Ach du lieber Harry

Deutscher Spielfilm von 1980
Regie Jean Girault
Drehbuch Ralf Gregan und Dieter Hallervorden
Musik Hermann Weindorf
Kamera Hermann Gruber
Darsteller Harry App - Dieter Hallervorden
Jane - Iris Berben
Hochwürden - Jacques Marin
Pater - Manfred Lehmann
Anni Rose - Lisa Helwig
Professor Berlab - Fritz Pauli
Dr. Bluntschli - Hans Bergmann
Hoteldirektor - Karl Sibold
Polizeikommissar - Maximilian Wolters
Etagenkellner - Volker Prechtel
und andere

Harry App, ein ebenso kauziger wie erfolgloser Privatdetektiv, hat endlich eine Chance, zu etwas Geld zu kommen. Die alte Dame Anni Rose engagiert ihn als Bodyguard für eine Zugreise in die Schweiz, wo sie mit Mr. Theo, ihrem Zuchtkaninchen, an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen möchte. Dummerweise fahren mit demselben Zug zwei Diebe, die einen gestohlenen Renoir zu ihrem Auftraggeber in die Schweiz bringen wollen. Der eine ist verkleidet als Pater, der andere als Hochwürden. Ihnen ist die Versicherungsdetektivin Jane auf der Spur. Sie ist Schuld, dass App den Zug zunächst verpasst und er in eine mehr als turbulente Verfolgungsgeschichte verwickelt wird. Die Gauner verstecken nämlich den Renoir im Zug ausgerechnet in Mr. Theos Käfig.

Als die alte Dame im Zugabteil mit einem Kollaps zusammenbricht, beginnt eine rasante Jagd nach dem Käfig, denn Mr. Theo kommt mit ins Krankenhaus. App, der sein Geld verdienen will, und die Gangster, die ihren Renoir nicht verlieren wollen, immer verfolgt von Jane, kommen sich ständig in die Quere. Jane nutzt dabei geschickt Apps Unwissenheit und Naivität, um ihn als Helfershelfer zu gewinnen. Das Quartett schafft es schließlich nach Lausanne. Mr. Theo bekommt den 1. Preis, die Gauner schaffen beinahe die Übergabe ihres Beutestücks - und dann kommt alles doch ganz, ganz anders.

Ein turbulenter Klamauk mit verrückten Typen, verwegenen Verfolgungsjagden und abstrusen Verwechslungen, gespielt von einer chaotisch-flotten Darstellerriege. An ihrer Spitze Dieter Hallervorden, "die Urknolle des deutschen Humors" ("Stern"). Der gebürtige Dessauer ist im September (?) 2005 70 Jahre alt geworden. "Ach du lieber Harry" ist ein Film, den Dieter Hallervorden 1981 unter der Regie von Louis-de-Funès-Regisseur Jean Girault drehte. Eine Krimikomödie, die ihn neben "Alles im Eimer" (1981) und "Der Doppelgänger" 1984) als Ulk-Master zu einem Begriff machte. Angefangen hatte Dieter Hallervorden seine Karriere 1960, als er in West-Berlin - er hatte 1958 die DDR verlassen - das satirische Kabarett "Die Wühlmäuse" gründete, das er bis heute noch erfolgreich betreibt.

Doch bekannt wurde er mit seinen Slapstick-Fernsehauftritten u.a. in der NDR-Revue "Abramakabra" neben Helga Feddersen und in seiner mit über 50% Einschaltquote erfolgreichsten Serie "Nonstop Nonsens". Ab Anfang der Neunzigerjahre versuchte er, sein Didi-Blödel-Image abzulegen, was ihm u.a. mit "Hallervordens Spott Light" ab Ende 1994 in der ARD auch gelang. 2003 verabschiedete er sich mit "Spott Light" vom Fernsehen, gegenwärtig steht er mit seinem Soloprogramm "Mit dem Gesicht" wieder auf der Bühne der "Wühlmäuse".
   

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