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Claire Berolina, das ist Claire Waldoff und auch
wieder nicht. Der Film lehnt sich an das Schicksal
des berühmten "Spatzes von Berlin"
(Tucholsky) an, ohne im strengen Sinn biografisch
zu sein. Er spielt zwischen 1910 und 1933, hauptsächlich
in den so genannten Goldenen Zwanzigern, als viele
Künste, besonders aber Kabarett und Chanson,
in Berlin einen glänzenden Aufschwung nahmen.
In diesen Jahren wurde die Waldoff mit ihren Berliner
Liedern, die voller Ironie und der typischen Mischung
aus Herz und Schnauze steckten, populär und
feierte wahre Triumphe. Sie war befreundet mit Heinrich
Zille, Walter Kollo und vielen anderen Berühmtheiten
der Zeit. Ihr Mutterwitz, ihre Zuneigung zu einfachen
Leuten, ihre umwerfende Originalität fanden
Eingang in die Gestalt der Claire Berolina dieses
Films.
Die Karriere der Filmfigur wie auch die von Claire
Waldoff bricht mit dem Beginn der Nazi-Herrschaft
in Deutschland jäh ab. In ihrem populären
Gassenhauer "Hermann heeßt er ..."
witterten die braunen Machthaber eine Anspielung
auf Hermann Göring. Das konnten sie der Waldoff
nicht verzeihen.
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