nach Frankreich. Delon hilft ihr, sich zu verändern.
Später wird sie sagen "Alain hat mich
aus der 'Sissi'-Periode herausgeholt. Er hat mir
in Paris eine neue Welt eröffnet". Während
das deutsche Publikum sich von ihr abwendet, startet
sie unter dem Regisseur Luchino Visconti mit "Boccaccio
70" eine neue erfolgreiche Karriere. Dann sind
es die Filme mit Claude Sautet (u.a. "Die Dinge
des Lebens", 1970, "Das Mädchen und
der Kommissar", 1970), die sie zu einer hochverehrten
Charakterdarstellerin werden lassen. Sie arbeitet
u.a. mit Orson Welles ("Der Prozess",
1962), Robert Enrico ("Das alte Gewehr",
1975) und Bertrand Tavernier ("Death Watch
- Der verkaufte Tod", 1979). In den 70er-Jahren
ist sie die erfolgreichste Schauspielerin des französischen
Films. Für die Filme "Nachtblende"
(1974) und "Eine einfache Geschichte"
(1976) erhält sie den César. 1977 wird
ihr das Filmband in Gold in der Kategorie Beste
Darstellerin für "Gruppenbild mit Dame"
verliehen.
Sie dreht fast 60 Filme, oft angetrieben von Selbstzweifeln
und der Angst, nicht wirklich geliebt zu werden.
Ihr Privatleben ist immer wieder von Tragik überschattet
- der schwerste Schicksalsschlag ist der tragische
Unfalltod ihres 14-jährigen Sohnes 1981. Sie
stirbt am 29. Mai 1982 im Alter von 43 Jahren an
einem Herzversagen.
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