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"Die letzte Welle" ist ein emotional anrührendes
und zugleich witziges Roadmovie über Freundschaft
und Solidarität angesichts des Todes. Der durch
spektakuläre Surf-Aufnahmen nebst hervorragendem
Darstellerensemble überzeugende Film erteilt
dem Zuschauer eine sinnliche Lektion über die
Liebe zum Meer. Für sein ungewöhnliches
und bewegendes Independent-Debüt wurde Regisseur
und Drehbuchautor Will Geiger 1997 auf dem Los Angeles
Filmfestival mit dem Zuschauerpreis geehrt.
Vier Freunde, die gemeinsam im Norden Kaliforniens
aufwuchsen, treffen sich sieben Jahre nach der High
School erstmals wieder, um ihren an Leukämie
erkrankten Freund Bob in der Krebsklinik zu besuchen.
Die leidenschaftlichen Wellenreiter wollen ihr Versprechen
einlösen und den Todkranken zu einem letzten
Surftrip an ihren Lieblingsstrand in Baja, Mexiko,
mitnehmen. Doch Bob will davon nichts wissen, weil
er durch die Chemotherapie eine Glatze bekommen
hat und sich schämt, dass seine Freunde ihn
in diesem elenden Zustand sehen.
Aus Solidarität und Mitgefühl rasieren
Noah, Jeb, Schwartz und Lance sich die Köpfe,
entführen Bob aus dem Krankenhaus und machen
sich auf den Weg. Während der langen, abenteuerlichen
Fahrt brechen alte Wunden auf und die Jungs werden
nacheinander von Sinnkrisen gepackt. Der Rebell
Jeb ist bestimmt der einzige Surfer auf der Welt,
der auf der Geige Brahms spielen kann. Allerdings
musste er wegen Drogenkonsums, dem er seit der High
School nicht entsagen kann, hinter Gitter.
Schwartz hat erhebliche Zweifel an seiner Berufung
als Arzt. Noah läuft vor seiner schwangeren
Frau davon. Und Lance gesteht seinen Freunden kleinlaut,
dass hinter seiner geflunkerten Schauspielerkarriere
nur ein kleiner Auftritt in einem Pornofilm steckt.
Die verzweifelte Bemühung um ihren sterbenden
Freund konfrontiert alle vier jungen Männer
mit dem Sinn des Lebens. Durch den Geheimtipp eines
mexikanischen Padres, der nicht nur Autos repariert,
sondern auch surft, gelangen die Jungs am Ende ihrer
Reise an einen Strand mit magischen Wellen, so hoch,
wie keiner von ihnen sie jemals gesehen hat ...
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