Aber Vati!

Vierteiliger Fernsehfilm aus der DDR von 1974
Regie Klaus Gendries
Drehbuch Hermann Rodigast
Musik Rudi Werion
Kamera Jürgen Sasse
Darsteller Erwin Mai - Erik S. Klein
Tante Elsbeth - Marianne Wünscher
Onkel Bruno - Jochen Thomas
Fred - Martin Trettau
Monika Büttner - Helga Labudda
Sibylle Schultze - Ewa Szykulska
Kalle und Kulle - Ralf und Rolf Lemcke
Fränze - Ina Reuter
Opa Büttner - Erich Petraschk
Frau Schielke - Anne Wollner
Bernd - Michael Krieg-Helbig
Harry Pohle - Heinz Rennhack
Fanny Stengel - Susanne Düllmann
Marion Weber - Ilona Grandtke
Edgar Sander - Volkmar Kleinert
Ulla Lindig - Maria Melle
Koll. Buchholz - Hans Teuscher
Kalle und Kulle - Ralf und Rolf Lemcke
Fränze - Ina Reuter
Werner Bork - Günter Wolf
Lehrmeister Möller - Heinrich Baner
Ludwig Kneisel - Uwe-Detlef Jessen
Beate Kneisel - Angela Brunner
Karl-Jörg (Kalle) - Ralf Lemcke
Uwe (Kulle) - Rolf Lemcke
und andere

1. Vati will nicht heiraten
Der Witwer Erwin Mai ist in seinem Betrieb ein angesehener Meister - tatkräftig, rührig und voller Ideen. Zu Hause jedoch lässt er gern fünfe gerade sein. Seine Schwester Elsbeth, die ihm den Haushalt führt, hält ihn für einen ausgemachten Versager, vor allem in punkto Erziehung seiner beiden elfjährigen Sprösslinge. Und in der Tat, die Zwillinge Kalle und Kulle fangen an zu verlottern. Mit ihren Streichen bringen sie die Lehrer in der Schule und ihre erwachsenen Mitbürger im Wohngebiet allmählich zur Verzweiflung. Tante Elsbeth macht sich verständlicherweise Sorgen. Sie beschließt energisch, Erwin schnellstens wieder zu verheiraten. Auf das Ergebnis ihrer Bemühungen darf man gespannt sein, da sich nicht nur Vater Erwin, sondern auch seine beiden Rangen, tatkräftig zur Wehr setzen.

2. Vati will heiraten
Nun hat er es also eingesehen: Er muss wieder heiraten! Die Kinder brauchen eine Mutter. Doch wenn er schon keine andere Wahl mehr hat, dann, so sagt sich der Zweiundvierzigjährige, soll es eine möglichst Junge und Hübsche sein, die ihm etwas von seiner eigenen Jugend zurückgibt. Das bildschöne, blonde Fräulein Schultze scheint ihm haargenau die Richtige zu sein. Er gerät derart in Feuer, dass er ihretwegen mancherlei Unannehmlichkeiten auf sich nimmt.
Sicherlich würden sich seine Söhne Kalle und Kulle nicht derart gegen das wirklich nette Fräulein sträuben, hätten sie sich nicht längst für eine andere Frau entschieden. Für sie kommt nur die Frau vom Rummelplatz als Mutter in Frage, die Frau Büttner, die sie Karussell fahren lässt, ohne dafür Geld zu verlangen!

3. Vati hat geheiratet
Seit etwa einem halben Jahr haben Kalle und Kulle nicht nur eine Mutter, von der sie einfühlsam und konsequent erzogen werden, sie haben auch eine siebenjährige Schwester. Gibt es Meinungsverschiedenheiten, dann hält Fränze zum Vater und die Jungen prompt zur Mutter. Als die Eltern eines Tages in einen heftigen Streit geraten und die Ehe ernstlich in Gefahr gerät, sehen die Kinder nicht tatenlos zu.
Vor allem nachts geschehen bei den Mais seltsame Dinge. Ein Freund der Familie traut seinem eigenen Spiegelbild nicht mehr und eine junge Kollegin des Vaters verliert völlig die Nerven! Natürlich ist die Ehe mit kindlichem Aufbegehren allein nicht zu retten. Das ist Sache der Eheleute selbst. Einer von ihnen wird sich von vielem, was ihm lieb und wert geworden ist, für immer trennen müssen.

4. Fünf Jahre danach
Aus dem Witwer Erwin Mai, seiner neuen Frau Monika und den Kindern ist fünf Jahre später eine richtige Familie geworden. Sogar ein kleines Töchterchen hat sich noch eingestellt, das vom stolzen Papa hoffnungslos verwöhnt wird. Weniger nachsichtig ist Erwin, wenn es um seine halbwüchsigen Zwillingsjungen Kalle und Kulle geht.
Kulle schludert in der Lehrausbildung und interessiert sich nur noch für sein Hobby als Gitarrenspieler in der Rockband des Ortes. Jetzt, wo sich Ehefrau Monika schlechten Gewissens für einige Wochen zum Lehrgang verabschiedet hat, sieht Vater Erwin seine Stunde gekommen, mit einfühlsamer Strenge die Disziplin wiederherzustellen. Dabei stößt er bei seinen Rangen auf erheblichen Widerstand: Kalle, Kulle und Fränze sehen die Welt mit ihren lästigen Pflichten und den ersten Freuden junger Liebe natürlich ganz anders als ihr gestrenger Vater.
   

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