|
Der Auftrag, den der Journalist Raoul Duke und sein
Anwalt Dr. Gonzo erhalten haben, ist nicht besonders
anspruchsvoll. Die beiden sollen aus Las Vegas über
ein Motorradrennen durch die Wüste berichten.
Doch bereits auf der Hinfahrt ist das Team mehr
mit der Einschätzung und dem Konsum verschiedener
Drogen als mit der Vorbereitung auf den Job beschäftigt.
Während des Rennens muss Duke feststellen,
dass es außer Staub und Sand nichts zu sehen
gibt. Er bricht seine Arbeit ab und widmet sich
in den glitzernden Casinopalästen von Las Vegas
dem amerikanischen Traum, der Jagd nach dem großen
Gewinn. Der bleibt freilich aus, und Duke und Gonzo
erwachen nach einem Drogenrausch in ihrer Hotelsuite,
die sich ins reinste Chaos verwandelt hat.
Das Einzige, was Duke in Vegas findet, sind Erinnerungen
an die glücklichsten Zeiten seines Lebens,
als er, 1965 in San Francisco, inmitten von Hippies
und Beatniks, in LSD-Trips versank und keine Probleme
kannte. Als Duke sich zur Flucht entschließt,
erreicht ihn ein neuer Auftrag. Er soll über
einen hochoffiziellen Kongress zum Thema "Betäubungsmittel
und gefährliche Drogen" berichten. Doch
erwartungsgemäß fühlt er sich von
der Versammlung selbstgerechter Staatsvertreter
abgestoßen. Auch seine anderen Kontakte zur
Außenwelt, mit einem Polizisten oder einer
Restaurant-Angestellten, enden desaströs, und
so findet er sich schließlich auf dem Highway
wieder, alleine und gescheitert.
Nach einer Vorlage von Hunter S. Thompson (1937-2005),
neben Tom Wolfe einer der Protagonisten des "New
Journalism", hat Terry Gilliam eine brillante,
kompromisslose Abrechnung mit dem amerikanischen
Traum inszeniert. Die Tragikomödie besticht
vor allem durch großartige Schauspielerleistungen
und eine Kameraarbeit, die fantasievoll die Wirkung
psychedelischer Drogen evoziert. Neben Johnny Depp
und Benicio Del Toro sind in kleineren Rollen zahlreiche
Stars zu sehen. So etwa Cameron Diaz als Reporterin
und Christina Ricci als Lucy. Einen Vorgeschmack
auf Kommendes gibt Tobey Maguire mit einem kleinen
Auftritt als Anhalter.
|