Angst und Schrecken in Las Vegas

Spielfilm aus den USA von 1998
Regie Terry Gilliam
Drehbuch Terry Gilliam, Tony Grisoni, Tod Davies und Alex Cox, nach einem Roman von Hunter S. Thompson
Musik Ray Cooper, Tomoyasu Hotei und Jefferson Airplane
Kamera Nicola Pecorini
Darsteller Raoul Duke - Johnny Depp
Dr. Gonzo - Benicio Del Toro
Anhalter - Tobey Maguire
Lacerda - Craig Bierko
Empfangsdame - Katherine Helmond
Reporterin - Cameron Diaz
Richter - Harry Dean Stanton
Bedienung im North Star - Ellen Barkin
Lucy - Christina Ricci
Highway-Polizist - Gary Busey
Musiker - Lyle Lovett
und andere

Der Auftrag, den der Journalist Raoul Duke und sein Anwalt Dr. Gonzo erhalten haben, ist nicht besonders anspruchsvoll. Die beiden sollen aus Las Vegas über ein Motorradrennen durch die Wüste berichten. Doch bereits auf der Hinfahrt ist das Team mehr mit der Einschätzung und dem Konsum verschiedener Drogen als mit der Vorbereitung auf den Job beschäftigt. Während des Rennens muss Duke feststellen, dass es außer Staub und Sand nichts zu sehen gibt. Er bricht seine Arbeit ab und widmet sich in den glitzernden Casinopalästen von Las Vegas dem amerikanischen Traum, der Jagd nach dem großen Gewinn. Der bleibt freilich aus, und Duke und Gonzo erwachen nach einem Drogenrausch in ihrer Hotelsuite, die sich ins reinste Chaos verwandelt hat.

Das Einzige, was Duke in Vegas findet, sind Erinnerungen an die glücklichsten Zeiten seines Lebens, als er, 1965 in San Francisco, inmitten von Hippies und Beatniks, in LSD-Trips versank und keine Probleme kannte. Als Duke sich zur Flucht entschließt, erreicht ihn ein neuer Auftrag. Er soll über einen hochoffiziellen Kongress zum Thema "Betäubungsmittel und gefährliche Drogen" berichten. Doch erwartungsgemäß fühlt er sich von der Versammlung selbstgerechter Staatsvertreter abgestoßen. Auch seine anderen Kontakte zur Außenwelt, mit einem Polizisten oder einer Restaurant-Angestellten, enden desaströs, und so findet er sich schließlich auf dem Highway wieder, alleine und gescheitert.

Nach einer Vorlage von Hunter S. Thompson (1937-2005), neben Tom Wolfe einer der Protagonisten des "New Journalism", hat Terry Gilliam eine brillante, kompromisslose Abrechnung mit dem amerikanischen Traum inszeniert. Die Tragikomödie besticht vor allem durch großartige Schauspielerleistungen und eine Kameraarbeit, die fantasievoll die Wirkung psychedelischer Drogen evoziert. Neben Johnny Depp und Benicio Del Toro sind in kleineren Rollen zahlreiche Stars zu sehen. So etwa Cameron Diaz als Reporterin und Christina Ricci als Lucy. Einen Vorgeschmack auf Kommendes gibt Tobey Maguire mit einem kleinen Auftritt als Anhalter.
   

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