Trio Infernal

Spielfilm aus Deutschland, Frankreich und Italien von 1974
Regie Francis Girod
Drehbuch Francis Girod und Jacques Rouffio, nach einem Roman von Solange Fasquelle
Musik Ennio Morricone
Kamera Andréas Winding
Darsteller Georges Sarret - Michel Piccoli
Philomene Schmidt - Romy Schneider
Catherine Schmidt - Mascha Gonska
Noémie - Andréa Ferréol
Louise - Monica Fiorentini
Villette - Jean Rigaux
Luffeaux - Papinou
Detreuil - Hubert Deschamps
Chambon - Philippe Brizard
und andere

Unterstützt von den zwei deutschen Schwestern Philomene und Catherine betreibt der angesehene Rechtsanwalt Sarret aus Marseille Versicherungsbetrug im großen Stil: Er verheiratet seine beiden Geliebten mit reichen Ehemännern, die (k)eines natürlichen Todes sterben. Als zwei Mitwissern die Sache zu heiß wird, muss das infernalische Trio einige Überstunden einlegen, um die abtrünnigen Komplizen auf eine todsichere Weise zu beseitigen.

Ein authentischer Fall aus dem Jahre 1931 liefert den Stoff: "Trio Infernal" ist eine bizarr-makabre schwarze Komödie über Betrug, Mord, Habgier und eine äußerst extravagante Methode, sich der Leichen zu entledigen. Durch prägnante Charakterzeichnungen gelingt Regiedebütant Francis Girod ("Die Bankiersfrau") mit seinem prachtvoll ausgestatteten Schauerstück eine furiose Gratwanderung zwischen makabrem Realismus und bitterböser Ironie.
"Trio Infernal" sorgte anlässlich seiner Erstaufführung für eine Sensation. Besonders die Sequenz der "Opferbeseitigung" erhitzte seinerzeit die Gemüter. Mithilfe Ennio Morricones origineller Musik wird aus dieser Szene ein Meisterstück schwarzen Humors - ebenso komisch wie grausam.

Neben dem unwiderstehlichen Michel Piccoli brilliert in der Rolle der skrupellosen, lebenshungrigen Luxusfrau eine enthemmte und entfesselte Romy Schneider, die hier endgültig mit ihrem "Sissi"-Image aufträumt und von der französischen Presse als "charmantes Monster" gefeiert wurde.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved